Bei der Neugestaltung der Haltestellen der U-Bahn Linie U 5 wurde die Haltestelle am Neuen Jüdischen Friedhof in der Eckenheimer Landstraße einfach eingespart. Diese Haltestelle soll wieder eingerichtet werden. Sie muss dann schnellstens - spätestens Anfang 2018 - behindertengerecht umgebaut werden und die U Bahn soll wieder - wie bisher - dort halten. Diese Haltestelle muss den alten Namen "Neuer Jüdischer Friedhof" wieder bekommen.

Begründung

Die Besucher des Neuen Jüdischen Friedhofs sind zum großen Teil ältere Menschen, zum Teil gehbehindert und nicht gut zu Fuß. Die Strecke zwischen der Haltestelle Hauptfriedhof einerseits und der Haltestelle Marbachweg andererseits ist zu weit für viele der Hinterbliebenen. Die Haltestelle war geplant, der Umbau war geplant und plötzlich war die Haltestelle verschwunden. Ich frage mich, was passiert wäre, wenn man stattdessen die Haltestelle am Hauptfriedhof verschwinden lassen würde. Wäre das auch so still und leise durchgeführt worden? Das jüdische Frankfurt wurde schon einmal von der Landkarte gelöscht, auch deswegen brauchen wir in Frankfurt Orte, die die jüdische Geschichte und Gegenwart hoch halten und nicht Orte an denen Frankfurter vorbeifahren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Renata Berlin aus Frankfurt
Frage an den Initiator

Neuigkeiten

  • Liebe UnterstützerInnen,
    die Stadtverordneten Versammlung hat Anfang April 2018 beschlossen, die Haltestelle tatsächlich neu zu bauen, allerdings erst 2021. Leider gibt es auch noch keine Antwort von em Verkehrsdezernenten, ob es eine Interims Lösung geben wird und wenn ja , welche. Ich habe iim Verkehrsdezernat noch mal nachgefragt, leider habe ich bisher keine Antwort bekommen.
    Viele Grüße
    Renata Berlin

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    mit diesem Bild auf dem Umschlag- einem Wink mit Zaunpfahl - habe ich die Petition an den Verkehrsdezernenten, Herrn Klaus Oesterling, am letzten Mittwoch übergeben.

    In dem Gespräch hat Herr Oesterling beschrieben, dass das Geld für die Neuerrichtung der Haltestelle da sei und dass sein Büro jetzt plant, wie die neue Haltestelle gebaut werden soll. Es gebe zwei Möglichkeiten, eine mit einem Bahnsteig in der Mitte, eine mit zwei Bahnsteigen außen. Beide Ausführungen machen Probleme, da in beiden Fällen das Gleisbett verlegt werden müsse und somit die Fahrstrecke während des Baus für einige Wochen unterbrochen und Ersatzverkehr eingerichtet werde. Bei der ersten Lösung sei das selbsterklärend, bei der zweiten sei es deswegen notwendig, weil der Abstand der jetzigen Gleise zu dem Bürgersteig auf der Seite der Rackow-Schule dann für die Lastwagen zu schmal wäre. Bei der Verlegung der Gleise ist aber immer ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Realistisch würde die Haltestelle in zwei Jahren, also 2020 fertig werden.
    Diese lange Zeit bedeutet, dass es notwendig ist, eine Interims Lösung zu finden, damit die Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, es leichter haben, auf den Friedhof zu gelangen. Ich habe den Vorschlag des Ortsbeirates 3 noch mal genannt, ein "Friedhofstaxi" zwischen der Haltestelle "Hauptfriedhof" und dem Eingang zu Neuen Jüdischen Friedhofs. Dieses "Friedhofstaxi" müsste dann auf dem Bürgersteig entlang der Friedhofsmauern fahren. Wir haben erörtert, welchen voraussichtlichen Bedarf gibt es dafür.
    Zum Abschied sagte Herr Oesterling "Ich habe nichts versprochen, aber ich werde es prüfen lassen."
    Das alles ist leider nicht das, was wir uns erhofft haben, vor allem der Zeitraum für den Bau der Haltestelle ist sehr lang. Ich hoffe aber, dass die Prüfung eine sinnvolle Interims Lösung mit sich bringen wird.
    Über den weiteren Verlauf werde ich berichten.

    Viele Grüße
    Renata Berlin

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    am 17.1. werde ich die Unterschriften der Petition an den Frankfurter Verkehrsdezernenten Herrn Klaus Oesterling übergeben. In dem Gespräch werde ich eine konkrete Zeitplanung für die Wiederherstellung der Haltestelle erfragen. Da diese, wie schon angekündigt, nicht gerade sehr zeitnahe gebaut wird, werde ich mit Herrn Oesterling erörtern, welche Möglichkeiten einer Interimslösung bestehen. Zur Erinnerung: die Grünen in dem Ortsbeirat 3 haben vorgeschlagen, ein Friedhofstaxi zwischen der Haltestelle Hauptfriedhof und dem Eingang zum Neuen Jüdischen Friedhof einzurichten. (s. Neuigkeiten v. 4.10.17)
    Falls Sie Interesse haben, zu diesem Gespräch dazu zu kommen, mailen Sie mir bitte!
    Über die Ergebnisse werde ich berichten.

    Viele Grüße
    Renata Berlin

Pro

Ein Friedhof wird oft von vor allem älteren Menschen besucht. Daher muss er gut und leicht erreichbar sein. Mehrmaliges Umsteigen mit einem Rollator oder fast einen halben Kilometer zu Fuß sind für ältere Menschen schwer zu bewältigen. Dies sind Hindernisse, die diese sogar von einem Friedhofsbesuch abhalten können. Vor der Erneuerung der U-Bahn-Haltestellen gab es zudem immer eine Haltestelle vor dem Eingang des Neuen Jüdischen Friedhofs. Die Entfernung zwischen den einzelnen Haltestellen war damals genauso gering. Daher sollte die Haltestelle dort auch wieder eingerichtet werden.

Contra

Laut Google Maps sind es von der U-Bahn-Station "Hauptfriedhof" bis zur alten U-Bahn-Station "Neuer Jüdischer Friedhof" ca. 400m. Von dort zu nächsten U-Bahn-Station "Marbachweg/Sozialzentrum" ebenfalls ca. 400m. Für U-Bahnen eigentlich zu kurz. Schafft ein Besucher des Neuen Jüdischen Friedhofs die ersten 400m nicht, dann sind auch die weiteren 400m auf dem Friedhofsgelände fraglich. Hier wäre dann eher eine Begleitung auf dem Gelände sinnvoll statt einer Haltestelle, die fast nicht benutzt würde. Steckt das Geld lieber in Kinderbetreuung!