Neuigkeiten
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Die Petition wurde eingereicht
vor 1 TagLiebe Unterstützende,
es ist nun schon über ein Jahr her seit der letzten Info. In der Zwischenzeit haben wir auf die Arbeit der Umweltverbände und ihrer Anwälte gebaut. Die bisherigen Anträge der Gemeinde Wald-Michelbach wurden von der Unteren Naturschutzbehörde abgelehnt, die auch die Mahd des Schilfs im Jahr 2024 kritisiert hat. Die Meinung der Gemeinde war, dass das Schilf nicht mehr nachwachsen würde und der Wert der zu bebauenden Fläche für den Arten- und Naturschutz somit nicht mehr gegeben sei. Die Bekassinen harrten auf den ihnen vertrauten Plätzen im Schilf aus, das vorerst keine Deckung und somit keinen Schutz mehr vor Raubieren bot. Erstaunlicherweise überlebten dies genug Tiere, sodass sie aktuell in großer Zahl im nachgewachsenen Schilf zu beobachten sind, aber durch ihre gute Tarnung, geringe Körpergröße und scheue Verhaltensweise nur für geübte Augen (und bitte nur von den Wegen aus). Der Schwarzstorch wurde in diesem Jahr auch schon bei der Nahrungssuche auf den Affolterbacher Feuchtwiesen beobachtet. Wer in der letzten Zeit über den Fahrradweg vorbeigekommen ist, hat sicher die Bissspuren des Bibers auf Höhe des Schilfs gesehen, bei dem im vergangen Jahr Nachwuchs dokumentiert werden konnte. Die Natur hat sich behaupten können.
Wichtig wäre zur Sicherheit aller Beteiligten, dass keine Hunde durch die Wiesen rennen. Zum einen sollten sie wegen der Schweinepest ohnehin angeleint sein. Zudem stören sie die wilden Tiere dort. Wenn sich einer der Biber bedroht fühlt, kann das auch schnell gefährlich für den Hund werden. Biber sind sehr wehrhaft und welchen Schaden ihre Zähne anrichten können, kann man sich sicher vorstellen.
Im Rahmen der Petition wurden wir von einigen Menschen angesprochen, die sich gerne aktiv im Naturschutz einbringen möchten. Thomas Müller, Landschaftsgärtner aus Affolterbach, sucht Mitstreiter, die mit ihm zusammen eine Fläche am Fahrradweg umgestalten. Treffpunkt ist jeden Samstag um 10:00 am alten Bahnhof Unter-Wald-Michelbach/BGZ. Wir sind diesen Samstag auf jeden Fall dabei und freuen uns über jede helfende Hand.Viele Grüße von den Initiatoren und vielleicht bis Samstag
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Die Petition wurde eingereicht
am 02.02.2025Liebe Unterstützende,
wir haben uns länger nicht gemeldet. Heute ist Welttag der Feuchtgebiete. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, über die letzten Entwicklungen zu informieren. Am 12.12.2024 wurde die Petition symbolisch an den Bürgermeister Dr. Sascha Weber übergeben. Dieser empfing uns freundlich, zeigte allerdings keinerlei Verständnis für unser Anliegen. Wir starteten mit einer Zusammenfassung der Kommentare und Argumente, die wir von Ihnen gehört und gelesen haben, wie wichtig der Arten- und Hochwasserschutz sei, dass viele gerne dort vorbei spazierten, dass man nicht seine Heimat immer weiter zugebaut sehen wolle, dass zuerst Leerstand bekämpft werden solle, dass Privatleute, die tatsächlich nachhaltig umbauen, statt neu bauen wollen, von der Gemeinde Steine in den Weg gelegt bekämen, aber man das Gefühl habe, die Gemeinde selbst mache es sich dann selbst sehr einfach, um nur ein paar zu nennen. Daraufhin wurden die Unterschriftenlisten mit insgesamt 696 Unterschriften, davon 415 von in Wald-Michelbach gemeldeten Menschen, und Kommentarliste überreicht. All diese Menschen, also Sie, haben innerhalb von nur zwei Wochen unterzeichnet.
Nach der offiziellen Übergabe der Listen, hatten die Vertreter der NABU-Verbände Wald-Michelbach und Kreis Bergstraße die Möglichkeit mit dem Hintergrund ihrer Fachkenntnis, die Wichtigkeit dieses Gebietes für den Artenschutz zu verdeutlichen und die Ergebnisse des von den Umweltverbänden in Auftrag gegebenen Gutachtens zu erklären. Sie verdeutlichten die Schwierigkeit des Nachweises von Brutgebieten, sie können aber die gefundenen Hinweise auf seltene Arten und Balz- und Brutverhalten durch eigene Beobachtung vielfach bestätigen. Danach folgte eine allgemeinere Diskussion, bei der unter anderem auch finanzielle Aspekte und alternative Flächen angesprochen wurden. Einige Argumente, die der Bürgermeister hervorbrachte, muteten etwas seltsam an, wie beispielweise, dass die Wiese gar nicht wirklich feucht sei und das Schilf bewässert worden wäre. Vor allem seit der Mahd des Schilfs, ist die Feuchtigkeit des Bodens in Form von sichtbar gewordenen und dauerhaft vorhandenen Pfützen noch deutlicher zu sehen. Wer denn bewässert hätte, konnte er nicht sagen und wich der Frage aus. Zum Abschluss wurde dem Bürgermeister noch eine wichtige Botschaft mitgegeben: „Ein tolles Gebiet haben Sie dort.“
Da neben dem Unverständnis des Bürgermeisters das Interesse der Gemeindevertretung ebenfalls gering ausfiel, wie an den wenigen Stellungnahmen zu sehen ist, und die Odenwälder Zeitung keinerlei Interesse hatte, über die Übergabe zu berichten, konzentrierten wir uns dann auf andere Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Es werden weiterhin immer wieder Nachweise der in dem Gebiet vorkommenden Tiere – vor allem der Bekassinen – gesammelt und an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Die Umweltschutzorganisation MUNA hat einen Anwalt eingeschaltet und geht nun rechtlich gegen den Baubeginn vor. Wir stehen voll und ganz hinter diesem Schritt. Zudem wurde auf deren Internetseite ein lesenswerter Beitrag veröffentlicht: www.muna-ev.com/aktuelles/
Wir laden Sie ein, den heutigen Welttag der Feuchtgebiete zum Anlass zu nehmen, sich über diese wertvollen Biotope zu informieren, Freunde und Bekannte zu informieren und sich bei diesem schönen Wetter am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg zu den Affolterbacher Wiesen oder einem anderen Feuchtgebiet zu machen, um dort die Artenvielfalt aus der Ferne zu beobachten und zu genießen. Wir sind heute auf jeden Fall unterwegs.
Viele Grüße und einen sonnigen Tag in der Natur wünschen die Initiatoren -
Liebe Unterstützende,
der neue Übergabetermin ist am 12.12.2024 um 16:30 Uhr im Rathaus. Bisher haben leider nur vier Mitglieder der Gemeindevertretung eine Stellungnahme veröffentlicht.
Viele Grüße von den Initiatoren