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Bild zur Petition mit dem Thema: Kein Mäusegift in der Landwirtschaft Kein Mäusegift in der Landwirtschaft
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landwirtschaftsministerien der Länder und ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Tierschutz mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 5.331 Unterstützende
    5.074 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Kein Mäusegift in der Landwirtschaft

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Zum 1. September 2015 wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Erlaubnis erteilt in Hessen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das Mäusegift Chlorphacinon auf landwirtschaftlichen Flächen offen auszustreuen. Die „Notfallzulassung“ wurde mit Ernteausfällen begründet.

Im Rahmen unserer Petition fordern wir • … das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf, die Erlaubnis zum Einsatz von Chlorphacinon unverzüglich zurückzunehmen. • … die Landwirtschafts- bzw. Umweltministerien der Länder auf, den Einsatz des Mäusegifts in der Landwirtschaft unverzüglich zu unterbinden. • … die Landwirtschafts- bzw. Umweltministerien der Länder auf, „giftfreie“ Strategien gegen die Entwicklung von zyklisch hohen Mäusebeständen zu erarbeiten.

Begründung:

Das hochgiftige Pestizid Chlorphacinon vergiftet auch Hunde und Katzen und geschützte Arten wie Feldhamster, Igel, Bussarde, Milane und Eulen.

Das Pestizid mit dem Wirkstoff Chlorphacinon ist in der EU seit 2007 wegen seiner hohen Toxizität und der damit verbundenen Gefahren für die Tierwelt verboten. In den Jahren 2012 und 2013 sind solche Maßnahmen bereits genehmigt gewesen, der Notfall scheint somit eher zur Regel zu werden, denn erhöhte Feldmäusepopulationen gibt es etwa alle drei bis fünf Jahre.

Nicht nur Mäuse sind Opfer dieses Giftes, auch Feldhamster oder Igel nehmen das Gift direkt auf. Alle Tiere, die in der Nahrungskette höher stehen, wie zum Beispiel Greifvögel, Füchse, Marder, auch unsere Haustiere Katzen und Hunde, nehmen das Gift indirekt auf und können sich so vergiften. Entsprechende Studien aus Großbritannien, Schottland, Dänemark und Deutschland liegen uns dazu vor. Durch die Aufnahme von Chlorphacinon wird die Blutgerinnung gehemmt, die Tiere verbluten innerlich. Die Wirkung tritt erst einige Tage nach Aufnahme des Giftes ein.

Dabei wäre all dies möglicherweise nicht nötig, würde man zum einen weniger Pflanzengift in der Landwirtschaft einsetzen, die Felder regelmäßig pflügen, strukturgebende Hecken zulassen, die natürlichen Feinde der Mäuse nicht jagen (jedes Jahr werden über 500.000 Füchse und Marderartige durch Jäger getötet) und insbesondere Greifvögel in den meist strukturarmen landwirtschaftlich genutzten Landschaften durch zahlreiche Sitzstangen unterstützen.

Lovis Kauertz, Wildtierschutz Deutschland e.V. www.wildtierschutz-deutschland.de

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Gau-Algesheim, 05.09.2015 (aktiv bis 04.11.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer der Petition, wir haben von fast allen Ministerien und auch vom BVL mehr oder weniger gleichlautenden Informationen bekommen. Danach ist das Mäusegift im Rahmen einer Notfallzulassung unter Aufsicht des Pflanzenschutzdienstes nur auf ...

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Debatte zur Petition

PRO: Bitte nicht! Weil kostbare Raubvögel und Eulen Sekundärvergiftung erleiden werden!

CONTRA: Ein Erfolg der Petition könnte den Selbstschutz der Natur durch Rückbau des Experiments "Mensch" um einige Nanosekunden verzögern.

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Petitionsverlauf