• Von: Dr. Thomas Haug mehr
  • An: OB Dr. Christian Lösel
  • Region: Ingolstadt mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 449 Unterstützer
    337 in Ingolstadt
    Sammlung abgeschlossen

Kein Mobilfunksendemast im Ortskern Zucherings

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Am 10.05.2016 wurde zum Entsetzen vieler Zucheringer Bürger ein Mobilfunksendemast der Deutsche Funkturm GmbH (Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG) auf dem Grundstück Kalskroner Str. 9 mitten im Ortskern von Ingostadt-Zuchering errichtet. Die Inbetriebnahme ist für Juni/Juli 2016 geplant.

Nach Angaben des Umweltamtes wurde die Stadt Ingolstadt hierbei nicht in die Standortwahl mit einbezogen. Die Deutsche Funkturm GmbH hat demnach eigenmächtig ohne Einverständnis der Stadt Ingolstadt den Standort festgelegt und verstößt hiermit gegen den Mobilfunkpakt Bayern, der die Beteiligung der Kommunen beim Ausbau der Mobilfunknetze gesetzlich verankert (siehe hierzu www.stmuv.bayern.de/themen/strahlenschutz/elektromagnetische_felder/mobilfunkpakt/index.htm). Des Weiteren wurde hiermit gegen die Planungsleitlinien zwischen der Stadt Ingolstadt und den Netzbetreibern aus dem Jahr 2003 verstoßen.

Darüber hinaus verletzt der Standort in unmittelbarer Nähe zum kirchlichen Kindergarten St. Blasius Zuchering den im Stadtratsbeschluss der Stadt Ingolstadt vom Jahr 2003 festgelegten Mindestabstand von 100m zu Schulen und Kindergärten. Hierbei weist das Umweltreferat explizit darauf hin, dass dieser Mindestabstand trotz Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte aus Vorsorgegründen erforderlich ist, vorrangig aber sollten Alternativstandorte geprüft werden, was in diesem Fall nicht geschehen ist.

Zitat: „Ich würde mein Kind nicht in einen Kindergarten schicken, wenn sich im Umkreis von 250 Metern eine Mobilfunkanlage befindet.“
Prof. Dr. Peter Semm, Universität Frankfurt, Forscher im Telekom-Auftrag (1998)
(siehe www.aerzte-und-mobilfunk.eu/)

Wir fordern die Stadt Ingolstadt auf, die Inbetriebnahme der Mobilfunkanlage in der Zucheringer Ortsmitte zu verhindern.

Wir fordern die Deutsche Funkturm GmbH auf, den Mobilfunkmasten zu demontieren und gemäß dem Mobilfunkpakt Bayern gemeinsam mit der Stadt Ingolstadt und vertretern der Bürger an einem "runden Tisch" nach allgemeinverträglichen Alternativstandorten zu suchen oder ggf. die bereits vorhandene Infrastruktur zu nutzen.

Wir fordern des Weiteren beide Parteien auf, sich beim "runden Tisch" von unabhängigen Beratern (wie z.B. TÜV-Süd, Umweltinstitut München o.Ä.) unterstützen zu lassen.

Begründung:

Es steht außer Frage, dass die von Mobilfunksendemasten ausgestrahlten hochfrequenten elektromagnetischen Felder Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Zudem spielt bei der Strahlungsbelastung der Abstand zum Sender eine ausschlaggebende Rolle. Je näher der Sender, desto höher die Intensität der Strahlung (quadratische Abstandsregel, d.h. bei doppelter Entfernung reduziert sich die Intensität auf ein Viertel).

Daher ist eine Mobilfunksendeanlange in einem Ortskern mit hoher Anwohnerdichte sowie in unmittelbarer Nähe zu einem Kindergarten ein hohes gesundheitliches Risiko und muss unter allen Umständen vermieden werden. Gerade Kinder sind hierbei besonders zu schützen, wie auch die Bundesärztekammer betont. (siehe hierzu auch
www.elektrosmog.com/mobilfunk-risiken-und-schutz/wissenschaftler-und-aerzte-warnen/
www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/pressemitteilungen/artikel/bund-warnt-vor-mehr-elektrosmog-durch-neue-mobilfunk-sendeanlagen/)
Zuchering ist bereits umkreist von Mobilfunkmasten. Ein weiterer Standpunkt inmitten des Ortskerns ist überflüssig und widerspricht der im Stadtratsbeschluss von 2003 geforderten Minimierung von Sendeanlagen.

Davon abgesehen darf es nicht sein, dass ein Mobilfunkanbieter eine Standortwahl trifft, ohne die zuständigen Behörden zu beteiligen und dabei den Mobilfukpakt Bayern zu verletzen. Das darf sich die Stadt Ingolstadt und das dürfen wir Bürger uns nicht gefallen lassen!

Die Gesetzgebung hinsichtlich der Errichtung von Mobilfunksendemasten ist derart lax, dass es jeden jederzeit treffen kann. Dagegen müssen wir uns wehren!
Oder möchten Sie morgens aufwachen und eine Mobilfunkantenne vor Ihrem Schlafzimmerfenster finden?
Welche Schule, welcher Kindergarten, welches Krankenhaus kommt als Nächstes?

Gemeinsam können wir etwas bewegen!
Gemeinsam sind wir stark!
Unterstützen Sie uns durch Ihre Unterschrift!

Mehr Infos unter:
www.baubiologe24.de/grenzwerte-strahlung-umts.html
www.umweltinstitut.org/themen/mobilfunkstrahlung/mobilfunk-uebersicht.html
www.lfu.bayern.de/strahlung/emf_minimierung_schirmung/index.htm
www.elektrosmog.com/mobilfunk-risiken-und-schutz/mobilfunk-sendeanlagen/
www.tuev-sued.de/uploads/images/1134986968750797832842/Mobilfunkstrahlung.pdf

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Ingolstadt, 15.05.2016 (aktiv bis 14.08.2016)


Neuigkeiten

Die Unterschriften werden am Mittwoch, den 06.07. an die Stadt Ingolstadt übergeben.

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Strahlung des Funkturms ist krebserregend. Dadurch das er im Ortskern steht, sind der Strahlung viele Menschen ausgesetzt. Besonders der Kindergarten (St. Blasius) ist im Radius der Betrahlung. Dies ist nicht zu akzeptieren.

PRO: Als Elektrobiologe ist es für mich ein Muss gegen die flächendeckende Ausbreitung von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung zu kämpfen. Mit Messgeräten kann man gezielt die weit über den Vorsorgewerten der Bau- und Elektrobiologie liegende Strahlung ...

CONTRA: Schnelles mobiles Internet ist wichtig für den Informationsaustausch. Dieser Funkmast ist eine nötige Infrastruktur hierfür. Bezüglich der Ängste für ein erhöhtes Krebsrisiko ist anzumerken, dass Herr Fromme vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ...

CONTRA: Es ist halt wie immer , mann hat Strom aus der Steckdose ist aber gegen deren Erzeugung , selbst wenn es Windräder sind . so Ähnlich kommt mir das hier auch vor . Mein Vorschlag, ganz Zuchering verzichtet auf Mobilfunk inkl. Mobilinternet usw. und schon ...

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