Region: Bavaria
Education

Herstellung des Sicherheitsabstandes von 1,5m in den Klassenräumen zu Pandemiezeiten

Petition is directed to
Kultusministerium Bayern
26 Supporters 21 in Bavaria
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  1. Launched 04/09/2020
  2. Time remaining 6 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Zur Sicherung der GESUNDHEIT unserer KINDER, Lehrer, Eltern und allen anderen: Die Wiederherstellung des Sicherheitsabstandes von 1,5m in den Klassenräumen zu Pandemiezeiten ist dringend notwendig. Eine befriedigende Sicherung der Bildung und Betreuung von Kindern ist durch gute Zusammenarbeit, Flexibilität und ausreichende finanzielle Unterstützung durch das Finanzministerium möglich. Die Stabilisierung der Deutschen Wirtschaft wird sichergestellt.

Möglichkeiten, den Sicherheitsabstand herzustellen und trotzdem eine ausreichende Förderung aller Kinder zu erreichen, sind:

1.Räume schaffen und vorhandene Räumlichkeiten nutzen:

  • Wegen Corona stehen viele Räume leer, die man gezielt benutzen kann, z. B. in den Volkshochschulen. Dort gibt es Klassenräume, Computerräume und Sporträume, die man nutzen kann. In Firmen, Hotels, usw. stehen viele Konferenzräume leer. Wenn Studenten online beschult werden, sind außerdem auch an den Universitäten Räume verfügbar.
  • Durch einen Aufruf vor Ort (über die Medien usw.) kann man nach Räumen, die (vielleicht gerade wegen Corona) für Schüler frei sind, suchen.
  • Es besteht die Möglichkeit, dass man Container als temporäre Klassenräume aufstellt.
  • Man kann in den unteren Jahrgangsstufen nur die Hauptfächer unterrichten und die Nebenfächer erst nach der Pandemie wieder in den Vordergrund rücken. Den Stoff der Nebenfächer kann man den Schülern auf freiwilliger Basis selbst erarbeiten lassen. Bücher, Online-Material sowie kleine Selbsttests und Rätsel zur Motivation können den Schülern durch Zusammenarbeit der jeweiligen Lehrkräfte zur Verfügung gestellt werden. Dadurch können die Schüler bereits nach ca. 3-4 Stunden pro Tag das Schulgebäude wieder verlassen. Danach ist Zeit, um die Räume intensiv zu lüften und die Tische zu desinfizieren. Nach 1-2 Stunden stehen sie für die nächste Schulklasse zur Verfügung.
  • Man kann bei älteren Schülern pro Woche nur die Hälfte der Schüler kommen lassen und den jeweiligen Unterricht für die daheimgebliebenen Schüler filmen und diesen schicken. Auf diese Weise machen sie bereits Erfahrungen mit selbstständigem Lernen, die ihnen in Studium oder Ausbildung zugute kommen.
  • Schüler, die eine längere Betreuung benötigen, können den Klassen, in denen noch ausreichend Raum zur Verfügung steht, hinzugefügt werden.
  • Man kann die Eltern und Schüler selbst entscheiden lassen, ob sie 1. Immer zur Schule gehen wollen, 2. Nur alle 2 Wochen zur Schule gehen wollen, wie bisher, oder 3. Unter bestimmten Voraussetzungen nur Homeschooling machen wollen. Dadurch werden Räume für die in der Schule anwesenden Schüler geschaffen.

2. Mehr Lehrkräfte einstellen bzw. Nebenfachlehrer in der Unterstufe für Hauptfächer nutzen

  • Die Nebenfachlehrer werden für Unterricht in den Hauptfächern in der Unterstufe zur Verfügung. Das Lieblingsfach wird sicher jeder Nebenfachlehrer bei entsprechender Unterstützung durch die Fachlehrer (Schulaufgaben, Exen, Ordner mit Unterrichtsmaterial, praktische Tipps) unterrichten können.
  • Studenten und noch nicht arbeitende Lehrkräfte sollen durch gute Bezahlung und Beratung ermutigt werden, zu unterrichten.
  • Für die anwesenden Lehrer kann man Zeit durch mehr Parallelklassen und Reduzierung von schriftlichen Tests und der Mindestnotenanzahl schaffen. Dadurch würde auch der hohe Notendruck wegfallen. Gerade in der Unterstufe ist dieser im Moment viel zu hoch, er schürt bei vielen Schülern Ängste und Leistungsdruck, was nicht lernfördernd wirkt.

3. Größerer Handlungsspielraum für die einzelnen Schulen, Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern:

Die einzelnen Schulen sollen selbst einen größeren Handlungsspielraum bekommen, so dass jede Schule eine für sich günstige Lösung finden kann. Finanzielle Mittel sollen in ausreichendem Umfang zur Verfügung gestellt werden. Die Eltern können nach Möglichkeit Geld spenden oder tatkräftig mitwirken. Auch die Schüler selbst haben oft sehr gute Ideen und freuen sich, wenn sie bei bestimmten Dingen mithelfen können. Ältere Schüler könnten zum Beispiel in Gruppen gegen Bezahlung jüngere Schüler beaufsichtigen oder diesen beim Lernen helfen.

Für die Umsetzung obiger Punkte müssen vom Finanzministerium dringend die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden!

Reason

Durch die vom Kultusministerium geplante Aufhebung des Mindestabstands von 1,50m im Klassenzimmer steigt die Gefahr der Kinder, sich mit Corona zu infizieren, stark an. So zeigen die bisherigen Erfahrungen mit der rasanten Ausbreitung von COVID-19 bei der beengten Unterbringung von Asylbewerbern, Arbeitern in Gemüseplantagen bei Landau und Fleischfabriken in Nordrheinwestfalen, dass sich dabei sehr viele Leute anstecken. Muss man dieses Experiment jetzt bei Schülern, deren Eltern, Großeltern, Freunden und Lehrern wiederholen? Wer soll dann noch unterrichten, wenn die Lehrer ausfallen?

Zunächst gibt es allgemein einen großen Anteil von jungen Personen, die keine Symptome zeigen. Nach einer Studie (vgl. u. a. www.aerzteblatt.de/nachrichten/115435/SARS-CoV-2-Asymptomatische-(juengere)-Menschen-verbreiten-Viren-laenger-als-angenommen) liegt der Prozentsatz bei ca. 30% . Sie besagt außerdem, dass bei einigen erst nach frühestens 13 – 20 Tagen Krankheitsanzeichen auftreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Virus bei zu geringem Sicherheitsabstand in der Klasse rasant verbreitet, ist also besonders groß. Vielleicht wird es oft sogar erst bemerkt, wenn die Kinder wieder ältere Kontaktpersonen wie Eltern und Lehrer angesteckt haben. In der Zwischenzeit können sich die ganze Klasse und über die Lehrer auch noch weitere Schüler aus anderen Klassen infiziert haben.

Außerdem kann Corona auch bei mild Erkrankten längerfristige, vielleicht sogar lebenslange Spätschäden an vielen anderen Organen hervorrufen, vor allem an Lunge, Herz und Nieren. Auch das Nervensystem und das Gehirn sind stark gefährdet. Unter anderem kann Corona Psychosen, Gehirnentzündungen und Schlaganfälle verursachen (siehe u. a. bei www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/mediziner-sind-wegen-moeglicher-corona-spaetfolgen-alarmiert/). Solchen Risiken dürfen gerade Heranwachsende, die noch ein ganzes Leben vor sich haben, nicht leichtfertig ausgesetzt werden! Jeder kranke junge Mensch ist eine hohe Belastung für unser Gesundheitssystem und in der Wirtschaft nur noch begrenzt einsetzbar. Ganz zu schweigen von den seelischen Belastungen für das soziale Umfeld des Erkrankten. Zudem wird das Virus über die Kinder, deren Eltern und Lehrer auch an die restlichen Erwachsenen weitergegeben, diese können dann sehr lange oder für immer für die Wirtschaft ausfallen.

In der Oberstufe eines Gymnasiums kommen die Jugendlichen pro Woche mit ca. 100 Personen in Kontakt. Bei einer Aufhebung des Sicherheitsabstands sind sie mindestens genauso gefährdet wie die Lehrkräfte, werden aber im Gegensatz zu diesen nicht regelmäßig getestet.

Die Lehrer selbst kommen an Realschulen und Gymnasien pro Woche mit ca. 100 bis 300 Schülern zusammen. Bei der geplanten höheren Schülerdichte (doppelt so hoch wie bisher) erhöht sich das Risiko für Lehrer immens, sich mit Corona anzustecken und für einen langen Zeitraum für die Schüler auszufallen. Da ca. 10% der Infizierten schwerer erkranken, wird dieser Prozentsatz bei den Lehrern dann sehr lang oder für immer ausfallen. Damit wird längerfristig eine kontinuierliche Beschulung der Kinder stark gefährdet.

Da sich gerade bei einem Corona-Fall meistens die ganze Familie infiziert, wenn ein Familienmitglied krank ist, werden kinderreiche Familien und Lehrerfamilien mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Schuljahres an Corona erkranken, wenn der Sicherheitsabstand aufgehoben wird. Angesteckte Eltern fallen leider für die Wirtschaft für mindestens 3 Wochen aus, zudem sind sie eine Infektionsgefahr für andere Mitarbeiter.

Die Akzeptanz zur Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5m bei den Schülern und der ganzen Gesellschaft wird mit der Aufhebung des Sicherheitsabstandes in den Schulen rapide abnehmen.

Eine Maskenpflicht im Unterricht ist meiner Meinung nach keine sinnvolle Lösung. Das tägliche, stundenlange Tragen einer Maske kann die körperliche und psychische Gesundheit der Heranwachsenden auf Dauer schädigen. Ich selbst habe an mir nach stundenlangem Tragen der Maske beim Einkaufen Schwindel, Konzentrationsverlust und Erschöpfung beobachtet. Um hygienisch saubere Masken ohne Bakterien für alle Schüler zu gewährleisten, müssten nach ca. jeweils 3 Stunden neue Einwegmasken von der Schule gestellt werden. Dass Masken im Unterricht keine Lösung sind aus der Perspektive von Bayerischen Bürgerinnen und Bürgern, zeigte auch die Petition "Sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht für Kinder in Bayern" mit über 27.000 Unterschriften.

Thank you for your support, Patricia Lang from Regensburg
Question to the initiator

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Not yet a PRO argument.

Bei den Quellen berufen Sie sich auf völlig veraltete und längst überholte Zahlen vom März. Nicht 30%, sondern weit über 80-90% der Infektionen verlaufen bei Kindern ohne Symptome, also ohne Erkrankung. Man kann sagen, sie sind größtenteils immun. Es ist bis heute umstritten, in wie weit symptomlos infizierte, also lediglich positiv getestete Personen überhaupt jemanden anstecken können, man ist sich aber einig, dass bei diesen Personen das Ansteckungsrisiko sehr gering, ggf. sogar vernachlässigbar ist.

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