Petition is addressed to:
Bürgermeister Jens Richter
Wir Eltern, Familien und Bürger*innen der Stadt Lübben setzen uns für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Entwicklung der städtischen Kinderbetreuung ein.
Daher fordern wir die Stadtverwaltung und die politischen Entscheidungsträger auf, die geplanten Maßnahmen zu überdenken und gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Unsere zentralen Anliegen sind:
- Stopp des geplanten Stellenabbaus, bis eine vollständige, transparente und nachvollziehbare Bedarfsanalyse vorliegt. Entscheidungen über die Reduzierung sozialer Infrastruktur dürfen nur auf einer belastbaren Grundlage getroffen werden.
- Übernahme der aktuell ausgebildeten Erzieher*innen, mindestens befristet. Ausgebildete Fachkräfte nicht zu halten, während gleichzeitig von Personalengpässen berichtet wird, ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch zukunftsfähig.
- Transparente Offenlegung aller relevanten Daten: Auslastung der Kitas, Personalstand und -planung, demografische Entwicklungen, Auswirkungen der Haushaltssperre, Berechnungsgrundlagen für den Personalbedarf - Nur mit nachvollziehbaren Fakten kann Vertrauen entstehen.
- Prüfung von Alternativen zur Sicherung der Fachkräfte, darunter ausdrücklich: die Möglichkeit einer kommunalen Anstellung von Erzieher*innen über städtische Mittel, interne Umverteilung, flexible Übergangsmodelle, temporäre Stabilisierungsmaßnahmen bis zur Klärung der Finanzierungsfragen. Personalabbau darf erst erfolgen, wenn alle Optionen sorgfältig abgewogen wurden.
- Entwicklung eines langfristigen Zukunftskonzeptes für die Kitas in Lübben, gemeinsam mit Eltern, Fachkräften, Kita-Leitung, Verwaltung und Politik. Nur ein kooperativer Ansatz gewährleistet Qualität und Planungssicherheit.
- Keine pauschalen Stundenreduzierungen über Nebenvereinbarungen. Anpassungen dürfen ausschließlich freiwillig erfolgen und müssen pädagogische Qualität und Fachkräftebindung gewährleisten.
Reason
Die Kindertagesstätten in Lübben stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Stadt plant, insgesamt neun Stellen im Kita-Bereich zu streichen. Gleichzeitig haben in den vergangenen Wochen eine Erzieher*in freiwillig gekündigt und drei weitere werden aufgrund von Schwangerschaft ausfallen. Damit bleiben real fünf Stellen, die akut betroffen wären.
Hinzu kommt: Mindestens zwei Auszubildende sollen nicht übernommen werden, obwohl sie in der Praxis dringend gebraucht werden.
Die Begründung der Stadt stützt sich auf rechnerische Überkapazitäten und sinkende Geburtenzahlen. Im Alltag erleben Eltern und Fachkräfte jedoch das Gegenteil:
Immer wieder müssen Gruppen zusammengelegt werden oder Eltern werden gebeten, ihre Kinder nach Möglichkeit zuhause zu lassen – weil Personal fehlt. Krankheitswellen und Urlaubszeiten führen regelmäßig zu Engpässen.
Diese Diskrepanz zwischen „auf dem Papier“ und der Realität belastet Familien, Kinder und Fachkräfte gleichermaßen.
Wir sind überzeugt:
Bevor dauerhaft Fachkräfte verloren gehen — häufig für immer, gerade in einer Stadt wie Lübben — müssen alle Alternativen sorgfältig geprüft und offengelegt werden.
Kitas sind kein „frei beschneidbarer“ Kostenfaktor, sondern die Grundlage einer familienfreundlichen und zukunftsfähigen Stadt. Wer heute Betreuungssicherheit bietet, gewinnt morgen junge Familien. Wer heute Personal abbaut, verliert diesen Vorteil dauerhaft.
Daher fordern wir:
Transparenz, Mitbestimmung, Verantwortung – und keine kurzfristigen Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Kleinsten.
Die Stadt Lübben hat in den letzten Jahren 3 Jahren viele Millionen unkontrolliert ausgegeben und die wirtschaftliche Übersicht verloren. Jetzt werden Schuldige gesucht werden. Das sind momentan die TKS GmbH und die Kindergärten.