Petition addressed to:
Kommunalpolitik, Landespolitik, Bundespolitik und der Internationale Bund
Land und Kommunen müssen jetzt handeln, um den Zusammenbruch zentraler sozialer Angebote in der Region zu verhindern!
Trotz Intransparenz seitens des Arbeitgebers wird zunehmend klar: Beim Internationalen Bund (Bereich NRW Süd), einem Träger der Jugend-, Sozial-, Bildungs- und Integrationsarbeit sind aufgrund finanzieller Schieflage ca. 500 Stellen im sozialen Bereich gefährdet und sollen potentiell ab Juni wegfallen, davon allein ca. 100 in Köln.
Etliche der Kolleginnen und Kollegen, deren Arbeit wegfallen soll, existieren als formal „Selbstständige“ nicht einmal als „Stellen“, die jetzt abgewickelt werden. Niemand weiß, wie viele Kolleginnen und Kollegen zusätzlich zu den kursierenden Zahlen ihre Arbeit verlieren sollen.
Gefährdet sind Beratungsangebote, Kurse, Aus- und Weiterbildung für Jugendliche, für Migrantinnen und Migranten, für Menschen in persönlichen Notlagen - gefährdet ist Unterstützung und Hilfe gerade für diejenigen, die am meisten darauf angewiesen sind. Diese Arbeit der Kolleginnen und Kollegen ist eine zentrale Aufgabe öffentlicher Daseinsvorsorge, die nicht von spekulativen zukünftigen finanziellen Verlusten oder Überschüssen abhängig gemacht werden darf!
Wir fordern, dass alle sozialen Projekte und Maßnahmen und alle Stellen erhalten bleiben! Die Kommunen, das Land und der Bund müssen den kommunalen Einrichtungen Mittel zur Verfügung stellen, um alle soziale Maßnahmen und Stellen zu integrieren, die sonst nicht fortgesetzt werden können!
Reason
Gewährleistet werden muss der Erhalt der zahlreichen Projekte und Maßnahmen des Jugendmigrationsdienstes (jmd), und damit die Unterstützung junger Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote und die langfristige, individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg.
Erhalten bleiben müssen die Angebote der Berufsorientierung und der Beruflichen Bildung. Nicht weniger essentiell ist der Fortbestand der Sprachschulen, in denen von Krieg und Unterdrückung geflohenen Menschen Deutsch beigebracht und Geschichte, Politik und Kultur vermittelt wird – als Schlüssel zu Integration, persönlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Partizipation.
Alle Bereiche werden gebraucht!
Bildung, persönliche Entfaltung und gesellschaftliche Integration und Partizipation sind Menschenrechte und müssen gerade in den aktuellen Zeiten gestärkt werden - für eine soziale, integrative, weltoffene und demokratische Entwicklung.
Öffentliche Daseinsvorsorge kann und muss entsprechend auskömmlich öffentlich finanziert werden - gerade in einem reichen Land wie der Bundesrepublik.
Der Sozialabbau, die Streichung von Bildungsangeboten und Möglichkeiten der Orientierung und der Beratung junger Menschen sowie der Abbau von Angeboten der gesellschaftlichen Teilhabe und Begegnung darf nicht weiter fortschreiten!
Menschen die von Armut betroffen sind, Menschen, die Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen, Bildungsgängen, Arbeitsangeboten und anderen Hilfsangeboten dringend benötigen, werden ansonsten allein gelassen und drohen weiter zu verarmen.
Junge Menschen deren Talente und Potentiale wir in unserer Gesellschaft dringend benötigen - wird so die Perspektive, Integration und positive Zukunftswege verwehrt.
Das möchten wir nicht hinnehmen.
Wir fordern eine zukunftsorientierte soziale Politik und hinreichende finanzielle Förderung der Angebote!
Erhalt der von Schließung bedrohten Maßnahmen und Angebote!
Keine Entlassungen!
Die Initiative ist getragen von den gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen des Internationalen Bundes.
Unterstützt von den Gewerkschaften ver.di und GEW
(Nicolas Zipp, Gewerkschaft ver.di, Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen, Fachbereich C)
(Klaus F. Mautsch, Leitungsteam Fachgruppe Erwachsenenbildung GEW Köln)
Super schneller und äußerst gewinnbringender Kontakt für Jugendliche und Pädagogen