Mit einem Schreiben vom 13. März 2018 verbietet der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) die Mitnahme von Krippenwägen wegen nicht gewährleisteter Kippsicherheit und fehlenden Stellflächen. Laut KVV sind Krippenwägen keine zulässigen Hilfsmittel (wie z.B. ein normaler Kinderwagen) und zudem würden sie die Größe eines üblichen Kinderwagens übersteigen.

Der Elternbeirat der Kita "Siekids Villa Pusteblume" bittet um Ihre Unterschrift und fordert einen praktikablen Kompromiss zu erarbeiten, damit auch weiterhin Karlsruher Krippenkinder mobil bleiben und die vielfältigen Ausflugsziele der Stadt Karlsruhe mit der KVV erkunden dürfen.

Begründung

Den Krippenkindern der Kita "Siekids Villa Pusteblume" wurden alle Ausflüge mit dem ÖPNV gestrichen. Aber nicht nur unsere Kinder sind vom Beförderungsverbot der Krippenwägen betroffen, sondern über 200 Kitas und viele Tagesmütter- und väter in ganz Karlsruhe.

Die Argumente der KVV – mangelnde Kippsicherheit und fehlende Stellfläche – werden von dieser nicht mit Fakten belegt. Die Hersteller versichern hingegen: Die Krippenwägen verfügen über Hinterräder mit Trommelbremsen und einer automatischen Parkbremse, des Weiteren über fest montierte Sitze und 3-Punkt-Festhaltegurte. Auch der TÜV stellt klar: die Wägen sind TÜV geprüft, besonders kippstabil und erfüllen aktuelle Sicherheitsanforderungen zu 100%. Und wie die bisherige jahrelange Erfahrung unserer Erzieherinnen zeigt - sie sind absolut betriebsbewährt.

Außerdem wurden von der KVV keine praktikablen Alternativen aufgezeigt oder gar eine transparente Absprache mit den betroffenen Kitas im Vorfeld getroffen. Es gab zudem keinerlei Vorkommnisse oder Unfälle mit den Krippenwägen. Städte wie Mannheim und Stuttgart lösten den erhöhten Transportbedarf und erlaubten deren Mitnahme, sofern Platz vorhanden.

Als kommunales Unternehmen muss die KVV dafür sorgen, dass in Bussen und Bahnen alle Nutzergruppen ausreichend berücksichtigt werden. Auch unsere Kinder, denen es nicht möglich ist, weite Strecken zu Fuß zurückzulegen, sollen mobil bleiben und im Kitaalltag besondere Erlebnisse mit ihrer Gruppe erfahren dürfen.

Das Verbot erscheint vollkommen willkürlich gewählt, diskriminiert die Karlsruher Krippenkinder und schränkt sie in Ihrer Mobilität ein.

Die Krippenkinder hoffen auf Ihre Unterstützung!

Vielen Dank, der Elternbeirat der Kita "Siekids Villa Pusteblume"

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Elternbeirat Kita Villa Pusteblume aus Karlsruhe
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Neuigkeiten

  • Online-Petition zum Thema Krippenwagen:
    Knielinger Elternbeirat übergibt symbolisch Unterschriften an Vorsitzenden der VBK-Geschäftsführung Dr. Alexander Pischon
    In den vergangenen Monaten war in Karlsruhe nach einem Verbot des Karlsruher Verkehrsver-bunds (KVV) intensiv über die Mitnahme von Krippenwagen in Tram-Bahnen diskutiert worden. Anfang Juni konnten die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) schließlich einen Kompromiss präsentie-ren, durch den die Mitnahme von Krippenwagen in den Niederflurbahnen des Typs NET 2012 unter gewissen Bedingungen wieder gewährleistet werden kann.

    Vertreterinnen des Elternbeirats der Knielinger Kita SieKids Villa Pusteblume überreichten nun am Freitag, 13. Juli, dem Vorsitzenden der VBK-Geschäftsführung, Dr. Alexander Pischon, symbolisch die Unterschriftenliste einer Online-Petition, die von Seiten des Elternbeirats im April in Reaktion auf das Verbot initiiert worden war.

    „Wir wollen mit der Übergabe der Unterschriften unseren Dank zum Ausdruck bringen, dass das ursprüngliche Verbot aufgehoben werden konnte und ein guter Kompromiss für die Mitnahme der Krippenwagen gefunden wurde“, sagten Dr. Katja Nau und Sabine Heiber als Vertreterinnen des Elternbeirats der Knielinger Kita. „Unser Dank gilt aber auch allen Unterzeichnern unserer Petition – bereits an den ersten beiden Tagen waren 2000 Unterschriften zusammengekommen“, hob Sabine Heiber hervor. Insgesamt kamen bei der Online-Petition mit dem Titel „Karlsruher Krippenkinder sollen mobil bleiben“ 2890 Unterschriften zusammen.

    Dr. Alexander Pischon bedankte sich für die Unterschriftenliste und betonte: „Ich bin sehr froh, dass beim Thema Krippenwagen-Mitnahme vor eineinhalb Monaten ein guter Kompromiss gefunden werden konnte. Die Testphase ist nun auf insgesamt sechs Monate angesetzt – in den vergange-nen Wochen hat sich bereits gezeigt, dass die gewählte Variante gut funktioniert.“

    Zu diesem Kompromiss haben auch die intensiven Gespräche mit dem Gesamtelternbeirat und dem Kinderbüro maßgeblich beigetragen. Ob gegebenenfalls ältere Bahnen baulich so umgerüstet werden können, dass auch in diesen der Transport von Krippenwagen ermöglicht werden könnte, wird derzeit noch im Rahmen eines Gutachtens geprüft. Nach Ende der Probephase wird von Sei-ten der VBK gesondert über das weitere Vorgehen informiert.

    DANKE an alle Unterstützer!

  • www.regenbogen.de/nachrichten/regional/baden-pfalz/20180718/karlsruher-krippenwagenstreit-beendet

  • 05.06.2018 KA News

    Der Aufschrei war groß, als der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) Mitte März Krippenwagen aus seinen Fahrzeugen aussperrte. Nun, fast drei Monate später, präsentieren die Verantwortlichen einen Kompromiss. So dürfen Krippenwagen wieder mitfahren - aber nur wenn sie beim Transport eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen.

    www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/Kompromiss-gefunden-Krippenwagen-duerfen-wieder-in-die-Bahn-mit-grossen-Einschraenkungen;art6066,2235634

Pro

Das Verbot ist gegen den Inklusionsgedanken. Dieser wurde von der Bundesrepublik D unterzeichnet! Dies ist Ausgrenzung! Denn Inklusion heißt nicht nur Behinderte dürfen partizipieren, sondern eben alle müssen teilhaben. Jeder das was er braucht (Alte Menschen, Junge Menschen, Gesunde, Kranke, Fremde,……).

Contra

Viele Kinderbetreuuungseinrichtungen organisieren auch ohne ÖPNV ihre Ausflüge. Als unsere Kinder im Kindergarten waren, wurden Wälder, Wiesen, Kommunale Einrichtungen etc. regelmäßig besucht. Zu Fuß. Hat funktioniert. In ingesamt 6 Kindergartenjahren habe ich keine Beschwerden mitbekommen oder von Problemen gehört. Ob die ganz Kleinen unbedingt in der Gegend herumgeschoben werden müssen, sollte man schon diskutieren. Den Ansatz, Kinder möglichst früh an alles mögliche zu gewöhnen, finde ich nicht gut. Wer nun meint, dass sind Argumente aus den 60igern : unsere beiden sind 10 u. 12.