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Bild zur Petition mit dem Thema: Initiative für die hausärztliche Versorgung der Zukunft Initiative für die hausärztliche Versorgung der Zukunft
  • Von: Initiative für die hausärztliche Versorgung ... mehr
  • An: Die Mitglieder der Gesundheitsausschüsse ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 5.316 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Initiative für die hausärztliche Versorgung der Zukunft

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Im Listserver Allgemeinmedizin hat eine Gruppe von aktiven und angehenden Hausärztinnen und Hausärzten acht Positionen entwickelt, die für die weitere allgemeinmedizinische Versorgung der Bevölkerung zu berücksichtigen sind.

Unsere Positionen für eine gute hausärztliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sind:

1.) Primärarztsystem für alle

Hausärztliche Versorgung bietet den besten Schutz vor medizinischer Über-/ Unter-/ und Fehlversorgung. Primärversorgung sollte wohnortnah und niedrigschwellig verfügbar sein.

2.) Einheitliches, solidarisches Versicherungssystem

Ärztliche Arbeit wird durch unterschiedliche Versicherungssysteme und konkurrierende Kassen unnötig erschwert.

3.) Wertschätzung und Anerkennung der Bedeutung des Gespräches zwischen Arzt und Patienten

Hausärztin und Hausarzt begleiten ihre Patientinnen und Patienten über einen sehr langen Zeitraum. Sie behandeln nicht nur einzelne Krankheiten, sondern Menschen und Familien in Gesundheit und Krankheit gleichermaßen. Der wichtigste Bestandteil dabei ist das ärztliche Gespräch. Dies setzt ausreichend Zeit für eine intensive Arzt-Patienten-Kommunikation und gemeinsame Entscheidungsfindung voraus, die einer entsprechenden Wertschätzung mit ausreichender Vergütung bedarf.

4.) Abbau von Fehlanreizen in der Vergütung

Einzelvergütungen der ärztlichen Leistungen sind durch quartalsunabhängige Pauschalen zu ersetzen. Erfolgreich wird dies bereits in den Verträgen der hausarztzentrierten Versorgung umgesetzt.

5.) Einführung einer Positivliste

Klärung sinnvoller Verordnung durch eine Positivliste für Medikamente. Anstelle von Regressen sollte die Überprüfung hausärztlichen Handelns im Rahmen sogenannter Pharma-Qualitätszirkel (wie in der hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg) stattfinden.

6.) Entlastung der Hausarztpraxen

Durch Eindämmung der Bürokratie, sowie beispielsweise einer Reduktion von Präventionsmaßnahmen unklaren Nutzens und Einführung einer sinnvollen AU-Regelung (ärztl. ab dem 7. Tag)

7.) Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung unserer Bevölkerung

Die hausärztliche Bedarfsplanung darf nur mit tatsächlich hausärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten erfolgen. Deren Tätigkeit muss ausreichend vergütet werden, so dass eine Niederlassung für den medizinischen Nachwuchs interessant wird – auch ohne Nebentätigkeit, wie z.B. das Angebot von Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Wir fordern die gezielte Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen bei der Niederlassung und bei der Praxisübernahme. Die regionale Verteilung von HausärztInnen, aber auch von Krankenhäusern und GebietsärztInnen muss zukünftig noch stärker bedarfsgerecht erfolgen.

8.) Keine Kommerzialisierung und Ökonomisierung der Medizin

Die Gesundheit ist ein schützenswertes Gut und keine Ware!

Begründung:

Hausärztinnen und Hausärzte als erste Ansprechpartner sind die Voraussetzung für eine medizinisch hochwertige Versorgung unserer Bevölkerung. Überbordende Bürokratie, Zeitdruck und undurchsichtige Regularien halten motivierte ÄrztInnen davon ab, sich für den Hausarztberuf zu entscheiden. Um die bisherige Versorgungsqualität zu erhalten, müsste sich jedoch in den nächsten zehn Jahren mindestens ein Drittel des ärztlichen Nachwuchses für den Beruf des Hausarztes oder der Hausärztin entscheiden. Unterstützen Sie uns dabei, unseren Berufsstand zu erhalten und die medizinische Versorgung in Deutschland zu verbessern.

Nähere Informationen zu unserer Initiative und die Möglichkeit zum Austausch finden Sie auch hier: www.facebook.com/IniHausAerztInnen/

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 03.08.2017 (aktiv bis 02.10.2017)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, dank des technischen Supports von Stefan Lodders konnten wir unsere Petition mit den von Euch und Ihnen über 5000 zusammengetragenen Unterschriften an über 130 Protagonisten aus Politik, Presse und Kassenärztlicher ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Hausärzteschaft ist sehr unterschiedlich. Viele Einzelkämpfer, Angesteltte, Halbtagskräfte, Landärzte, verkappte Spezialärzte fallen darunter. Entsprechend sprechen sie nie mit einer Stimme und verkaufen sich damit unter Wert. Die Minimalsolidarität ...

PRO: Freitag gegen 11:00 ist "Sabbat", wenn sie denn wenigstens gläubig wären, der Rest ist an Verkaufen und Spaß gebunden. Der hippokratische Eid scheint an diesen unzurechnungsfähigen "Spaß-Verkäufern" wohl versumpft zu sein.

CONTRA: Ich bin dann mal weg, steht auf dem Bildschirm. Viele Patienten haben diesen Eindruck, wann immer sie mal ihren Hausarzt brauchen, sind die im Urlaub, im Wochenende oder schon im Feierabend. Hier muss sich, wie schon andere geschrieben haben, dringend ...

CONTRA: "...Die Schwierigkeit lag in der Praxis in den USA darin, dass Fachärzte weniger eingeschriebene Patienten in HMO-Modellen hatten als Hausärzte, die versicherungsmathematisch eine sehr viel größere Grundgesamtheit für das Morbiditätsrisiko darstellen ...

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Petitionsverlauf

Unterstützer Betroffenheit