Igelschutz im Landkreis Emmendingen - für eine friedliche Koexistenz von Igeln und Mährobotern

Petition richtet sich an:
Landrat Hanno Hurth
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

3.213 Unterschriften

100 %
2.545 von 1.600 für Quorum in Landkreis Emmendingen Landkreis Emmendingen

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2.545 von 1.600 für Quorum in Landkreis Emmendingen Landkreis Emmendingen
  1. Gestartet Mai 2026
  2. Sammlung noch > 2 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Landrat Hanno Hurth

Der Landkreis Emmendingen soll eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Betrieb von Mährobotern in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang im gesamten Gebiet des Landkreises Emmendingen untersagt. Die Allgemeinverfügung soll auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes erfolgen (§ 3 Absatz 2 in Verbindung mit § 44 Absatz 1 Nummer 1 BNatSchG).

Begründung

Die Zahl der Igel nimmt in Deutschland kontinuierlich ab. Igel sind besonders in Gärten verbreitet, deshalb tragen Städte und Kommunen eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser inzwischen bedrohten Art.
Die Nutzung von Mährobotern nimmt laufend zu. Diese verursachen schwere Verletzungen bei Igeln, da diese bei Gefahr nicht fliehen. Die wenigsten Geräte können Igel sicher erkennen, Tierärzte und Igelstationen berichten von einer zunehmenden Zahl von schwer verletzten Igeln, die nur noch erlöst werden können. Im Frühjahr sind besonders oft trächtige Igel betroffen. Viele verletzte Igel verkriechen sich und verenden nach langem Leidensweg.
 
Folgende Argumente werden oft gegen ein Nachtfahrverbot auf Kreisebene eingebracht:

„Moderne Mähroboter haben Sensoren und umfahren Igel.“
Igel fliehen nicht vor Gefahr, sie rollen sich zusammen, dadurch erkennt der Roboter sie in der Regel nicht als Hindernis. Hersteller von Mährobotern weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Geräte nicht unbeaufsichtigt betrieben werden sollen.
Tierärzte und Igelstationen dokumentieren regelmäßig typische Schnittverletzungen durch Mähroboter, die größtenteils zum Tode führen. Die verletzten Tiere haben meist sehr lange und erhebliche Leidenszeiten, weil die verletzten Tiere Verstecke aufsuchen und erst nach einigen Stunden oder Tagen verenden.
 
„Ein Nachtfahrverbot für Mähroboter ist unverhältnismäßig.“
Eine Allgemeinverfügung ist angemessen, der beabsichtigte Zweck steht nicht außer Verhältnis zu der Intensität des Eingriffs. Der Einsatz von Mährobotern wird ausschließlich in den Nachtstunden verboten, damit verbleibt die gesamte Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, um den Mähroboter in Betrieb zu nehmen und effektiv zu nutzen. Mildere Maßnahmen, mit denen ein vergleichbarer Erfolg mit vergleichbarer Sicherheit und Aufwand herbeigeführt werden könnte, sind nicht ersichtlich.
 
"Das sind Privatgrundstücke – da können wir nichts regeln und kontrollieren.“
Das Naturschutzrecht gilt unabhängig vom Eigentum. Die artenschutzrechtlichen Verbote nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz gelten auch auf Privatgrundstücken. Demnach ist es verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten zu verletzen oder zu töten. Die zuständigen Behörden sind verpflichtet, die Einhaltung der Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes sicherzustellen.
Eine Allgemeinverfügung ist ein übliches Instrument, um allgemeine Gefährdungen geschützter Arten zu verhindern.
 
„Das müsste landesweit geregelt werden.“
Der Landtag von Baden-Württemberg konnte sich bisher leider nicht zu einem landesweiten Nachtfahrverbot für Mähroboter entschließen. Die Unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter sind rechtlich zuständig. Die Stadt Ulm und der Landkreis Esslingen haben bereits eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bündnis Igelschutz - Landkreis Emmendingen, Emmendingen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 19.05.2026
Sammlung endet: 18.11.2026
Region: Landkreis Emmendingen
Kategorie: Tierschutz

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Neuigkeiten

  • Schon über 3100 Unterschriften, davon 2500 aus dem Landkreis, am 18.11.2026 endet die Zeichnungsfrist der Petition: „Igelschutz im Landkreis Emmendingen - für eine friedliche Koexistenz von Igeln und Mährobotern“. Das „Bündnis Igelschutz – Landkreis Emmendingen“ setzt sich für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern ein, wie es bereits in anderen baden-württembergischen Städten und Landkreisen gilt.
    Das Bündnis möchte die gesammelten Unterschriften Herrn Landrat Hanno Hurth gerne persönlich übergeben. Der Landrat wird eingeladen, das mit einem Besuch der Igelstation in Vörstetten zu verbinden. Hier kann sich Herr Hurth vor Ort ein Bild von der ehrenamtlich geführten Station, dem Engagement der Igelschützerinnen und ihren stacheligen Schützlingen machen. Die Gelegenheit soll auch genutzt werden, um mit ihm über die Möglichkeiten eines besseren Igelschutzes zu diskutieren.
    Die Petition (https://www.openpetition.de/petition/online/igelschutz-im-landkreis-emmendingen-fuer-eine-friedliche-koexistenz-von-igeln-und-maehrobotern) kann noch bis zum 18.11. unterzeichnet werden.

  • Das Landratsamt Emmendingen hat rechtliche Bedenken, wegen der es nicht in Sachen Igelschutz tätig werden möchte – siehe Stellungnahme des Landrates Herrn Hurth. Wir haben deshalb beim Umweltministerium in Stuttgart (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft), der höchsten Naturschutzbehörde im Land, nachgefragt. Wir wollten auf höchster Ebene klären lassen, ob Allgemeinverfügungen (=Regelungen die untersagen, dass Mähroboter Nachts betrieben werden dürfen) entsprechend derjenigen des Landkreises Esslingen oder der Städte Freiburg, Ulm und Stuttgart, zulässig sind und eine Möglichkeit darstellen, den Igelschutz zu verbessern. Diese Antwort haben wir bekommen:
    „Uns liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass solche Allgemeinverfügungen rechtlich nicht zulässig sind. Insofern gehen wir davon aus, dass sie eine rechtliche Möglichkeit zur Verbesserung des Igelschutzes darstellen.“
    Jetzt steht einem wirksamen Igelschutz nichts mehr im Wege!

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Kreistag geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
    Bisher haben 10 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/igelschutz-im-landkreis-emmendingen-fuer-eine-friedliche-koexistenz-von-igeln-und-maehrobotern

Es gibt keinen vernünftigen Grund, nachts einen Mähroboter laufen zu lassen

Es gibt noch den gesunden Menschenverstand, keiner will irgendwelche Tiere verletzen Wieso sollte man nachts mähen wenn es abends genauso gut geht, die Geräte sind so leise. Und man muss nicht immer alles verbieten lassen nur damit man den Nachbarn anzeigen kann weil der sich so ein Gerät gönnt oder leisten kann 😉

Warum Menschen unterschreiben

Weil es so grausam ist, wie viele Igel durch Mähroboter verletzt werden und qualvoll verenden. Dabei könnte man so einfach etwas dagegegen tun, indem man nicht nachts seinen Rasen mäht, wenn die Tiere unterwegs sind.

Um dem igel leid zu ersparen

Weil es den igeln viel leid ersparen würde

Tiere schützen. Sie können sich selbst nicht wehren!

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44 %
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