Keine Kindergartenschließungen mehr durch die ÖVP! Nachdem in Graz bereits Kindergärten mit Gesundheitsschwerpunkt geschlossen wurden, soll auch der Kindergarten Max-Mell-Allee mit dem Betreuungsjahr 2015/16 geschlossen werden. Es handelt sich um einen eingruppigen halbtags geführten Kindergarten. An seine Stelle wird Wohnbau treten.Der Kindergarten ist aufgrund seiner Struktur und Lage (in der Nachbarschaft zum Seniorenwohnheim) ein einzigartiges Begegnungszentrum, auf das die Stadt nicht verzichten kann.

Angesichts der aktuellen Bautätigkeit in der unmittelbaren Umgebung fordern wir:

Herr Stadtrat, bauen Sie „drumherum“: implementieren Sie die geplanten Sozialwohnungen in die entstehenden Neubauten, erhalten Sie den Kindergarten mit der Grünfläche und dem alten Baumbestand, sichern Sie einen Ort der Begegnung der Generationen, gewährleisten Sie Bildung und Integration durch den Erhalt einer einzigartigen Bildungsstätte!

Begründung

Der Kindergarten Max-Mell-Allee ist ein Beispiel dafür, wie Kinder den Einstieg in ihre Bildungslaufbahn erfahren sollten.

Zum einen gewährleistet dies das pädagogische Konzept und die jahrelange Aufbauarbeit der Pädagoginnen. Dieser Kindergarten ist der erste zertifizierte Kneipp-Kindergarten Österreichs. Verantwortung als Schlüsselbegriff wird kindgerecht und altersgemäß vermittelt. Für die Gesundheit des eigenen Körpers im engeren und der Gesellschaft und Umwelt im weiteren Sinn. Nachhaltigkeit, Bewusstsein um Ressourcen, Toleranz (in unserer Gesellschaft zentrale Kompetenzen) können in einer sicheren, den Kindern vertrauten Umgebung erfahren und erworben werden. Durch die überschaubare Gruppengröße wird jedes Kind in seiner Persönlichkeit wahrgenommen und wertgeschätzt. Die positiven Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder sind durch Studien der Med. Uni Graz empirisch erwiesen (z.B. Strauss 2012, Gesundheit in Grazer Kindergärten).

Zum anderen ist dieser Kindergarten für die involvierten Familien und damit den Bezirk mehr als bloß ein Kindergarten. Die Überschaubarkeit der Struktur und wiederum die herausragende Arbeit der Pädagoginnen ermutigt die Familien in einzigartiger Weise, sich einzubringen und zum Kindergartenalltag beizutragen. Der Kindergarten Max-Mell-Allee wurde auf diese Weise zu einem Ort der Begegnung - angesichts der fortschreitenden Isolation der modernen Gesellschaften ein zentrales Desideratum - der die Eltern in ihrem Elternsein stärkt und den Kindern erste Schritte in unsere Gesellschaft und in unser Bildungssystem ermöglicht. Die Nachbarschaft zum Seniorenwohnheim führte über die Jahre zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zum Nutzen von Jung und Alt - ein weiterer unschätzbarer Mehrwert.

Für die Familien von Max-Mell ist die Schließung ein unschätzbarer Verlust, für die Menschen im Bezirk ein weiterer Verlust an Lebensraum, Grünfläche, Begegnungsstätten.  Die effektiven Faktoren sind in hoher Weise an die Struktur und Lage des Kindergartens gebunden. Das angedachte Aufpfropfen des Konzepts auf eine (Groß-)Institution kann daher als Lösung nicht in Betracht gezogen werden.

Der Kindergarten Max-Mell-Allee muss erhalten werden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Agnes Grond aus Graz
Frage an den Initiator

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
  • Frau Kahr betont, dass es der ÖVP in erster Linie um den Grundstücksverkauf ging.


    Pädagogische Überlegungen hinsichtlich der Grazer Kindergartenlandschaft gab es also bei der Schließungsentscheidung nicht. Diese wurden in unzufriedenstellender Weise von den Verantwortlichen der ÖVP nachgereicht.
    Wie bereits in dem Elterngespräch vom 2.2.2015 angeklungen ist: derartige Post-hoc Argumentation ist UNREDLICH.

    Zusammenfassung: Budgetsanierung auf Kosten der Kleinsten. Das ist keine Austeritätspolitik, sondern unermessliche Verschuldung!

  • Anfrage der Grünen an die Kommunisten nach der Möglichkeit, den Kindergarten innerhalb des entstehenden Gemeindebaus zu erhalten.
    Antwort: unklar. Grünfläche sei zu klein. (Anmerkung: es ist aber möglich, in derartige Berechnungen angrenzende Grünflächen in öffentlicher Hand miteinzubeziehen) Frau Kahr versichert aber, die Möglichkeiten zu prüfen.
    Bürgermeister Nagl erklärt, dass das Land Steiermark eine derartige Doppelnutzung abgelehnt hätte. Außerdem sei der Bezirk eh überversorgt mit soundsoviel Prozent.
    Hierzu ist zu sagen, dass
    A) es hier nicht um Versorgungszahlen geht, sondern um Betreuungsqualität.
    B) es unzulässig ist, zur Sanierung des Stadtbudgets einzigartige Bildungsstätten zu opfern.

  • Klares Ergebnis: das pädagogische Konzept wird NICHT in benachbarte Kindergärten implementiert. Zufriedenstellende Lösung für die Geschwisterkinder gibt es keine.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.