Region: Germany
Culture

Hilfen für Freiberufler und Künstler während des "#Corona-Shutdowns"

Petition is directed to
Bundesfinanzminister Olaf Scholz
279.431 Supporters
93% achieved 300.000 for collection target
  1. Launched 11/03/2020
  2. Collection yet 3 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
I agree to the storage and processing of my personal data. The petitioner can see name and place and forward this information to the recipient. I can withdraw my consent at any time.

Das Corona-Virus grassiert und damit gehen zahlreiche Maßnahmen einher. Unabhängig davon, ob diese gerechtfertigt sind oder nicht, haben sie unmittelbare Auswirkungen, nicht nur auf betroffene Firmen, Unternehmen, Gesellschaften u.ä., sondern - im Fall von Absagen von Veranstaltungen wie Konzerten, Messen, Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern u.a. - auch auf etliche Freiberufler, die von den Einnahmen aus solchen Veranstaltungen ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Aufgrund dieser Freiberuflichkeit leben viele dieser Künstlerinnen und Künstler (Sänger, Instrumentalistinnen, Veranstaltungs- und Bühnentechniker, Fotografinnen, Filmkünstler, freie Autorinnen und Autoren und Journalisten etc., aber letztlich jeder freiberuflich Tätige, von der Tagesbetreuung und der Jugendarbeit bis hin zu vielen MitarbeiterInnen in Museen und Gedenkstätten, ja selbst VeranstalterInnen von Events, Konzerten, Festivals etc. sind oft Freiberufler; siehe Schlussbemerkung) ohnehin am Rand des Existenzminimums [1], aber durch die derzeitige massenhafte Absage von Veranstaltungen drohen sie über diesen Rand gestoßen zu werden.

Dabei greifen auch nicht die gesetzlichen Regelungen für den Verdienstausfall [2]. Diese treffen nur zu, wenn man selbst in Quarantäne muss. Wie bei allen anderen Menschen laufen aber Rechnungen und Verbindlichkeiten uneingeschränkt weiter, muss Miete, Strom, Lebensunterhalt und vieles mehr gezahlt werden, hängen oftmals auch ganze Familien an diesem nun wegfallenden Einkommen.

Ich fordere daher von der Bundes- und den Landesregierungen, sich bei den angedachten Finanzhilfen und Unterstützungen nicht nur auf Unternehmen und Firmen sowie deren Angestellte, also v.a. abhängig Beschäftigte zu konzentrieren, sondern vor allem auch die mitunter wesentlich prekärere Lage der o.g. Freiberufler/Kunstschaffenden zu berücksichtigen:

Olaf Scholz, wir brauchen sofortige Finanzhilfen für Freiberufler und Menschen aus der Kreativszene, z.B. in Form von

  1. Unbürokratischen Überbrückungsgeldern z.B. in Form eines temporären (bedingungslosen) Grundeinkommens

  2. Hilfsfonds zum schnellen Ausgleich real entfallender Einnahmen, bspw. angebunden an die Künstlersozialkasse (jedoch ausdrücklich NICHT beschränkt auf deren Mitglieder, da alle FreiberuflerInnen gleichermaßen betroffen sind)

  3. einer Art Kurzarbeitergeld plus, bei dem die Nettoeinnahmen aus dem letzten vorliegenden Steuerbescheid einer monatlichen Unterstützungszahlung durch die Finanzämter zugrunde gelegt werden

Finanzkredite oder Darlehen, selbst ohne Kopplung an Bonität & aufwendige Bewerbungsverfahren, helfen uns NICHT weiter, da viele von uns sich bereits JETZT in einer Schuldenspirale befinden. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen sind nicht in der Lage, ohne weiteres einen oder zwei Monate ohne Einnahmen zu überbrücken, wie dies in der gegenwärtigen Lage jedoch vonnöten sein könnte.

Die Gesellschaft mag für einige Zeit auf kulturelles Leben verzichten können, aber tut sie es zu lang, könnte am Ende niemand mehr da sein, der es wieder aufleben lassen könnte. Deshalb: Vergesst die Kunstszene und Freiberufler nicht!

Reason

Richard von Weizsäcker: „Kultur kostet Geld. Sie kostet vor allem deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. (…)

Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushaltes zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. (...)

Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder nach Belieben streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.“

Derzeit ist die Überlebensfähigkeit derjenigen in akuter Gefahr, die diesen "geistigen Boden" für die "innere Überlebensfähigkeit" tagtäglich beackern und bereiten! Die Existenzen unzähliger KünstlerInnen und Freiberufler stehen vor dem Aus, wenn nicht seitens der Politik möglichst schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Sichern Sie mit Ihrer Unterschrift das Überleben der Kulturnation Deutschland! Tausende KünstlerInnen und andere Freiberufler (und Konzertbesucher, Ausstellungsbesucherinnen, Musikliebhaber etc.) werden es Ihnen danken!

Quellen:

Schlußbemerkung:

Diese Petition wurde von einem freiberuflichen Sänger gestartet, sie hat daher zu Beginn den Fokus auf KünstlerInnen aller Art, aber doch vor allem aus dem Bereich der Musik gelegt. Natürlich ist die Lage für fast alle Freiberufler prekär, ich bitte jedoch um Verständnis, daß ich sicherlich nicht erschöpfend alle betreffenden Berufsgruppen oder -bezeichnungen erwähnt habe. Die entsprechende Liste wäre wohl endlos, ich führe sie aber im Hintergrund dennoch und werde versuchen, sie bei einer Übergabe der Petition mit einzubringen. Ich bitte deshalb herzlich darum, daß sich einfach alle unter dem Begriff "Freiberufler" angesprochen fühlen mögen. Vielen Dank!

Und zum Schluß noch eine Bemerkung zum Sammelziel: dieses wird von mir immer wieder nach oben "korrigiert", damit alle, die unterschreiben möchten, auch unterschreiben können! Es hat nichts mit dem Erreichen des Petitionsziels zu tun (das ist ohnehin schon geschafft, das offiziell für eine beim Petitionsausschuß einzureichende Petition notwendige Quorum liegt bei 50.000), sondern lediglich einen psychologischen Effekt: bei einem vollen blauen Balken bzw. zu 100% erreichten Ziel glauben vielleicht potentielle Unterstützer, daß diese ihre Unterstützung nicht mehr notwendig wäre. Um dies zu vermeiden, wird das Sammelziel jeweils angepaßt. Danke für das Verständnis!

Thank you for your support, David Erler from Leipzig
Question to the initiator

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News

Ich schließe mich an, auch die Einmann-Betriebe sind betroffen, wie zum Bsp. meine Yoga-Lehrerin, die Musiklehrerin meiner Enkeltochter usw. Ihnen fehlt das Einkommen, einfach um überhaupt zu existieren. Bitte nehmt das in eure Überlegungen mit rein, wir müssen auch an diese Menschen denken.

Wie so viele andere hier denke ich auch: Unterstützt werden sollten nicht nur Künstler und nicht nur Freiberufler. Die Einsortierung durch das Finanzamt (freiberuflich/ gewerbetreibend/ Aushilfe) sagt nichts über Bedürftigkeit aus. Kriterien für Unterstützung für den Staat sollten nur sein: - ein geringes Jahreseinkommen - ein nachweisbarer Verlust aufgrund der Corona-Krise. Egal ob Kellner, Messehosteß, Musiker, Aushilfsverkäuferin oder Sicherheitsdienst. Wer eine Absage oder Nichtbuchung aufgrund von Corona glaubhaft nachweisen kann, sollte den Verlust ganz oder teilweise ersetzt bekommen.

Why people sign

  • 20 minutes ago

    Was wäre unser Leben ohne Kunst? Viele Künstler sind Freiberufler und von der Gage abhängig, die ihnen Aufführungen sichern. In Corona-Zeiten fallen diese Einnahmen allerdings fast gänzlich weg, daher muss dringend Hilfe das (Über-)Leben der Künstler sicherstellen.

  • 22 minutes ago

    Kunst ist lebensnotwendig, extrem systemrelevant, es ist in unser aller Interesse, die Folgen der Corona-Krise für Künstler abzumildern bzw. aufzufangen

  • 31 minutes ago

    Als Heilpraktikerin weiss ich, wie wichtig Musik und das Musizieren für die Menschen ist. Trotz einer Ausbildungszeit für Musiker, die jedes Studium in den Schatten stellt, verdienen die meisten fast nichts. Durch den Corona-Ausbruch fällt jetzt auch dieser Verdienst noch weg. Die Bestrafung ist also doppelt. Daher sollten diese Künstler eine Unterstützung durch die Bundesregierung erhalten, und nicht nur Grossunternehmen, die das Geld ja dann nur für die Aktionäre weiterreichen.

  • 41 minutes ago

    The earth without art it just eh!

  • 53 minutes ago

    weil es hier bislang zu wenig Unterstützung gibt

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