Melsungen braucht kein riesiges neues Baugebiet mit 60 Bauplätzen, nur um mit anderen umliegenden Gemeinden zu konkurrieren. Leidtragende sind alle Melsunger Bürger! Am 12.10.2015 findet eine Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung statt, in der dieses Thema beschlussvorbereitend für die Stadterordnetenversammlung diskutiert wird. Wir fordern alle Melsunger Bürger auf, sich auf dieser öffentlichen Sitzung über das geplante Großprojekt zu informieren, da es fast jeden Melsunger Bürger betreffen wird, entweder durch Wertverfall der eigenen Immobilie, durch Baulärm für die nächsten Jahre in einem ganzen Wohnviertel oder aber durch Zubetonierung eines der letzten innerstäditschen Naherholungsgebiete! Bitte informieren Sie sich regelmäßig über Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses und der Stadtverordnetenversammlung auf der Inernetseite der Stadt Melsungen. www.melsungen.de/Rathaus++_+Politik-p-10/Sitzungsdienst/Einladung+%C3%B6ffentliche+Sitzungen.html Dort können einge Tage später auch die Protokolle eingesehen werden.

Kämpfen Sie mit uns, indem Sie die Sitzungen besuchen und durch Ihre Präsenz Ihre demokratische Beteiligung an solch wichtigen Entscheidungen einfordern!

Begründung

Was bedeuten neue Baugebiete in der Kernstadt?

Melsungen braucht angeblich dringend neue Baugebiete in der Kernstadt, wenn es nach dem Willen der FWG-Fraktion geht. Das Buhlen der Stadt Melsungen mit umliegenden Stadtteilen um neue Bürger nimmt laut der letzten Stadtverordnetensitzung schon recht konkrete Formen an. Es haben bereits Gespräche mit drei Investoren stattgefunden, die teilweise das gesamte als Bauland vorgesehene Gebiet am Sälzer Weg mit 60 Bauplätzen bebauen möchten. Sogar Vermessungen von einem Planungsbüro im Auftrag eines der Interessenten sind bereits durchgeführt worden und auch Kostenschätzungen für die Erschließung wurden seitens des Bauamts bereits vorgelegt. Dies ist erstaunlich unter dem Gesichtspunkt, dass die Ausweitung weiterer Baugebiete in der Stadtverordnetenversammlung im April noch abgelehnt wurde. Für Melsunger Bürger ist nicht nachvollziehbar, warum eine demokratisch von allen Stadtverordneten getroffene Entscheidung nur wenige Monate später wieder entgegengesetzt zur Abstimmung ansteht. Dies ist dem Vertrauen in die Verlässlichkeit getroffener Entscheidungen nicht zuträglich. Die Absicht, Familien den Wunsch nach einem Eigenheim zu ermöglichen, ist zwar verständlich, aber sehr kurzsichtig. In den Randgebieten der Kernstadt werden große Neubaugebiete entstehen, die gemeinsam mit ihren Besitzern vergreisen werden. Die Innenstadt wird damit zur Problemzone, denn für Fachwerkhäuser wird es somit keine Kaufinteressenten mehr geben. Die Stadt dehnt sich nach außen aus und verfällt nach und nach im Kern. Diesen Fehler haben bereits einige umliegende Gemeinden gemacht und bereut. Hinzu kommt, dass derzeit sehr viel Wohnraum in Form von großen Mehrfamilienhäusern in der Kernstadt geschaffen wurde und noch weitere große Projekte in der Planung sind. Auch entstehen in den umliegenden Stadtteilen demnächst neue, kleinere Baugebiete. Somit vergrößert sich das Wohnraumangebot, obwohl die Einwohnerzahl von Melsungen seit längerem konstant ist. Eine weitere Ausweisung von Bauland, insbesondere in der Größenordnung von 60 Bauplätzen, wird unweigerlich zu einem Überangebot an Immobilien führen, was immer mit einem Preisverfall einher geht. Dies wird auch die junge Familie, die heute baut und das Eigenheim als Altersvorsorge betrachtet, in einigen Jahren schmerzlich erfahren, wenn die Immobilienpreise im ländlichen Raum purzeln, da aufgrund des demografischen Wandels die nächste Generation Käufer fehlt. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hat sich intensiv mit der Demografie von Gemeinden über 5.000 Einwohnern beschäftigt. Danach wird die Einwohnerzahl Melsungens bereits in 15 Jahren um ca. 9% geschrumpft sein. Die ländliche Region wird insgesamt weiter geschwächt, der seit einigen Jahren anhaltende Trend der Einwohnerverschiebung Richtung Großstadt wird sich noch verstärken. Der Magistrat der Stadt Melsungen hat bis heute keine Datengrundlage für solch eine Entscheidung vorgelegt, z.B. wie viel Bestandsimmobilien in nächster Zeit zum Verkauf anstehen und auch die Zahl der Bauanfragen für die Kernstadt ist nicht bekannt und wie viele davon extern begründet sind, denn ein Umziehen innerhalb der Kernstadt schafft gar keine zusätzlichen Einwohner. Wären diese Zahlen homogen, wären auch andere Lösungen denkbar, z.B. ist der Abriss von Altimmobilien nicht zwangsläufig ein finanzieller Nachteil für Bauherren, da Gebäudeteile wie z.B. ein Keller wieder genutzt werden können. Das wäre eine von sicherlich mehreren Möglichkeiten, gewachsene Baugebiete durch vereinzelte Neubauten an Charme gewinnen zu lassen, und dennoch allen Neu- und Altbauimmobilienbesitzern gerecht zu werden. Positiver Nebeneffekt wäre die Vermeidung von Flächenversiegelungen durch Neubaugebiete, die laut Regionalbauernverband zu immens steigenden Pachten für landwirtschaftliche Nutzungsflächen führen und somit zu steigenden Lebensmittelkosten, wie die HNA jüngst berichtete.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ursula Diez aus Melsungen
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  • Liebe Mitstreiter,

    leider nur noch für kurze Zeit kann man auf der Homepage der Stadt Melsungen (www.umfrageonline.com/s/buergerbefragung-melsungen) an einer Umfrage teilnehmen. Auch hier wird abgefragt, ob die Bürger weitere Erschließungen von Baugebieten wünschen. Nehmen Sie sich bitte die 20 Minuten Zeit und nutzen Sie die Chance, eine entsprechende Bewertung abzugeben und ggf. in den Freitextflächen Ihre Begründung darzulegen, warum Sie kein Neubaugebiet im Sälzer Weg wünschen.
    Ich danke Ihnen bereits im Voraus recht herzlich für Ihr Engagement und wünsche Ihnen noch einen schönen ersten Mai.

    Viele Grüße,

    Ursula Diez

  • Liebe Unterstützer,

    die Petition ist beendet und wir haben 352 Unterschriften sammeln können, davon 296 in Melsungen. Für Ihre Unterstützung und für die vielen aufmunternden Gespäche möchten wir uns ganz recht herzlich bedanken! Es hat uns bestärkt, dass wir mit unserem Anliegen nicht alleine stehen und es sich lohnt, für unsere Sache weiter zu kämpfen.
    Morgen werden wir die Unterschriftenlisten an Herrn Boucsein übergeben und im Anschluss die HNA über die Übergabe informieren.

    In den nächsten Tagen wir das neue Stadtparlament seine Arbeit aufnehmen und man darf gespannt sein, wie schnell die Parteien ihre Wahlkampfversprechen bzgl. "Neubaugebiete" angehen werden. Es wird ein interessanter Sommer werden!

    Sollten Sie noch Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, erreichen Sie mich abends unter der Tel. 9085153.

    Viele Grüße,

    Ursula Diez

  • Guten Morgen liebe Mitstreiter,

    zuallererst möchte ich mich bei allen Petitions-Unterzeichnern für die Unterstützung unserers Anliegens bedanken. Mehr als 230 Unterschriften innerhalb weniger Wochen zeigen, wie sehr wir den Nerv getroffen haben mit unserer Forderung nach Einbindung des Bürgerwillens bei städteplanerischen Entscheidungen bzgl. unseres Heimatstädtchens.
    Da die städtische Politik aber bisher anscheinend kaum Notiz von dieser Petition genommen hat, möchte ich Sie alle noch einmal ganz herzlich bitten, mit uns gemeinsam morgen um 18 Uhr im Dienstleistungszentrum bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses unserem Anliegen ein Gesicht zu geben, in dem Sie Präsenz zeigen. Somit wird auch physisch für unsere städtischen Politiker deutlich, dass es sich hier nicht nur um ein paar virtuelle Unterschriften handelt!
    Es würde mich sehr freuen, wenn Sie es sich einrichten könnten, morgen am Montag diese Sitzung zu besuchen. Es wird dort als erster Tagesordnungspunkt bereits ein sehr konkreter Planungsvorschlag für das "Baugebiet" vorgestellt. Erst im Nachgang soll mit den Fraktionen darüber debattiert werden, inwieweit das Arreal als Baugebiet ausgewiesen werden soll.
    Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und hoffe auf ein persönliches Kennenlernen morgen,

    Ihre Ursula Diez

Pro

Können wir uns auf unserer Parteien und auf die von gewählten Vertreter verlassen? ?? ,daß so etwas.nicht passiert. Denn im Moment sieht es nicht so aus! .

Contra

Das Naherholungsgebiet für alle Hubergbewohner , speziell für die Kindergartenkinder,die täglich dort spazieren gehen, Friedhofsbesucher,die nach dem Besuch der Gräber entspannen. Die Friedhofs-Ruhe ist nicht mehr gegeben. Durch den massiven Zuwachs von PKW s und BaulastKraftfahrzeugen wird über Jahre hinweg ein Zusammenbruch kommen, da die engen Straßen am Huberg völlig ungeeignet sind. Ein Kollaps ist vorprogrammiert. !!! ,