Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Sehr geehrte Frau Riedmaier, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schlimmer, sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte wir Sie im Namen aller Tierfreunde auffordern, das Ponykarussell auf dem Landauer Markt einzustellen.

Begründung

Volksfeste sollten allen Beteiligten Freude machen, doch diese Freude kommt den Ponys auf dem Landauer Markt eindeutig nicht zuteil.

Die kleinen Vierbeiner laufen unermüdlich Runde um Runde, durch meist zu kurz eingestellte Ausbinder wird ihre Bewegungsfreiheit zusätzlich eingeschränkt! Sie lassen sich täglich von hunderten kreischenden Kindern anfassen und an der Mähne ziehen, die Geräuschkulisse im Hintergrund treibt sie in den Wahnsinn, der Rücken schmerzt und sie haben Durst, doch sie nehmen es hin, weil sich die Tiere fast schon aufgegeben haben.

Dies erkennt man in ihren leeren und traurigen Augen. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte.

Es gibt auf dem Herbstmarkt viele alternative Attraktionen für Kinder, so dass der kurze Spaß auf Kosten der Tiere, welcher nicht nur während ihres Einsatzes, sondern auch langfristig negative Auswirkungen auf die Ponys hat, leicht zu entbehren ist. Ich bitte Sie inständig, dieses Leiden der Ponys zu beenden, da die Tiere nicht nur psychisch, sondern auch physisch zu Grunde gehen!

Anbei möchten wir Sie auf das Merkblatt „Beurteilung von Ponyreitbahnen unter Tierschutzgesichtspunkten“ der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. hinweisen: www.tierschutz-tvt.de/fileadmin/tvtdownloads/merkblatt116.pdf

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Schüler für Tiere e.V.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

Das Positionspapier der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz ist eindeutig, auch was die erzieherische Wirkung solcher Ponykarussells anbelangt: ?Hervorgehoben werden muss zudem, dass den Kindern durch das stupide im Kreis laufen der Ponys ein Bild vom Pferd vermittelt wird, das aus der Sicht des ethischen Tierschutzes heute nicht mehr zeitgemäß ist?.

Contra

Die Ponys haben vielleicht noch das Glück in der Öffentlichkeit zu stehen. Schlachtrinder in Deutschland haben das meistens nicht und sind während der Zerteilung bei einer routinemäßigen Schlachtung manchmal noch lebendig (s. Quelle ab Minute 3:30, Achtung nichts für zart Besaitete). Das "Ponykarussell" scheint mir nur die winzige Spitze des Eisbergs des gesellschaftlichen Umgangs mit Tieren zu sein. Stelle ein Schlachthaus auf den Rummelplatz und die Menschen würden auch dafür 10 Euro Eintritt zahlen.