• Von: Christina Heimsoth mehr
  • An: Stadtrat Recklinghausen
  • Region: NRW, Recklinghausen
    Kategorie: Tierschutz mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 836 Unterstützer
     Sammelziel erreicht

Hilf, den Rhesusaffen aus dem Tierpark Recklinghausen, ein artgerechtes Leben zu ermöglichen!

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Ist es noch zeitgemäß Primaten in einem städtischen Tierpark zu halten? Wir sagen NEIN!

Wir fordern den schnellstmöglichen Stopp der Haltung von Rhesusaffen im Tierpark Recklinghausen und die Umsiedlung in eine artgerechte Unterkunft! Das triste Dasein der Makaken in ihrem kleinen, grauen Käfig wird, wenn überhaupt, lediglich der Untergrenze der Mindestanforderungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft* gerecht.
Im Stadtrat wurde bereits ein Antrag zu diesem Thema vorgelegt. Dieser wird dort im nächsten Jahr behandelt werden. Unterschreibt und teilt die Petition, denn je mehr Stimmen wir JETZT sammeln, umso mehr können wir erreichen und den Antrag unterstützen.

Begründung:

Kurzinfo: Rhesusaffen gehören zu den Makaken und sind eine Gattung der Familie Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Nach Mensch und Schimpanse, sind Rhesusaffen die dritte vollständig sequenzierte Primatenart. Eine 93,5-prozentige Übereinstimmung der Rhesusaffen-DNA mit der des Menschen ist bereits nachgewiesen.

Bei einem Besuch der Recklinghäuser Seite zum Thema Tierpark sind keine Fotos zu den Rhesusaffen zu finden (www.recklinghausen.de/inhalte/startseite/Freizeit_Tourismus/Tierpark/index.asp). Ebenso wenig auf der Seite des Fördervereins Tierpark, wohingegen auf der Website sonst alle Tiere zu sehen sind. Möchte man Informationen zu den Primaten erhalten, erscheint jedoch: „Die Seite befinde sich noch im Aufbau…“. Es kann nur spekuliert werden, ob dies mit der eher jämmerlichen Unterkunft der Rhesusaffen zusammen hängt. (www.foerderverein-tierpark.de/)

Nichts desto trotz: Die Erreichbarkeit, die Nähe zu Natur und Tier und nicht zuletzt der kostenlose Zutritt machen den städtischen Tierpark zu einer wichtigen Institution für Menschen aller Einkommensklassen. Jedoch sollte auf lange Sicht zeitgemäß sowie nachhaltig gedacht werden. Die Haltung verschiedener einheimischer Tiere sollte demnach gestärkt und weiter verbessert werden, statt an der Haltung von Exoten oder bspw. Greifvögeln, deren Haltung mehr Aufwand bzw. Platz benötigt und nicht artgerecht gestaltet werden kann, festzuhalten.

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*Auszug aus dem „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Raumbedarf:
Außengehege: Mindestens 100 m3 bzw. 33 m2 und 3 m Höhe für eine sozial intakte Gruppe von bis zu 5 erwachsenen Tieren. Für jedes weitere Tier 18 m3 bzw. 6 m2 mehr. […]
Für weniger kälteempfindliche („kältetolerante“) Arten (z. B. Rhesusaffen, Schweinsaffen und Bärenmakaken) reicht ein Innengehege von 75 m3 bzw. 25 m2 und 3 m Höhe für eine sozial intakte Gruppe von bis zu 5 erwachsenen Tieren. Für jedes weitere Tier
12 m3 bzw. 4 m2 mehr.

Gehegeeinrichtung:
Alle Makaken sind mehr oder weniger baumbewohnend. Sie brauchen Bäume zum Klettern, Äsen und vor allem für ihre Schlafplätze. In den Gehegen sind ferner Sichtblenden, Nischen und andere Rückzugsmöglichkeiten erforderlich. Für heranwachsende
Gruppenmitglieder werden Gehegebereiche benötigt, die für Spielverhalten genutzt werden können (z. B. bewegliche Strukturen wie Seile zum Schaukeln). […]
Es müssen Ruheplätze vorhanden sein, die mehreren Tieren Platz zum gemeinsamen Ruhen und zur Fellpflege bieten und das Beobachten der Umgebung ermöglichen.

Lebensraumbereicherung:
Die Tiere müssen in gut strukturierten Gehegen gehalten werden. Als Beschäftigungsmöglichkeiten sind Zweige, Stroh, Pappkartons, Holzstücke, bewegliche Strukturen wie Seile, Ketten und zusätzlich verstecktes Futter oder Streufutter (in Einstreu) sowie Beschäftigungsfutter (belaubte Äste) anzubieten. Zur Lebensraumbereicherung müssen außerdem Einrichtungen (z. B. Badebecken, Schaukeln) angeboten werden, die heranwachsende Gruppenmitglieder zum Spielverhalten anregen (z. B. zum Balgespiel), was meist auch die Älteren anregt.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hamburg, 02.12.2015 (aktiv bis 01.02.2016)


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PRO: Für eine wesensgemäße Tierhaltung, übertragbar auf alle Bereiche der Tier/Nutztierhaltung!

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