• Von: Ursula Diez mehr
  • An: Bürgermeister Markus Boucsein
  • Region: Melsungen mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 352 Unterstützer
    296 in Melsungen
    Sammlung abgeschlossen

Kein neues Baugebiet "Sälzer Weg" in Melsungen!

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Melsungen braucht kein riesiges neues Baugebiet mit 60 Bauplätzen, nur um mit anderen umliegenden Gemeinden zu konkurrieren. Leidtragende sind alle Melsunger Bürger!
Am 12.10.2015 findet eine Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung statt, in der dieses Thema beschlussvorbereitend für die Stadterordnetenversammlung diskutiert wird. Wir fordern alle Melsunger Bürger auf, sich auf dieser öffentlichen Sitzung über das geplante Großprojekt zu informieren, da es fast jeden Melsunger Bürger betreffen wird, entweder durch Wertverfall der eigenen Immobilie, durch Baulärm für die nächsten Jahre in einem ganzen Wohnviertel oder aber durch Zubetonierung eines der letzten innerstäditschen Naherholungsgebiete!
Bitte informieren Sie sich regelmäßig über Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses und der Stadtverordnetenversammlung auf der Inernetseite der Stadt Melsungen.
www.melsungen.de/Rathaus++_+Politik-p-10/Sitzungsdienst/Einladung+%C3%B6ffentliche+Sitzungen.html
Dort können einge Tage später auch die Protokolle eingesehen werden.

Kämpfen Sie mit uns, indem Sie die Sitzungen besuchen und durch Ihre Präsenz Ihre demokratische Beteiligung an solch wichtigen Entscheidungen einfordern!

Begründung:

Was bedeuten neue Baugebiete in der Kernstadt?

Melsungen braucht angeblich dringend neue Baugebiete in der Kernstadt, wenn es nach dem Willen der FWG-Fraktion geht. Das Buhlen der Stadt Melsungen mit umliegenden Stadtteilen um neue Bürger nimmt laut der letzten Stadtverordnetensitzung schon recht konkrete Formen an. Es haben bereits Gespräche mit drei Investoren stattgefunden, die teilweise das gesamte als Bauland vorgesehene Gebiet am Sälzer Weg mit 60 Bauplätzen bebauen möchten. Sogar Vermessungen von einem Planungsbüro im Auftrag eines der Interessenten sind bereits durchgeführt worden und auch Kostenschätzungen für die Erschließung wurden seitens des Bauamts bereits vorgelegt. Dies ist erstaunlich unter dem Gesichtspunkt, dass die Ausweitung weiterer Baugebiete in der Stadtverordnetenversammlung im April noch abgelehnt wurde. Für Melsunger Bürger ist nicht nachvollziehbar, warum eine demokratisch von allen Stadtverordneten getroffene Entscheidung nur wenige Monate später wieder entgegengesetzt zur Abstimmung ansteht. Dies ist dem Vertrauen in die Verlässlichkeit getroffener Entscheidungen nicht zuträglich.
Die Absicht, Familien den Wunsch nach einem Eigenheim zu ermöglichen, ist zwar verständlich, aber sehr kurzsichtig. In den Randgebieten der Kernstadt werden große Neubaugebiete entstehen, die gemeinsam mit ihren Besitzern vergreisen werden. Die Innenstadt wird damit zur Problemzone, denn für Fachwerkhäuser wird es somit keine Kaufinteressenten mehr geben. Die Stadt dehnt sich nach außen aus und verfällt nach und nach im Kern. Diesen Fehler haben bereits einige umliegende Gemeinden gemacht und bereut. Hinzu kommt, dass derzeit sehr viel Wohnraum in Form von großen Mehrfamilienhäusern in der Kernstadt geschaffen wurde und noch weitere große Projekte in der Planung sind. Auch entstehen in den umliegenden Stadtteilen demnächst neue, kleinere Baugebiete. Somit vergrößert sich das Wohnraumangebot, obwohl die Einwohnerzahl von Melsungen seit längerem konstant ist. Eine weitere Ausweisung von Bauland, insbesondere in der Größenordnung von 60 Bauplätzen, wird unweigerlich zu einem Überangebot an Immobilien führen, was immer mit einem Preisverfall einher geht. Dies wird auch die junge Familie, die heute baut und das Eigenheim als Altersvorsorge betrachtet, in einigen Jahren schmerzlich erfahren, wenn die Immobilienpreise im ländlichen Raum purzeln, da aufgrund des demografischen Wandels die nächste Generation Käufer fehlt.
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat sich intensiv mit der Demografie von Gemeinden über 5.000 Einwohnern beschäftigt. Danach wird die Einwohnerzahl Melsungens bereits in 15 Jahren um ca. 9% geschrumpft sein. Die ländliche Region wird insgesamt weiter geschwächt, der seit einigen Jahren anhaltende Trend der Einwohnerverschiebung Richtung Großstadt wird sich noch verstärken.
Der Magistrat der Stadt Melsungen hat bis heute keine Datengrundlage für solch eine Entscheidung vorgelegt, z.B. wie viel Bestandsimmobilien in nächster Zeit zum Verkauf anstehen und auch die Zahl der Bauanfragen für die Kernstadt ist nicht bekannt und wie viele davon extern begründet sind, denn ein Umziehen innerhalb der Kernstadt schafft gar keine zusätzlichen Einwohner. Wären diese Zahlen homogen, wären auch andere Lösungen denkbar, z.B. ist der Abriss von Altimmobilien nicht zwangsläufig ein finanzieller Nachteil für Bauherren, da Gebäudeteile wie z.B. ein Keller wieder genutzt werden können. Das wäre eine von sicherlich mehreren Möglichkeiten, gewachsene Baugebiete durch vereinzelte Neubauten an Charme gewinnen zu lassen, und dennoch allen Neu- und Altbauimmobilienbesitzern gerecht zu werden. Positiver Nebeneffekt wäre die Vermeidung von Flächenversiegelungen durch Neubaugebiete, die laut Regionalbauernverband zu immens steigenden Pachten für landwirtschaftliche Nutzungsflächen führen und somit zu steigenden Lebensmittelkosten, wie die HNA jüngst berichtete.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Melsungen, 17.09.2015 (aktiv bis 16.03.2016)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer, die Petition ist beendet und wir haben 352 Unterschriften sammeln können, davon 296 in Melsungen. Für Ihre Unterstützung und für die vielen aufmunternden Gespäche möchten wir uns ganz recht herzlich bedanken! Es hat uns bestärkt, ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Können wir uns auf unserer Parteien und auf die von gewählten Vertreter verlassen? ?? ,daß so etwas.nicht passiert. Denn im Moment sieht es nicht so aus! .

PRO: Bin gegen die Bebauung diese Feldes am Sälzerweg, denn der Bauunternehmer , der schon das Gelände vermessen hat , könnte ja eventuell auf die Idee kommen und 8-10 ApartmentHäuser oder mehrgeschossIge Häuser wie in der Franz-Gleim-Str.zu bauen Mainhatten ...

CONTRA: Das Naherholungsgebiet für alle Hubergbewohner , speziell für die Kindergartenkinder,die täglich dort spazieren gehen, Friedhofsbesucher,die nach dem Besuch der Gräber entspannen. Die Friedhofs-Ruhe ist nicht mehr gegeben. Durch den massiven Zuwachs von ...

CONTRA: Einfach mal die in der HNA Printausgabe Melsungen am 6.10.2015 zu lesenden Informationen zum Thema "Wohnenim Fachwerk lesen.

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

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