Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindeglieder und kirchlich Interessierte sagen

JA

zum neuen sächsischen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und wünschen ihm Gottes Segen anlässlich seiner feierlichen Amtseinführung.

Wir sagen ja ... mit Gottes Hilfe, ... mit manchen Sorgen, ... mit großem Vertrauen in die Führung Gottes,

ABER

in vielen Punkten stehen wir für eine andere Kirche als die, die Pfr. Dr. Carsten Rentzing bisher repräsentiert hat.

Begründung

Wir stehen für eine Kirche, die den barmherzigen Gott in der Mitte der Heiligen Schrift erkennt und diese nicht als „Richterin“ und „Norm“ zu einem Regelwerk erstarren lässt. „Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.“ (Psalm 25, 6)

Wir stehen für eine Kirche, die im Tun des Wortes Gottes und seiner Gerechtigkeit durch die Bewahrung der Schöpfung und durch das Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit Zeugnis gibt in der Welt. „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“ (Matthäus 7, 21)

Wir stehen für eine Kirche, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung mit ihrer gelebten Prägung Verantwortung übernehmen können. „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“ (Galater 3, 28)

Wir wünschen uns einen Bischof, der für unsere ganze Kirche stehen wird!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    rechtzeitig zum Pfingstfest, geht eine Plattform für einen neuen Geist in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens online. Das Forum für Gemeinschaft und Theologie
    www.frei-und-fromm.de

    Damit findet diese Petition einen Abschluss und gleichzeitig ihre Fortsetzung in einer Bewegung, die hoffentlich genauso angenommen und weiter getragen werden wird, wie diese Petition.

    Ich möchte Sie ganz herzlich einladen:
    1. Das Forum zu verfolgen (z. B. in dem Sie unseren Newsletter abonnieren www.frei-und-fromm.de/newsletter/)
    2. Das Forum finanziell zu unterstützen (Das Projekt soll ausschließlich über Spenden finanziert werden. Unsere Crowdfunding-Kampagne finden Sie unter: www.betterplace.org/de/projects/43542-forum-fur-gemeinschaft-und-theologie
    3. Den Link zu unsere Homepage weiterzuverbreiten in Ihrem Bekanntenkreis.
    4. Sich mit Diskussionsbeiträgen an der Ausgestaltung und der Diskussion im Forum zu beteiligen.

    Zunächst als virtuelles Forum konzipiert, möchte die Bewegung Menschen versammeln, die sich einen progressiven Geist in der sächsischen Landeskirche wünschen. Gleichzeitig laden die Initiatoren und Initiatorinnen zu einem Forumstag am 27. August in die Leipziger Peterskirche ein. (Am besten ebenfalls gleich anmelden: www.frei-und-fromm.de/anmelden-für-den-forumstag/)

    Als Appetithappen habe ich Ihnen, die durch viele Beiträge in dieser Petition inspirierte Erwiderung an die Sächsische Bekenntnis-Initiative angehängt, die Sie im Forum gerne kommentieren und diskutieren können. (www.frei-und-fromm.de/positionen-und-material/lebensführung/)

    Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für ein geistreiches Pfingstfest
    Christoph Maier

    P.S. Dies ist die letzte E-Mail über diesen Verteiler. Wollen Sie die weiter Entwicklung dieser Thematik verfolgen, wechseln Sie zum Forum für Gemeinschaft und Theologie.

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    mit dieser Petition wollten wir zeigen, für welche Kirche wir stehen. Oft wurde der frühe Zeitpunkt für diese öffentliche Positionierung kritisiert. Was aber passiert, wen nicht frühzeitig, deutlich und öffentlich Stellung bezogen wird, hat sich in den letzten Wochen und Tagen wieder gezeigt. Deshalb werde ich nun nicht länger schweigen:

    Die Außenwahrnehmung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens ist verheerend. Provokant stellte die „ZEIT im Osten“ in Ihrer Ausgabe vom 3. März die Frage: „Kann es sein, dass nicht einmal die Kirche helfen kann, Sachsens Probleme zu lindern? Sondern dass diese Kirche selbst Teil des Problems ist? Manches sogar noch schlimmer macht?“
    www.zeit.de/2016/11/kirche-sachsen-fluechtlinge-pegida-homosexualitaet-hilfe/komplettansicht

    Was im Inneren unserer Landeskirche wirkt und wie vielfältig Gemeinde ist, bleibt dabei unsichtbar – bis auf die Position der Sächsischen Bekenntnisinitiative (SBI). Diese macht jüngst wieder Schlagzeilen mit einem Predigtverbot für einen bekennenden gleichgeschlechtlich liebenden Jugendwart in Aue. (Artikel „Predigtverbot in Aue“ im Sonntag vom 17.03.2016/ leider nur im Digital-Abo oder in der Printversion zugänglich).

    Dabei wird von der SBI ein Beschluss der Landessynode zum „Gewissensschutz“ im Ringen um das rechte Schriftverständnis schamlos ausgenutzt. In der Erklärung der Landessynode heißt es:
    „Wir bestätigen die Feststellung der 26. Landessynode, dass unterschiedliche Auffassungen im Schriftverständnis geistlich und theologisch angemessen sind und ihnen in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens Raum gegeben und Schutz gewährt wird.“ www.evlks.de/doc/a_42_TA_Gespraechsprozess_beschlossen.pdf

    Die SBI macht daraus eine Aufforderung, die zur Intoleranz und Diskriminierung aufruft:
    „Wir ermutigen alle Gemeindeglieder, die diese Auffassungen vertreten, den gewährten Raum in unserer Kirche freimütig, liebevoll und klar zu nutzen.“ www.bekenntnisinitiative.de/176-wort-der-sbi-zum-gespraechsprozess-21-05-2015.html

    DEM MUSS IM SINNE DIESER PETITION ENTSCHIEDEN UND DEUTLICH WIDERSPROCHEN WERDEN!

    In Kürze werden weitere Informationen über diesen Verteiler folgen. Ich würde mich freuen, wenn Sie für das Thema weiterhin ansprechbar und sensibel bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Christoph Maier

  • Wo kämen wir den da hin ...
    So wurde es mir in den letzten Wochen immer wieder entgegengehalten. Von Beschädigung des Bischofsamtes war da die Rede, von Spaltung oder - etwas milder formuliert – vom falschen Zeitpunkt für eine solche Aktion.

    Wo kämen wir da hin ...
    das höre ich auch immer wieder als Argument, wenn es um den Weg unserer Gesellschaft und den Weg unserer Kirche geht.

    Nun liegt also der Mantel des Schweigens schon bereit.
    Der Teppich, unter den schon so vieles gekehrt wurde, ist angehoben.

    Meine Hoffnung ist, dass sich 1.722 Unterschriften nicht so leicht unter den Teppich kehren lassen.
    Meine Hoffnung ist, dass durch diese Petition viele Gemeindeglieder (immerhin sind ca. 1.300 Unterschriften aus Sachsen) wach gerüttelt wurden und sich auch weiterhin für den Weg ihrer Kirche interessieren und diesen aufmerksam und kritisch begleiten werden.
    Meine Hoffnung ist, dass die Kolleginnen und Kollegen unter den Unterzeichnenden (immerhin rund 14 % der aktiven sächsischen Pfarrerschaft), weiter mit Engagement für die Kirche streiten werden, die uns gemeinsam wichtig ist.

    Wo kämen wir hin ...
    Manchmal ist Polarisierung hilfreich, um schärfer zu sehen, wo wir hinkommen.
    Manchmal ist Positionierung unerlässlich, um den nächsten Schritt gehen zu können.

    Mut hat mich das nicht gekostet und Freude hat mir jeder theologische Diskurs auf diesem Weg bereitet. Mancher Gedanke liegt noch unreif vor mir auf dem Schreibtisch und will noch hinaus.
    Traurig wurde ich über Berichte von Unterzeichnenden, die Anfeindung erleben mussten.
    Dankbar bin ich für alle Solidarisierung und die vielen Mitstreiter im Hintergrund.
    Dankbar bin ich für die Möglichkeiten und das Instrumentarium, das die Plattform „OpenPetiton“ hier bereitstellt. Ausdrücklich möchte ich dazu einladen, diese Organisation mit einer Spende zu unterstützen.

    So bleibt am Ende (vorerst) ein großes DANKE!
    Und dieser GEDANKE:

    Wo kämen wir hin,
    wenn jeder sagte,
    wo kämen wir hin
    und keiner ginge,
    um zu sehen,
    wohin wir kämen,
    wenn wir gingen.
    (Kurt Marti)

    Mit herzlichen Grüßen
    Christoph Maier

Pro

Weil die "Bibeltreuen" immer neu es homosexuellen Menschen schwer machen und auf angebliche Heilungserfolge hinweisen, braucht es Leute wie Herrn Raschka, die aufklären und Vertreter der Ex-Ex-Gay Bewegung, die auch den Herrn Bischof und seine "Bekenntnisbewegung" zum Nachdenken bringen sollten. Ich kenne leider einen schwulen Christen, der durch diese Heilungsversprechen in den Suizid getrieben wurde, weil es eben nicht "funktionierte" mit der Heilung und er nun den Eindruck gewann, "gegen Gottes Willen" zu sein.

Contra

Das Ja-Aber kann ich nicht mittragen. Ich möchte in wichtigen Fragen Ja oder Nein sagen, aber nicht Ja Aber. Ich möchte auch keinen Segenswunsch durch ein Aber einschränken oder unter Vorbehalt stellen. Es sollte heißen: "Mit dem Landesbischof, den Mitarbeitenden und allen Gemeindegliedern möchten wir dem Aufbau der Kirche dienen, die…“ Bei dem Gespräch am 7. Juli im Leipzig haben die Äußerungen des künftigen Bischofs Brücken gezeigt, über die ich gehen will. Pfr. Michael Kühne, Ev.-Luth. Diakonissenhaus Leipzig