Kein Abbau der sozialen Infrastruktur in Lübben - Fachkräftesicherung ist Zukunftssicherung!

Petition richtet sich an
Bürgermeister Jens Richter

398 Unterschriften

68 %
243 von 360 für Quorum in Lübben (Spreewald) Lübben (Spreewald)

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  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung noch > 2 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Jens Richter

Wir Eltern, Familien und Bürger*innen der Stadt Lübben setzen uns für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Entwicklung der städtischen Kinderbetreuung ein.

Daher fordern wir die Stadtverwaltung und die politischen Entscheidungsträger auf, die geplanten Maßnahmen zu überdenken und gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten.

Unsere zentralen Anliegen sind:

  1. Stopp des geplanten Stellenabbaus, bis eine vollständige, transparente und nachvollziehbare Bedarfsanalyse vorliegt. Entscheidungen über die Reduzierung sozialer Infrastruktur dürfen nur auf einer belastbaren Grundlage getroffen werden.
  2. Übernahme der aktuell ausgebildeten Erzieher*innen, mindestens befristet. Ausgebildete Fachkräfte nicht zu halten, während gleichzeitig von Personalengpässen berichtet wird, ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch zukunftsfähig.
  3. Transparente Offenlegung aller relevanten Daten: Auslastung der Kitas, Personalstand und -planung, demografische Entwicklungen, Auswirkungen der Haushaltssperre, Berechnungsgrundlagen für den Personalbedarf - Nur mit nachvollziehbaren Fakten kann Vertrauen entstehen.
  4. Prüfung von Alternativen zur Sicherung der Fachkräfte, darunter ausdrücklich: die Möglichkeit einer kommunalen Anstellung von Erzieher*innen über städtische Mittel, interne Umverteilung, flexible Übergangsmodelle, temporäre Stabilisierungsmaßnahmen bis zur Klärung der Finanzierungsfragen. Personalabbau darf erst erfolgen, wenn alle Optionen sorgfältig abgewogen wurden.
  5. Entwicklung eines langfristigen Zukunftskonzeptes für die Kitas in Lübben, gemeinsam mit Eltern, Fachkräften, Kita-Leitung, Verwaltung und Politik. Nur ein kooperativer Ansatz gewährleistet Qualität und Planungssicherheit.
  6. Keine pauschalen Stundenreduzierungen über Nebenvereinbarungen. Anpassungen dürfen ausschließlich freiwillig erfolgen und müssen pädagogische Qualität und Fachkräftebindung gewährleisten.

Begründung

Die Kindertagesstätten in Lübben stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Stadt plant, insgesamt neun Stellen im Kita-Bereich zu streichen. Gleichzeitig haben in den vergangenen Wochen eine Erzieher*in freiwillig gekündigt und drei weitere werden aufgrund von Schwangerschaft ausfallen. Damit bleiben real fünf Stellen, die akut betroffen wären.

Hinzu kommt: Mindestens zwei Auszubildende sollen nicht übernommen werden, obwohl sie in der Praxis dringend gebraucht werden.

Die Begründung der Stadt stützt sich auf rechnerische Überkapazitäten und sinkende Geburtenzahlen. Im Alltag erleben Eltern und Fachkräfte jedoch das Gegenteil:

Immer wieder müssen Gruppen zusammengelegt werden oder Eltern werden gebeten, ihre Kinder nach Möglichkeit zuhause zu lassen – weil Personal fehlt. Krankheitswellen und Urlaubszeiten führen regelmäßig zu Engpässen.

Diese Diskrepanz zwischen „auf dem Papier“ und der Realität belastet Familien, Kinder und Fachkräfte gleichermaßen.

Wir sind überzeugt:

Bevor dauerhaft Fachkräfte verloren gehen — häufig für immer, gerade in einer Stadt wie Lübben — müssen alle Alternativen sorgfältig geprüft und offengelegt werden.

Kitas sind kein „frei beschneidbarer“ Kostenfaktor, sondern die Grundlage einer familienfreundlichen und zukunftsfähigen Stadt. Wer heute Betreuungssicherheit bietet, gewinnt morgen junge Familien. Wer heute Personal abbaut, verliert diesen Vorteil dauerhaft.

Daher fordern wir:

Transparenz, Mitbestimmung, Verantwortung – und keine kurzfristigen Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Kleinsten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Anna-Lena Liebscher, Lübben
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 26.11.2025
Sammlung endet: 25.05.2026
Region: Lübben (Spreewald)
Kategorie: Familie

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Neuigkeiten

  • (Fortsetzung)...Unsere Petition kann – gemeinsam mit der Landespetition und dem Kita-Ausschuss – ein unterstützender Impuls dafür sein, dass diese Probleme nicht untergehen.

    Ich habe das begonnen, weil ich nicht tatenlos zuschauen wollte – und obwohl der Ausgang nicht der ist, den ich mir erhofft habe, bin ich dankbar für jede Stimme, jede Nachricht und jedes Gespräch, das gezeigt hat, dass Engagement nicht selbstverständlich ist, aber wertvoll.

    Danke, dass ihr dabei seid.
    Danke, dass ihr Haltung gezeigt.
    Danke, dass ihr für eure Kinder und für unsere Erzieherinnen und Erzieher eintretet.

    Alles Gute für euch und eure Familien.
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich möchte mich von Herzen bei euch bedanken für eure Beteiligung, eure offenen Worte, eure Gedanken und eure Bereitschaft, euch einzubringen. Die vielen Kommentare und Nachrichten haben gezeigt, wie sehr euch die Situation unserer Kinder und unserer Kitas am Herzen liegt.

    Mein ganz besonderer Dank gilt unseren Erzieherinnen und Erziehern.

    Sie sind diejenigen, die jeden Tag die Türen öffnen, Kinder trösten, Entwicklungswege begleiten, Konflikte auffangen, lachen, zuhören, fördern – oft unter Bedingungen, die ihnen viel abverlangen.
    Dass gerade sie jetzt die Konsequenzen einer strukturellen Schieflage tragen müssen, trifft mich besonders. Sie verdienen Respekt, Anerkennung und echte Unterstützung – und ich hoffe, dass sie spüren, dass viele Eltern hinter ihnen stehen.

    Das Gespräch mit dem Bürgermeister hat gezeigt, wie komplex die Lage ist, aber leider auch, wie spät viele Informationen bei uns Eltern tatsächlich ankamen. Vieles, was jetzt sehr plötzlich wirkt, war in der Verwaltung offenbar schon seit Monaten absehbar. Für den Personalabbau kommt unsere Petition deshalb zu spät – und das bedaure ich zutiefst.

    Was wir jedoch weiterhin beeinflussen können, ist das Wie: wie miteinander kommuniziert wird, wie Entscheidungen erklärt werden, und wie viel Transparenz und Mitsprache Eltern künftig erhalten.

    Darum bleibt die Petition geöffnet. Nicht, weil wir die aktuellen Entscheidungen noch stoppen können, sondern weil wir weiterhin ein Zeichen setzen können – für bessere Kommunikation, für nachvollziehbare Entscheidungen, für eine Elternschaft, die ernst genommen wird.

    Auf Landesebene gibt es parallel Bestrebungen, die Finanzierungsstruktur der Kitas zu überarbeiten (>> openpetition.de/!phsyp

Warum Menschen unterschreiben

Es geht um unsere Kinder.

Weil der Bürgermeister unfähig ist

Betreuung nicht gewährleistet, bei Vollzeit Arbeit. Auf der einen Seite meckern deutsche arbeiten zu kurz/ wenig, auf der anderen Seite Betreuungszeiten in Kitas kürzen. Finde den Fehler.

Weil mir die gute Betreung der Kinder wichtig ist.

Ich habe selbst zwei kleine Kinder, für die ich mir nichts mehr wünsche als eine gute und konstante Bezugserzieherin, bei der sie sich wohlfühlen – und nicht ständigen Personaldurchfluss durch Kündigungen oder willkürliche Umsetzungen innerhalb des Trägers.
Außerdem bin ich beruflich selbst von den Sanktionen und Kürzungen betroffen und muss mich täglich mit Zukunftsängsten plagen.

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