Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der von den Nationalsozialisten eingeführte, flächendeckende Duldungszwang der Jagd aufgehoben wird und damit die nationalsozialistische Vergangenheit der Jagdgesetzgebung aufgearbeitet wird.

Begründung

Der flächendeckende Duldungszwang der Jagd wurde durch die Nationalsozialisten eingeführt. Vorher bestanden unterschiedlich gehandhabte Reviersysteme. Dieser flächendeckende Duldungszwang besteht noch heute. Warum fand bis heute keine Aufarbeitung des nationalsozialistischen Gedankenguts im Jagdrecht statt? Nichts vom Nationalsozialismus ist es Wert, erhalten zu bleiben. Folge des von den Nationalsozialisten eingeführten, flächendeckenden Duldungszwangs ist zum Beispiel, dass es Jagdbezirke gibt, die sich direkt an Autobahnen befinden, schön intensiv „gehegt“ mit Streuobstwiesen, so dass sich Rehe und Wildschweine gut vermehren. Jagdbezirke, die direkt an Autobahnen liegen, sind höchst gefährlich, und tragen mit zu den ca. 240.000 Verkehrsunfällen mit Wildbeteiligung im Jahr allein in Deutschland bei. Der bis heute flächendeckende Duldungszwang trägt mit dazu bei, dass Menschen ein umfangreiches, kostspieliges Aufhebungsverfahren zur Befriedung ihres Grundbesitzes auf sich nehmen müssen. Der Bundestag sollte den von den Nationalsozialisten eingeführten, flächendeckenden Duldungszwang der Jagd aufheben und damit die nationalsozialistische Vergangenheit der Jagdgesetzgebung aufarbeiten.

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Pro

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Contra

Das einheitliche Reviersystem sorgt seit Jahrzehnten für einen sicheren Ablauf der Jagd und stellt eine naturnahe und wirtschaftlich angemessene Bejagung unter tierschutzrechtlichen Eckpunkten sicher.