Region: Göttingen
Bild der Petition Ja zur Zivilklausel - Keine Rüstungsforschung an der Uni Göttingen

Ja zur Zivilklausel - Keine Rüstungsforschung an der Uni Göttingen

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an:
Präsidium der Universität Göttingen

445 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

445 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2012
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Präsidium der Universität Göttingen

Die Universität Göttingen soll eine sogenannte Zivilklausel in ihre Grundordnung aufnehmen. Damit verpflichtet sie sich, zukünftig keine Forschung, die Rüstungsinteressen dient, durchzuführen und keine Forschungs- oder Drittmittelgelder vom Bundesministerium der Verteidigung oder der Rüstungsindustrie anzunehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Universität Göttingen verpflichtet, alle derzeit laufenden Forschungsprojekte transparent zu machen. Daran soll sich eine gesellschaftliche Debatte, über ihren zivilen bzw. militärischen Gehalt anschließen.

Begründung

Durch die Rüstungsindustrie werden zunehmend Stiftungsprofessuren finanziert und Forschungsarbeiten vergeben. Zusammen mit der rückläufigen Finanzierung der Universitäten durch die Bundesländer ist das eine beunruhigende Präsenzerhöhung der Rüstungsindustrie an Hochschulen. Die Länder hoffen auf eine Finanzierung der Universitäten durch Drittmittel, wodurch sich der Forschungsschwerpunkt in Richtung Militärforschung verschiebt. Obwohl es in Göttingen keine Ingenieurswissenschaft gibt, kann Militärforschung auch in anderen Gebieten, wie der Medizin und den Naturwissenschaften stattfinden. An der Universität Göttingen flossen alleine vom Verteidigunsministerium 1,6 Mio. Euro in den letzten 10 Jahren in die Forschung. Wie viele Gelder zusätzlich aus der Rüstungsforschung kommen oder für solche verwendet werden, ist nicht gänzlich bekannt. Viele Forschungsfelder werden auch Abgeordneten des Bundestags nur mit Geheimvermerk bekannt gemacht. Wir fordern ein Ende dieser Geheimforschung und ein Ende der Rüstungsforschung in Göttingen und anderswo.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 02.05.2012
Sammlung endet: 01.11.2012
Region: Göttingen
Kategorie: Wissenschaft

Wenn wir uns Gedanken darüber machen, dass es so schlimm auf der Welt zugehe, müssen wir uns ebenfalls darüber nachdenken, wieso diese Konflikte und Kriege geführt werden können. Ausschlaggebend dafür ist auch der Handel von deutschen Waffen in Konfliktgebiete. Nur ein Beispiel in der Quelle. Die Waffenindustrie ist kein philantrophischer Verein, sondern besteht aus auf Gewinn ausgerichteten Unternehmen!

Es ist naiv zu glauben, dass die Welt durch ein Rüstungsforschungsverbot friedlicher werde. Ganz im Gegenteil, sie ist notwendig: Regime, die massive Menschenrechtsverletzungen begehen - ein Blick nach Syrien genügt - sind durch öffentlichen Druck kaum zu beeindrucken und setzten das Morden fort. Sie müssen durch Interventionen von weiteren Massakern abgehalten werden. Die Weltgemeinschaft hat in viel zu vielen Fällen es nicht geschafft, Völkermorde zu verhindern oder bestehende zu stoppen.

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