Ich wehre mich gegen die Genehmigung von drei Gewerbegebieten in Schloß Holte-Stukenbrock. Die Gewerbegebiete sind im Bereich der Anschlussstelle „Schloß Holte“ (Nr. 22) der A33 geplant. Die Gesamtgröße beträgt ca. 43 ha.

Was ist bisher geschehen:

Das Bielefelder Logistikunternehmen Wahl & Co. hat bei der Bezirksregierung Detmold einen Antrag zur Ansiedlung auf der Gewerbefläche 1 (siehe Lageplan) gestellt. Die Bezirksregierung Detmold hat die Einverständniserklärung der Stadt Schloß Holte-St. angefordert, dass sie mit der Ansiedlung von Wahl & Co. einverstanden ist. Diese Einverständniserklärung zur Einleitung des Verfahrens wurde am 20.03.2018 durch den Ratsbeschluss der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock gegeben. Im Zuge der Ratssitzung wurden noch zwei weitere Gewerbeflächen vorgestellt, die in Zukunft von der Stadt geplant sind. Eine Begründung für den Bau dieser Gewerbeflächen wurde nicht gegeben. Gibt es bereits Gewerbebetriebe, die sich hier niederlassen wollen? Hervorzuheben ist, dass der Beschluss ohne Untersuchung der dadurch zu erwartenden Verkehrs-, Lärmschutz- und Schadstoffbelastungen gefasst wurde. Es wurden in der Ratssitzung keine Aussagen über die Art der Bebauung der Gewerbefläche 1 gemacht. Die Bürger der Stadt wurden über die bisherigen Planungen nicht informiert bzw. daran beteiligt.

Begründung

Ich bin aus folgenden Gründen gegen die geplanten Gewerbegebiete und Ansiedlung des Logistikunternehmens Wahl & Co.

  • Die Gewerbestandorte befinden sich innerhalb des Landschaftsschutzgebietes „Sennelandschaft“. Der Landschaftsschutz müsste für ca. 43 ha aufgehoben werden.

  • Der Flächenverbrauch für Straßen und Industriegebiete und die damit verbundene Versiegelung der Landschaft würde im Stadtgebiet weiter vorangetrieben. Diese Zerstörung der Umwelt, u. a. auch die Verrohrung des Landerbachs auf ca. 270 m, würde zum weiteren Rückgang der Insekten und anderer Tierarten führen.

  • Durch den Verlust der Acker- und Waldflächen wird das Stadtbild nachteilig verändert und die Lebensqualität der Anwohner und die Attraktivität von Schloß Holte-Stukenbock als Wohnort wird sich weiter verschlechtern. Die Verkehrsituation auf der L 751 (Oerlinghauser Str.) ist schon jetzt dramatisch. Hier konzentriert sich der Verkehr durch die Anschlussstelle an die A33, durch den Gewerbestandort von DB Schenker und die Kreuzung mit der L 756 (Bielefelder Straße). Umfangreiche Umbauarbeiten wurden an der Kreuzung „Kreuzkrug“ bereits vor drei Jahren vorgenommen. In diesem Jahr sind weitere Umbaumaßnahmen an der L751 von der Falkenstraße bis zur Bielefelder Straße notwendig, damit der Verkehrsstrom bewältigt werden kann. Hier werden zusätzliche Fahrspuren und 3 Lichtsignalanlagen gebaut.

  • Durch die sehr hohe Verkehrsbelastung auf der L 751, der A33 und den LKW-Verkehr des bereits ansässigen Logistikunternehmens werden die Anwohner schon jetzt einer erhöhten Lärm-, Schadstoff- und Feinstaubbelastung ausgesetzt. Hier sind Emmisionsmessungen unbedingt erforderlich! Die Fa. Wahl & Co. beabsichtigt eine Fläche von ca. 18 ha zu bebauen. Das ist ca. die 2,5 fache Fläche der Firma DB Schenker. Dieser zusätzliche LKW-Verkehr und die Verkehrsbelastung durch die zwei anderen Gewerbeflächen sind nicht hinnehmbar. Die daraus resultierende zusätzliche Lärm-, Schadstoff- und Feinstaubbelastung der Anwohner muss verhindert werden! Ich bezweifle auch sehr stark, dass durch diese neuen Gewerbegebiete viele zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

  • Anzumerken ist, dass es noch eine weitere Planung für ein Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet im Bereich der Anschlusstelle "Stukenbrock-senne (Nr. 23) der A 33 gibt, an dem die Orte Hövelhof, Augustdorf und Schloß Holte-Stukenbrock beteiligt sind. Dieses Gebiet hat eine Größe von ca. 53 ha.

  • Wir müssen erkennen, dass die Naturresourcen auf der Erde endlich sind und ein unendliches Wachstum der Wirtschaft nicht möglich ist. Nur Wenige profitieren vom ständigen Wachstum auf Kosten der Mehrheit.Diese Tatsache gilt nicht nur global, sondern auch für Schloß Holte-Stukenbrock.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Uwe Domres aus Schloß Holte-Stukenbrock
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Pro

Weil mam die Schloss Holter grade für sehr dumm hält,was die Versiegelung der Flächen angeht.Wahl und Co. In die Zeitung gesetzt und dann ein Antrag stellen für das doppelte oder Dreifache an Fläche,ohne Auswirkungen,ohne Pläne ,ohne Langzeitbetrachtung zu bedenken.E-Com Entwicklung,Landflucht der nächsten Generationen,LKW Diskussionen, Verkehraufkommen nicht berechenbar wenn vorher das Gewerbe feststeht..Schenker passt auch nicht mehr, achtet drauf...was uns erzähl worden ist wann,wieviel ..Die hört man Nachts wie gearbeitet wird.Wir möchten gesund bleiben dürfen!

Contra

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