Gutachterreform jetzt: Naturwissenschaftliche Messdaten müssen vor Gericht gelten!

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Bundesministerium der Justiz (BMJ) Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Bundesministerium der Justiz (BMJ) Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Zahlreiche Unfallopfer und Patienten verlieren vor deutschen Gerichten ihre Ansprüche, weil medizinische Gutachter physikalisch und mathematisch überprüfbare Befunde ignorieren – und Gerichte dies unter Berufung auf die „freie Beweiswürdigung“ tolerieren. Das bestehende System bietet keinen wirksamen Schutz gegen methodisch fehlerhafte Gutachten. Wir fordern eine grundlegende Reform des Gutachterwesens: Verpflichtende Auswertung metrischer Rohdaten bei bildgebender Diagnostik, eine unabhängige interdisziplinäre Kontrollinstanz und wirksame Sanktionen für Gutachter, die nachweisbare naturwissenschaftliche Fakten in ihren Gutachten missachten.

Der Deutsche Bundestag möge gesetzliche Reformen im medizinischen und sozialrechtlichen Gutachterwesen beschließen, um den systematischen Missbrauch gutachterlicher Monopolstellungen zu beenden.

Wir fordern gesetzlich verankert:

1. Verbindlichkeit naturwissenschaftlicher Messdaten:

Medizinische Gutachten, die auf bildgebender Diagnostik beruhen (Röntgen, CT, MRT), müssen zwingend die physikalischen Rohdaten (DICOM-Originaldaten) auswerten und dokumentieren. Subjektive gutachterliche Einschätzungen dürfen objektiv messbaren und reproduzierbaren Befunden nicht widersprechen, ohne dass dies nachvollziehbar begründet wird.

2. Beweiserleichterung und Beweislastumkehr bei Datenmanipulation:

Wenn der Kläger substantiiert darlegt, dass Primärdaten manipuliert oder unvollständig sind (z. B. nachweisbare geometrische Verzerrung von Röntgenbildern, Löschung von CT-Sequenzen), soll zunächst eine Beweiserleichterung zugunsten des Betroffenen greifen. Bei nachgewiesener vorsätzlicher Manipulation muss die Beweislast vollständig auf den Träger oder Versicherer übergehen.

3. Unabhängige interdisziplinäre Kontrollinstanz:

Einrichtung einer Prüfstelle, besetzt mit Medizinern, Ingenieuren und Physikern, die gerichtliche Gutachten auf Anforderung der Parteien oder des Gerichts auf methodische und naturwissenschaftliche Plausibilität überprüft. Diese Prüfstelle muss weisungsfrei und unabhängig von Versicherungsträgern arbeiten.

4. Wirksame Sanktionen bei methodischem Fehlverhalten:

Gutachter, die objektive Befunde systematisch missachten oder Datenmanipulationen der Gegenseite legitimieren, müssen mit dem Entzug der Gutachterzulassung sanktioniert werden. Darüber hinaus ist die bestehende Haftung nach § 839a BGB (Haftung des gerichtlichen Sachverständigen) um ein berufsrechtliches Sanktionsverfahren bei der zuständigen Ärztekammer zu ergänzen.

Begründung

Im deutschen Sozial- und Zivilrecht hängt die Sachverhaltsaufklärung bei medizinischen Streitfragen maßgeblich von gerichtlich bestellten Gutachtern ab. Gerichte verfügen in der Regel nicht über die naturwissenschaftliche Fachkompetenz, um Gutachten eigenständig auf methodische Fehler zu prüfen. Wenn Gutachter – mitunter in institutioneller Nähe zu Versicherungsträgern – physikalisch nachweisbare Befunde umdeuten oder ignorieren, ist der betroffene Bürger dem faktisch schutzlos ausgeliefert.

Der blinde Fleck: Physik wird ignoriert

Bildgebende Diagnostik (Röntgen, CT, MRT) beruht auf Gesetzen der Physik und Geometrie. Jedes Bild enthält objektiv messbare Zahlenwerte – Dichtewerte im CT (sogenannte Hounsfield-Einheiten), Signalintensitäten im MRT, geometrische Abstände auf Röntgenbildern. Diese Werte sind reproduzierbar und unabhängig überprüfbar. Dennoch tolerieren Gerichte unter dem Deckmantel der „freien Beweiswürdigung“, dass Gutachter diese harten Daten schlicht übergehen.

Konkretes Beispiel 1 – Geometrische Verzerrung:
Zwei Röntgenaufnahmen derselben Wirbelsäule, aufgenommen im Abstand weniger Wochen, zeigen eine messtechnisch nachweisbare vertikale Verzerrung von über 25 %. Da beide Aufnahmen im Stehen angefertigt wurden, scheiden technische Ursachen (wie ein veränderter Aufnahmeabstand) als Erklärung aus – die realistische Schwankung liegt bei 1–3 %. Die Verzerrung liegt nachweislich in den digitalen Originaldaten (DICOM) vor und kann somit nicht durch Darstellungsfehler erklärt werden. Der gerichtlich bestellte Gutachter erwähnte diesen Befund mit keinem Wort.

Konkretes Beispiel 2 – Gelöschte CT-Daten:
Von ursprünglich 912 CT-Bildern eines Schädel-CTs fehlen 629 – also 69 % des Datensatzes. Der Dosisbericht des CT-Geräts dokumentiert die ursprüngliche Bildanzahl; zudem beweist die Existenz von Rekonstruktionen (MPR), dass die Originaldaten vorhanden gewesen sein müssen. Trotzdem erklärte der Gutachter, es gäbe „keine Hinweise“ auf unfallbedingte Veränderungen – auf Basis eines zu 69 % unvollständigen Datensatzes. Ein negativer Befund auf einer lückenhaften Datengrundlage ist wissenschaftlich wertlos.
Die Folgen für Betroffene

  • Verweigerung von Diagnose und Therapie: Opfern wird über Jahre die korrekte medizinische Behandlung vorenthalten. Nachbehandelnde Ärzte werden durch fehlerhafte Gutachten in die Irre geführt.
  • Aushöhlung der Wahrheitsfindung: Vom Kläger wird der Vollbeweis verlangt, während gleichzeitig Beweismittel durch die Gegenseite beschädigt oder durch Gutachter entwertet werden.
  • Institutioneller Zirkelschluss: Ärztekammern verweisen bei Beschwerden auf die richterliche Unabhängigkeit. Gerichte verweisen auf die medizinische Expertise der Gutachter. Ministerien verweisen auf die Selbstverwaltung der Kammern. Betroffene stehen ohne wirksamen Rechtsschutz da.

Fazit
Ein Gutachter, der physikalisch messbare Befunde ignoriert, um Ansprüche eines Geschädigten abzuwehren, verstößt gegen die Grundprinzipien wissenschaftlicher Methodik und gegen seine Pflichten als gerichtlicher Sachverständiger (§ 407a ZPO, § 839a BGB). Der Rechtsstaat darf die Wahrheitsfindung nicht an Sachverständige auslagern, deren Arbeit keiner unabhängigen naturwissenschaftlichen Kontrolle unterliegt.

Unterzeichnen Sie diese Petition, damit Messdaten vor Gericht das Gewicht bekommen, das ihnen wissenschaftlich zusteht – und damit Betroffene nicht länger gegen ein System kämpfen müssen, das Willkür mit Gutachterstempeln legitimiert.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ugur Yilmaz, Kösching
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 25.03.2026
Sammlung endet: 24.09.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Bürgerrechte

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Ich bin selbst Maschinenbauingenieur und Berechnungsingenieur für Finite-Elemente-Analysen (FEA). Es ist mir gelungen, nach jahrelangem Rechtsstreit gegen die BG ETEM vor dem LSG München eklatante Manipulationen in radiologischen Bilddaten (CT, MRT, Röntgen) mathematisch und physikalisch nachzuweisen. I. Röntgen BWS 1. Anisotrop verzerrte Röntgenbilder (vertikal ca. -5 cm und horizontal ca. + 2 cm Differenz) – ein Widerspruch zur radiographischen Physik der Anlage.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Meine Tochter war Unfallopfer und hat so kämpfen müssen

Eine unabhängige Überprüfung ist eine Grundvoraussetzung.

Wie bitte?! Ist das wirklich so, wie es im Petitionstext und der Begründung dargestellt wird??? Wenn ja, muss das sofort und mit aller Konsequenz abgestellt werden.

Solche Manipulationen und Verdrehungen durch "Sachverständige" sind als Verbrechenstatbestand - ähnlich einem Meineid - zu definieren und müssen zudem den Entzug der Anerkennung als Sachverständige*r zur Folge haben, bei Ärzt*innen auch den Entzug der Approbation.

Und die Höhe der Entschädigung muss, falls die beklagte Partei (also z.B. eine Versicherung) die Annahme nicht widerlegen kann, etwas mit der Manipulation zu tun gehabt zu haben, verdreifacht werden (ausgenommen falls die Klage sich gegen eine Privatperson, ein Kleinunternehmen oder eine Non-Profit-Organisation richtet, welche keine Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, ärztliche oder sonstige medizinische Praxen o.ä. betreibt).

ja und das sofort.

Es ist extrem wichtig, hier mitzumachen, weil es am Ende jeden von uns treffen kann. Niemand will nach einem Unfall oder bei Krankheit vor Gericht stehen und erleben, dass klare Beweise einfach ignoriert werden. Deine Unterschrift sorgt dafür, dass Gutachter nicht mehr unantastbar sind und wir alle im Ernstfall eine faire Chance auf Gerechtigkeit haben. Es geht darum, Willkür zu stoppen und den Schutz für uns Bürger endlich wieder sicherzustellen.

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