In seinem Heimatland Afghanistan hat Shakib Pouya als Krankenpfleger für ein europäisches Hilfsprojekt gearbeitet. Aus diesem Grund wurden er und seine Familie zu Opfern von Verfolgung und Bedrohung durch extremistische Gruppierungen. Als Ausweg blieb Shakib Pouya schließlich nur noch die Flucht nach Europa. Seit mittlerweile zwei Jahren lebt er in Augsburg. Als abgelehnter Asylbewerber ist er der ständigen Gefahr der Abschiebung nach Afghanistan ausgesetzt. Trotz aller Umstände und den durch die Gesetzgebung erschwerten Bedingungen, hat er den kleinen verbleibenden Spielraum genutzt, sich integriert und einen Platz in unserer Gemeinschaft gefunden, der ihn für uns alle wichtig und unersetzlich macht.

Wir fordern, dass Shakib Pouya Asyl in Deutschland gewährt wird.

Begründung

Wir möchten Ihnen unseren Freund Shakib Pouya vorstellen, der vor drei Jahren sein Heimatland Afghanistan als Flüchtling verlassen musste und seit Mai 2011 als abgelehnter Asylsuchender unter Duldung in Augsburg lebt - ohne Arbeitserlaubnis und "residenzpflichtig".

Er arbeitete für die französische Hilfsorganisation „Humaniterra“, die in Herat eine Klinik für Verbrennungsopfer betreibt. Shakib Pouya musste fliehen, weil er sich nicht an den allgegenwärtigen Lügen über das Phänomen der Selbstverbrennungen afghanischer Frauen beteiligen wollte. Die Familie einer der betroffenen Frauen bedrohte ihn mit dem Tod und ließ einen Mordanschlag auf Pouyas Familie verüben, dem sein Vater zum Opfer fiel. Pouya gelang die Flucht nach Europa. Seine Familie floh später nach Pakistan. Wie sehr viele Flüchtlinge hat Pouya durch Erlebnisse in seinem Heimatland und während der Flucht traumatisierende Situationen und Zustände durchlebt, die seinen körperlichen und psychischen Gesundheitszustand bis heute prägen. Die ständige Bedrohung einer Abschiebung zehrt zusätzlich an seinen Kräften. Nicht nur aus humanitären, sondern auch aus zutiefst ethischen und moralischen Gründen sind wir davon überzeugt, dass Shakib Pouya in Deutschland Asyl zu gewähren ist.

Shakib Pouya unterstützt durch seine sprachliche Kompetenz die Integration weiterer Menschen mit Migrationshintergrund. Er begleitet andere Flüchtlinge als Übersetzer bei Arztbesuchen und Alltagsaufgaben, die ohne Dolmetscher kaum zu bewältigen wären. Außerdem singt Pouya in der bekannten Band „Blinde Passagiere“ (früher: „Musaik“) und bereichert durch sein musikalisches Talent das kulturelle Leben der Stadt Augsburg. Nicht zuletzt ist Pouya durch sein täglich eingebrachtes Engagement im Grandhotel Cosmopolis und seine Persönlichkeit für uns zu einem engen, geschätzten und geliebten Freund geworden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

"Auch um diese kleine aber bedeutsame humanitäre Geste: Deutschland sollte denjenigen Afghanen Asyl gewähren, die als Helfer in Afghanistan für die Bundesrepublik gearbeitet haben und jetzt von den Taliban mit dem Tod bedroht werden..." (DIE ZEIT 27.6.2013). Asyl für Pouya!

Contra

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