Ein Tunnel für den Doberberg

Das Bauprojekt "Staatsstraße S 177 Ortsumfahrung Wünschendorf/Eschdorf" führt am Doberberg durch eine wunderbare Landschaft, durch Landschaftsschutzgebiet. Der nächste Bauabschnitt verläuft unmittelbar hinter dem Doberberg. Geplant ist ein etwa 15 Meter tiefer Einschnitt in den Bergkamm, der nur wenige Meter hinter dem Ehrenmal für die gefallenen Soldaten im Ersten Weltkrieg verlaufen soll. Die Fahrbahn soll eine Breite von 32 bis 40 Metern aufweisen. Bei diesen Abmessungen muss der keilartige Einschnitt für die S 177 auf dem Bergrücken mindestens 100 Meter betragen.

Ein solcher Aushub würde einen erheblichen Eingriff in das Landschaftsbild darstellen. Nicht nur die Sichtbeziehungen zum Ehrenmal würden stark beeinträchtigt, sondern die Blickbeziehungen von ganz unterschiedlich weit entfernten Standpunkten aus zum Berg hin wären unwiederbringlich gestört.

Weiterhin wäre der Höhenwanderweg Pillnitz-Dresden (der sogenannte Wettiner Weg) unterbunden. Der sehr beliebte Weg führt vom Schloss Pillnitz über die sieben Brücken, vorbei am Belvedere auf der Schönen Höhe (erste Verehrungsstätte in Deutschland für Johann-Wolfgang von Goethe) bis nach Stolpen.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Kulturlandschaft um den Doberberg - durch den geplanten Verlauf der Staatsstraße - in Größenordnung zerstört werden würde. Nicht zu unterschätzen wäre im Winter der Aspekt von Schneeverwehungen, die den Verkehr bei entsprechender Witterung zumindest teilweise zum Erliegen bringen könnten, wenn eine offene Streckenführung ausgeführt werden würde. Erwähnenswert ist außerdem, dass an Südhängen, aber ebenso an Nordhängen in Wünschendorf Feldgrillen leben. Diese Grillenart ist in der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland als gefährdet eingestuft.

aktuelle Berichterstattung:

www.sz-online.de/nachrichten/plaene-fuer-s-177-in-der-kritik-3144743.html

Begründung

Vor dem oben skizzierten Hintergrund, der selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, da der Initiator der Petition kein Experte auf diesen unterschiedlichen Fachgebieten ist, wird deshalb gefordert: einen etwa 250 Meter langen Tunnel für den Doberberg zu bauen, aus Verantwortung gegenüber der Landschaft und der Natur sowie aus Rücksicht auf die Menschen in Wünschendorf und die zahlreichen Wanderer sowie künftiger Generationen.

Eine offene Bauweise mit sogenannter Tunneldecklung würde mittels Spundwänden erfolgen. Für eine solche bauliche Lösung wäre weitaus weniger Erdbewegung nötig. Mit einer Tunnellösung müsste die Staatstraße keinen so einen steilen Anstieg von Bonnewitz aus kommend über den Berg bewältigen. Die wunderschöne Topografie könnte für diesen Bereich erhalten bleiben. Außerdem könnte die Straße nach dem Austritt aus einem Tunnel flacher über das Gebiet westlich von Wünschendorf Richtung Eschdorf gebaut werden und verliefe nicht so dominant vom Berg herunter.

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer,

    heute habe ich die Petition an das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gesendet. Ich bin gespannt auf die Reaktion.

    Am 13. August 2015 fand auf dem Doberberg ein Treffen mit dem Landrat des Landkreises Sächsisches Schweiz, dem Oberbürgermeister von Pirna und Fachleuten sowie Anwohnern und mir statt. Der Landrat hat sich die Situation vor Ort angesehen. Es wurde vereinbart, dass die anwesenden Fachleute Argumente zusammen tragen, die für eine neue Bewertung des Areals hinter dem Doberberg herangezogen werden könnten, damit aus der geplanten Brücke eine sogenannte Tunneldecklung werden könnte. Entschieden wird darüber aber in Bonn, wie mir in dieser Runde mitgeteilt wurde. Bei dem Treffen wurde zudem vereinbart, dass die Stadt Pirna im Herbst zu einer Gesprächsrunde einlädt, auf der dann die neuen Argumente der Fachleute besprochen werden. Es geht uns nicht darum, die Straße zu verhindern oder zu verzögern, sondern dieses Teilstück so naturnah wie möglich zu gestalten.

    Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung!

    Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich Sie informieren.

    Herzlich grüßt

    Thomas Krohner

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Wiso kommt ihr erst jetzt an, wo die Planungen weit fort geschritten sind? Die Verzögerung ist wieder typisch für die Region, "Wenn mir was nicht passt, mach ich ne Petition und/oder leg soviele Einsprüche wie möglich ein..." - toll, ganz toll - Statt endlich mal Gas zu geben und die Sache fertig werden zu lassen, wird wieder eine neue Baustelle eröffnet im Namen "der Natur" - Humbug! Ihr treibt womöglich die Kosten nur unnötig höher, um ein paar Jahre dem drohenden Bau und Verkehr ein Schnippchen zu schlagen. Bitte liebe LDS und LASUV wischt die Einwände vom Tisch - es ist schlicht zu SPÄT !!