Anlässlich des für ‪den 20. April in der Flens-Arena angekündigten Konzertes von Frei.Wild möchten wir ein Zeichen setzen gegen Musikveranstaltungen, die wir als menschenverachtend und gewaltverherrlichend bewerten.

Die Band Frei.Wild äußert sich – entgegen ihrer Beteuerungen – in ihren Texten immer wieder rechtsoffen und bearbeitet Themen, die für extreme Rechte anschluss- und zustimmungsfähig sind.

Frei.Wild verpackt ihr gewaltverherrlichendes und völkisches Gedankengut so geschickt, dass es massenkompatibel daherkommt, und trägt damit aktiv zur Bildung von Vorurteilen und Feindbildern in der Bevölkerung bei. Die Band liefert so den Soundtrack für den gesellschaftlichen Rechtsruck, der immer breitere Kreise erreicht.

Der von Frei.Wild propagierte Nationalismus und die damit heraufbeschworene Angst vor Überfremdung sind nicht unpolitisch. Während einigen Fans die politische Dimension nicht bewusst sein mag, positionieren sich viele Fans der Band eindeutig rechtsextrem. Frei.Wild fungiert somit als Bindeglied in die rechte Szene und bietet vor allem Einsteigerinnen und Einsteigern Anknüpfungspunkte.

Vor diesem Hintergrund empfinden wir es als besonders zynisch, dass dieses Konzert ausgerechnet an dem 130. Geburtstag Hitlers in Flensburg stattfinden soll. In der Vergangenheit ist Flensburg damit in die Schlagzeilen geraten, dass Rechtsextreme aus ganz Deutschland am 20. April in Flensburg eingefallen sind, um den sog. Führergeburtstag in der letzten Reichshauptstadt mit rechten Parolen und Schlägereien zu feiern.

Wir fordern daher Förde Show Concept GmbH auf, das Konzert abzusagen.

Begründung

Ein buntes Flensburg lebt von der aktiven Auseinandersetzung darüber, wie wir in unserer Stadt friedlich in Vielfalt zusammen leben können. Rechtspopulisten aktiv eine Bühne zu bieten, gehört aus unserer Sicht nicht dazu. Wir werden dem geplanten Konzert daher nicht widerspruchslos zusehen.

Wir möchten nicht stillschweigend zusehen, wenn nationalistische und menschenfeindliche Parolen immer gesellschaftsfähiger werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kein Hafen für Nationalismus aus Flensburg
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Neuigkeiten

  • Argumente

    am 10.03.2019

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    wir haben unsere Argumente nun in einem Flyer gesammelt, der in den nächsten Tagen an vielen Orten in Flensburg ausliegen und verteilt wird.

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    es gibt gute Neuigkeiten: www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/frei-wild-konzert-in-flensburg-vor-der-absage-id22896292.html

    Das Bündnis »Kein Hafen für Nationalismus« begrüßt die Entscheidung des Betreibers der Flens-Arena, der rechtspopulistischen Rockband Frei.Wild keine Bühne zu bieten.

    Die Band Frei.Wild aus Südtirol (Italien) vertritt eine Ideologie, die Heimat an »Blut und Boden« knüpft und »kulturelle Reinheit« anstrebt und trägt daher mit ihren Texten aktiv dazu bei, völkisches Gedankengut salonfähig zu machen und den Nährboden für eine Polarisierung der Gesellschaft zu bereiten.

    Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die Stücke. In den Texten finden sich nicht nur veraltete Heimatkonstruktionen, auch die Geschlechterrollen, die Vorstellung von geistiger Gesundheit, Fleiß und Männerbünden zeichnen ein reaktionäres Menschenbild, das große Teile der Bevölkerung ausgrenzt und degradiert und immer wieder rechtsextreme Ideologie bedient.

    Selbst wenn das Datum zufällig gewählt sein sollte, erscheint es zynisch, dass ausgerechnet am 130. Geburtstag Hitlers ein Konzert in Flensburg stattfinden soll, das auch ein rechtsextremes Publikum anspricht. Vielen Flensburgerinnen und Flensburgern sind die Zeiten in den 80‘er Jahren, wo sich Rechtsextreme regelmäßig anlässlich des »Führergeburtstags« in der letzten Reichshauptstadt versammelt haben, noch in unguter Erinnerung.

    Vielen der insbesondere jungen Fans ist die politische Dimension der Musik gar nicht bewusst. Die Band kann ihre völkischen Werte deshalb einem breiten Publikum präsentieren und aktiv zur Meinungs- und Identitätsbildung von Heranwachsenden beitragen. Daher ist es so wichtig, dass sich Kommunen im Sinne des Jugendschutzes dafür einsetzen, dass Jugendliche nicht über Musikveranstaltungen für rechte Ideologie begeistert werden.

    Der Wunsch nach einem friedlichen und gleichberechtigten Miteinander wird glücklicherweise immer noch von sehr breiten gesellschaftlichen Kreisen getragen. Das Bekenntnis zu einer offenen Gesellschaft verpflichtet dazu, Intoleranz und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden entgegen zu treten. Diese Vielfalt und Weltoffenheit lebt Flensburg und spiegelt sich in unserem Bündnis wider und zeigt sich in der erfreulichen Entscheidung der Flens-Arena.

    Wir danken daher allen in Flensburg, die eine klare Haltung zeigen. Flensburg bietet Nationalismus und Hass keinen Hafen. Flensburg bleibt bunt! Danke!
    Das Bündnis »Kein Hafen für Nationalismus«

    Eine Übersicht der Bündnismitglieder findet sich hier: www.openpetition.de/organisation/kein-hafen-fuer-nationalismus

  • Heute hat uns dieses schöne Foto vom Heimspiel der SG Flensburg-Handewitt in der Flens-Arena erreicht. Wir möchten es euch nicht vorenthalten!

    Habt ihr unsere Petition schon geteilt?
    Wir freuen uns über noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer!

Pro

„Wir haben’s getan, Wir haben’s gemacht, Wir haben Leute verdroschen, Über die Folgen nicht nachgedacht, Wir haben die Straßen der Stadt für uns in Anspruch genommen, Keine Gefangenen gemacht, Wir haben gesoffen und geboxt, Standen oft vorm Richter, Keine Reue, haben darüber gelacht“. Aus: "Nennt es Zufall, nennt es Plan" Wer das brüllt und dabei tolleriert, dass seine Gäste den Hitlergruß zeigen, sollte sich nicht unschuldig geben. Freiwild hat ja deswegen Erfolg, weil ihre Texte von Nazis auf ihre völkisch- nationalen Gedanken 1:1 adaptiert werden. Ich nenne es nicht Zufall.

Contra

Ich habe selten so einseitigen Blödsinn wie hier in den Ausführungen gelesen. Als Fan der Band seit 2009 (48 Jahre, Akademiker, Unternehmer) habe ich die Band mehrmals persönlich getroffen und mich mit ihr auch ausführlich unterhalten können. Ich war als Jugendlicher selbst in der rechten Szene unterwegs und habe mich danach sehr verändert. Es ist erschreckend, dass die Kritiken sich immer wieder nur auf die Vergangenheit Philipp Burgers beziehen, denn in den Texten der Alben der letzten 10 Jahre kann man nichts finden, was der Band vorgeworfen wird. Hört Burger doch mal selbst zu...

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 2 Tagen

    Weil ich der Meinung bin das derartiges Gedankengut bereits im Keim erstickt werden muss.

  • vor 2 Tagen

    Ein Auftritt einer Rechtsrock-Band an Hitlers Geburtstag in der letzten Reichshauptstadt, der alle Rechtsradikalen zusammenstroemen lässt - das kann nur zu gefährlichen Folgen führen.

  • vor 4 Tagen

    Er gab einmal den Hitler und es ist gut, dass der nun tot ist - wir brauchen hier kein neues Reich für Rechtsradikale

  • vor 8 Tagen

    Wir alle müssen zusammen stehen und nicht nur in den Fall wie hier. Nur zusammen können wir die Problematiken in unserem Land und auf der Welt lösen!!! Nur zusammen!!

  • Johanna Meissner Süderbrarup

    vor 9 Tagen

    Ich bin absolut gegen Rechts

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