208 Signatures
Petition addressed to: Bezirksverwaltung Hamburg Bergedorf
Wir fordern die Freie und Hansestadt Hamburg sowie das Bezirksamt Bergedorf auf, das geplante bzw. bereits im Bau befindliche Großbatteriespeicherprojekt an der Randersweide in Hamburg-Bergedorf vor einer weiteren Umsetzung umfassend und transparent zu überprüfen.
Bis eindeutig geklärt ist, dass von der Anlage keine unzumutbaren Gefahren oder Beeinträchtigungen für die unmittelbar angrenzenden Grundstücke, dort lebende und arbeitende Menschen sowie die Umgebung ausgehen, sollen keine weiteren unumkehrbaren Tatsachen geschaffen werden.
Insbesondere fordern wir:
– vollständige Offenlegung der Genehmigungs- und Planungsunterlagen einschließlich des genehmigten Lageplans,
– Offenlegung und unabhängige Überprüfung des Brandschutz- und Havariekonzepts, insbesondere hinsichtlich Batteriebrand und Thermal Runaway,
– Prüfung möglicher Rauchgas- und Schadstoffausbreitungen im Brand- oder Havariefall,
– Offenlegung der vorgesehenen Sicherheitsabstände zu den benachbarten Grundstücken und Gebäuden,
– unabhängige Prüfung der Lärmbelastung durch Transformatoren, Wechselrichter, Kühl- und Lüftungsanlagen im Tag- und insbesondere Nachtbetrieb,
– Prüfung der elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder (EMF) durch Transformatoren, Wechselrichter, Umspanntechnik und Kabeltrassen sowie nachvollziehbare Messungen vor und nach Inbetriebnahme,
– Prüfung der Auswirkungen auf Boden und Grundwasser sowie des Umgangs mit möglicherweise kontaminiertem Löschwasser,
– transparente Information darüber, wie die Interessen und bestehenden Nutzungen der unmittelbar angrenzenden Grundstückseigentümer im Genehmigungsverfahren berücksichtigt wurden,
– sowie eine erneute Prüfung, ob ein Großbatteriespeicher dieser Dimension an diesem Standort mit den Interessen der unmittelbaren Nachbarschaft vereinbar ist.
Wir sind nicht grundsätzlich gegen Batteriespeicher oder die Energiewende. Wir fordern jedoch, dass ein technisches Großprojekt dieser Größenordnung nur dort errichtet und betrieben wird, wo Sicherheit, Umwelt- und Nachbarschutz nachvollziehbar gewährleistet sind.
Sollte dies am Standort Randersweide nicht gewährleistet werden können, fordern wir einen geeigneteren Standort mit ausreichendem Abstand zur bestehenden Bebauung.
Reason
Der geplante Großbatteriespeicher wird in unmittelbarer Nachbarschaft zu bereits bestehenden und genutzten Grundstücken an der Randersweide errichtet.
Als Eigentümer eines unmittelbar benachbarten Grundstücks bin ich von dem Vorhaben persönlich und wirtschaftlich betroffen. Auf den angrenzenden Grundstücken befinden sich bestehende Gebäude, Arbeitsplätze und Aufenthaltsbereiche.
Ein Batteriespeicher dieser Größenordnung ist keine gewöhnliche Nachbarbebauung. Neben den eigentlichen Batteriespeichern gehören Transformatoren, Wechselrichter, Kühlanlagen, elektrische Infrastruktur und umfangreiche Sicherheitstechnik zu einer solchen Anlage.
Für die Nachbarschaft müssen deshalb insbesondere Fragen zu Brandschutz, Thermal Runaway, Rauchgas- und Schadstoffausbreitung, Lärm, elektromagnetischen Feldern (EMF), Sicherheitsabständen, Löschwasser, Boden und Grundwasser nachvollziehbar beantwortet werden.
Hinzu kommt die Sorge vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen für unmittelbar angrenzende Grundstückseigentümer. Die Errichtung einer technischen Großanlage dieser Dimension kann die Nutzbarkeit, Vermarktbarkeit und möglicherweise auch den Verkehrswert benachbarter Immobilien beeinflussen. Das tatsächliche Ausmaß einer möglichen Wertminderung muss unabhängig untersucht werden.
Besonders problematisch ist aus unserer Sicht, dass die Bauarbeiten bereits begonnen haben. Deshalb müssen die offenen Fragen jetzt geklärt werden – und nicht erst, wenn die Anlage vollständig errichtet und eine Korrektur praktisch kaum noch möglich ist.
Die Energiewende und der Ausbau von Stromspeichern sind wichtige gesellschaftliche Aufgaben. Sie dürfen jedoch nicht dazu führen, dass die berechtigten Schutzinteressen unmittelbar betroffener Nachbarn unbeachtet bleiben.
Wir fordern deshalb Transparenz, unabhängige Prüfung und wirksamen Nachbarschutz, bevor weitere unumkehrbare Tatsachen geschaffen werden.
Es geht nicht darum, moderne Energietechnik grundsätzlich zu verhindern. Es geht darum, sicherzustellen, dass eine Anlage dieser Größenordnung am richtigen Standort und mit ausreichendem Abstand zu bestehenden Nutzungen errichtet wird.
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Petition details
Petition started:
15 Sep 2026
Collection ends:
03/14/2027
Region:
Bergedorf
Topic:
Construction
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