Ist es noch zeitgemäß Primaten in einem städtischen Tierpark zu halten? Wir sagen NEIN!

Wir fordern den schnellstmöglichen Stopp der Haltung von Rhesusaffen im Tierpark Recklinghausen und die Umsiedlung in eine artgerechte Unterkunft! Das triste Dasein der Makaken in ihrem kleinen, grauen Käfig wird, wenn überhaupt, lediglich der Untergrenze der Mindestanforderungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft* gerecht. Im Stadtrat wurde bereits ein Antrag zu diesem Thema vorgelegt. Dieser wird dort im nächsten Jahr behandelt werden. Unterschreibt und teilt die Petition, denn je mehr Stimmen wir JETZT sammeln, umso mehr können wir erreichen und den Antrag unterstützen.

Begründung

Kurzinfo: Rhesusaffen gehören zu den Makaken und sind eine Gattung der Familie Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Nach Mensch und Schimpanse, sind Rhesusaffen die dritte vollständig sequenzierte Primatenart. Eine 93,5-prozentige Übereinstimmung der Rhesusaffen-DNA mit der des Menschen ist bereits nachgewiesen.

Bei einem Besuch der Recklinghäuser Seite zum Thema Tierpark sind keine Fotos zu den Rhesusaffen zu finden (www.recklinghausen.de/inhalte/startseite/Freizeit_Tourismus/Tierpark/index.asp). Ebenso wenig auf der Seite des Fördervereins Tierpark, wohingegen auf der Website sonst alle Tiere zu sehen sind. Möchte man Informationen zu den Primaten erhalten, erscheint jedoch: „Die Seite befinde sich noch im Aufbau…“. Es kann nur spekuliert werden, ob dies mit der eher jämmerlichen Unterkunft der Rhesusaffen zusammen hängt. (www.foerderverein-tierpark.de/)

Nichts desto trotz: Die Erreichbarkeit, die Nähe zu Natur und Tier und nicht zuletzt der kostenlose Zutritt machen den städtischen Tierpark zu einer wichtigen Institution für Menschen aller Einkommensklassen. Jedoch sollte auf lange Sicht zeitgemäß sowie nachhaltig gedacht werden. Die Haltung verschiedener einheimischer Tiere sollte demnach gestärkt und weiter verbessert werden, statt an der Haltung von Exoten oder bspw. Greifvögeln, deren Haltung mehr Aufwand bzw. Platz benötigt und nicht artgerecht gestaltet werden kann, festzuhalten.


*Auszug aus dem „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Raumbedarf: Außengehege: Mindestens 100 m3 bzw. 33 m2 und 3 m Höhe für eine sozial intakte Gruppe von bis zu 5 erwachsenen Tieren. Für jedes weitere Tier 18 m3 bzw. 6 m2 mehr. […] Für weniger kälteempfindliche („kältetolerante“) Arten (z. B. Rhesusaffen, Schweinsaffen und Bärenmakaken) reicht ein Innengehege von 75 m3 bzw. 25 m2 und 3 m Höhe für eine sozial intakte Gruppe von bis zu 5 erwachsenen Tieren. Für jedes weitere Tier 12 m3 bzw. 4 m2 mehr.

Gehegeeinrichtung: Alle Makaken sind mehr oder weniger baumbewohnend. Sie brauchen Bäume zum Klettern, Äsen und vor allem für ihre Schlafplätze. In den Gehegen sind ferner Sichtblenden, Nischen und andere Rückzugsmöglichkeiten erforderlich. Für heranwachsende Gruppenmitglieder werden Gehegebereiche benötigt, die für Spielverhalten genutzt werden können (z. B. bewegliche Strukturen wie Seile zum Schaukeln). […] Es müssen Ruheplätze vorhanden sein, die mehreren Tieren Platz zum gemeinsamen Ruhen und zur Fellpflege bieten und das Beobachten der Umgebung ermöglichen.

Lebensraumbereicherung: Die Tiere müssen in gut strukturierten Gehegen gehalten werden. Als Beschäftigungsmöglichkeiten sind Zweige, Stroh, Pappkartons, Holzstücke, bewegliche Strukturen wie Seile, Ketten und zusätzlich verstecktes Futter oder Streufutter (in Einstreu) sowie Beschäftigungsfutter (belaubte Äste) anzubieten. Zur Lebensraumbereicherung müssen außerdem Einrichtungen (z. B. Badebecken, Schaukeln) angeboten werden, die heranwachsende Gruppenmitglieder zum Spielverhalten anregen (z. B. zum Balgespiel), was meist auch die Älteren anregt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Christina Heimsoth aus Hamburg
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  • Hallo Liebe UnterstützerInnen. Am Samstag findet das Tierpark-Fest statt. Dort werden Flyer verteilt, um das Problem wieder öffentlich zu machen, denn es wird langsam aber sicher seitens einiger PolitikerInnen unter den Teppich gekehrt.
    So können wir analog vor Ort sicher noch Stimmen dazu bekommen. Es werden Zettel ausliegen, damit BesucherInnen unterschreiben können.

    Also gebt das gern weiter, sammelt stimmen und den Rest entnehmt ihr dem Zettel!
    Als Poster in der Umgebung würden diese bestimmt auch funktionieren... ;)

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    am 01. Februar endete unsere Unterschriftensammlung, mit der wir uns für ein besseres Leben für die Rhesusaffen aus Recklinghausen einsetzen. Die Tiere leben dort seit Jahren in einem tristen und kleinen Gitterkäfig. Der Zeitpunkt unserer Sammlung war nicht zufällig gewählt. Wir wollten mit unseren Unterschriften einen Antrag an den Rat der Stadt Recklinghausen unterstützen. In diesem Antrag wird gefordert, dass die Affenhaltung im Tierpark beendet wird und die Tiere an eine spezialisierte Auffangstation abgegeben werden sollen.
    Nun gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht!
    Die gute lautet: Wir haben für dieses Anliegen über 800 Unterschriften sammeln können. Die meisten davon kommen direkt aus Recklinghausen oder dem Vest. Durch unsere Aktion haben wir es außerdem geschafft, das Thema mehrmals in die Berichterstattung der Recklinghäuser Zeitung zu bringen. Doch nun die schlechte Nachricht: Seitdem ist nicht mehr viel passiert. Die städtischen Ausschüsse, die sich mit dem Antrag zu den Rhesusaffen befassen sollen, haben alle schon mindestens einmal getagt - der Antrag wurde bisher nicht behandelt. Auch in der Presse liest man nichts mehr dazu. Es scheint fast so, als sollte erst einmal etwas Zeit ins Land gehen, bevor die Stadt das Thema wieder aufgreift.
    Dass die Stadtverwaltung dem Antrag ablehnend gegenüber steht, ist ein offenes Geheimnis. Soll nun also Zeit geschunden werden? In der Hoffnung, dass wir das Thema vergessen und das Anliegen irgendwann in aller Ruhe vom Tisch gewischt werden kann?
    Damit die Verantwortlichen wissen, dass das nicht passieren wird, müssen wir uns bewegen. Dazu reicht es schon, dass wir uns als Bürgerinnen und Bürger an die Stadt Recklinghausen und den Bürgermeister Herrn Tesche wenden und einfach einmal nachfragen, ob es neue Erkenntnisse gibt und wann das Thema öffentlich behandelt wird! Eine Kontaktmöglichkeit gibt es zum Beispiel über die Homepage der Stadt. www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Rathaus_Politik/Buergermeister/index.asp

    Auch ein Leserbrief an die Recklinghäuser Zeitung kann dazu beitragen, zu zeigen: Wir sind noch da und wir tragen unsere Forderung nach einem besseren Leben für die Rhesusaffen und einem artgerechten Tierpark in Recklinghausen weiter mit Nachdruck vor!
    www.recklinghaeuser-zeitung.de/verlagsservice/kontakt/redakteure/rz/

    Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung. Lasst uns weiter machen

Pro

Für eine wesensgemäße Tierhaltung, übertragbar auf alle Bereiche der Tier/Nutztierhaltung!

Contra

Noch kein CONTRA Argument.