92 Signatures
Petition addressed to: Stadtrat und Bürgermeister
Wir fordern den Stadtrat der Stadt Bad Wörishofen auf, der Errichtung eines Riesenrads mit Nebengebäuden auf der FlNr. 81 an der Hauptstraße 16 nicht zuzustimmen. Bevor über eine derart langfristige und prägende Veränderung des Stadtzentrums entschieden wird, müssen die Auswirkungen auf das Ortsbild, die Heiligenfeld Klinik, die umliegenden Geschäfte, bestehende Veranstaltungen und die Bürgerinnen und Bürger vollständig und transparent geprüft werden.
Insbesondere müssen Alternativstandorte untersucht und die Öffentlichkeit angemessen beteiligt werden.
Reason
Als Bürger der Stadt Bad Wörishofen bin ich unmittelbar daran interessiert, dass sich unsere Stadt touristisch weiterentwickelt. Diese Entwicklung muss jedoch zum besonderen Charakter Bad Wörishofens als Kneipp-, Gesundheits- und Kurstadt passen. Das geplante, rund 33 Meter hohe Riesenrad soll nach den bisher veröffentlichten Informationen für zunächst fünf Jahre vor dem Kurtheater aufgestellt werden. Damit handelt es sich nicht um eine kurzfristige Attraktion, sondern um eine mehrjährige und weitreichende Veränderung eines zentralen, ortsbildprägenden Bereichs.
Ein Bauwerk dieser Größe würde die Silhouette des Stadtzentrums deutlich verändern. Besonders kritisch ist zudem die unmittelbare Nähe zur psychosomatischen Heiligenfeld Klinik. Mögliche Belastungen für Patientinnen und Patienten durch wechselnde Beleuchtung, Lichtreflexionen, Betriebsgeräusche, Besucher- und Verkehrslärm müssen vor einer Entscheidung unabhängig und fachlich untersucht werden.
Die betroffene Fläche wird außerdem für etablierte Veranstaltungen benötigt. Das Stadtfest und weitere Veranstaltungen beleben die Innenstadt, fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unterstützen die örtlichen Geschäfte und die Gastronomie. Ein dauerhaft aufgestelltes Riesenrad mit Nebengebäuden könnte Veranstaltungsflächen sowie Rettungs-, Liefer-, Auf- und Abbauwege erheblich einschränken. Dadurch könnte eine neue Attraktion ausgerechnet bestehende Angebote beeinträchtigen, die bereits heute zur Attraktivität Bad Wörishofens beitragen.
Auch die zahlreichen kritischen und ablehnenden Reaktionen in den sozialen Medien und in der öffentlichen Diskussion müssen ernst genommen werden. Online-Kommentare sind zwar keine repräsentative Bürgerbefragung, zeigen aber deutlich, dass das Vorhaben kontrovers ist und einen erheblichen Informations- und Beteiligungsbedarf auslöst.
Vor einer Zustimmung müssen daher mindestens folgende offene Punkte vollständig geprüft und öffentlich kommuniziert werden:
- nachvollziehbare Visualisierungen aus verschiedenen Blickrichtungen,
- ein vollständiges Beleuchtungs- und Lärmschutzkonzept,
- eine unabhängige Lärm- und Lichtimmissionsprognose,
- Stellungnahmen der umliegenden Geschäfte und der Heiligenfeld Klinik,
- ein Verkehrs-, Besucher- und Sicherheitskonzept,
- die Auswirkungen auf das Stadtfest und weitere Veranstaltungen,
- mögliche Einschränkungen von Veranstaltungs-, Rettungs-, Auf- und Abbauflächen,
- die Prüfung weniger sensibler Alternativstandorte,
- eine transparente Darstellung des wirtschaftlichen und touristischen Nutzens,
- Regelungen zu Betrieb, Haftung, Rückbau und Wiederherstellung der Fläche,
- eine angemessene Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Eine private Finanzierung oder ein lediglich erwarteter touristischer Nutzen dürfen nicht ausreichen, um ohne umfassende Prüfung eine derart prägende Entscheidung für das Zentrum unserer Stadt zu treffen.
Petition details
Petition started:
07/22/2026
Collection ends:
01/21/2027
Region:
Bad Wörishofen
Topic:
Construction
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Das Riesenrad vernichtet einen wunderbaren Platz für die Bewohner und Besucher Bad Wörishofens und wird das Konzert- und Kulturangebot in der Muschel vernichten.
Alle Verantwortlichen, die diesen Plan ausgeheckt haben, sind absolut unverantwortlich, größenwahnsinnig und handeln sicher nicht für das Wohl der Kurstadt Bad Wörishofen!
Der Bürgermeister von Bad Wörishofen möchte zwei Projekte vorantreiben: Die Kneipptherapie einem größeren Personenkreis (weltweit?) näher zu bringen und Bad Wörishofen als authentischen Ort dafür bekannter zu machen. Dieses Projekt gibt er aus der Hand und beauftragt eine renommierte Werbeagentur, die für die Umsetzung zuständig sein soll. Das zweite Projekt ist, Bad Wörishofen als Stadt für jüngere Leute interessantet zu machen. Dafür soll ein Riesenrad als Magnet dienen. Dieses Projekt gibt er in die Hand der erfahrenen Riesenradprofis vom Skyline-Park! Die Verantwortung wird für beide Projekte in die Hände von Spezialisten gelegt und aus der Hand des Stadtrates und derer, denen Bad Wörishofen am Herzen liegt, gegeben. Bevor die Analyse und die Expertise der Werbeagentur vorliegen wird ein kommerzielles Riesenrad geplant. Ausgerechnet auf dem Grund des Kurorchesters und der Ruhebänke für die Kurgäste. Dort, wo Menschen ihre Seele baumeln lassen können. (Kneipp:“Vergesst mir die Seele nicht.“) Auf diesem Hintergrund ist es m.E. zynisch, das kommerzielle Riesenrad als Kneipprad zu bezeichnen. Das ganze Projekt ist eine Mogelpackung! Es steht Kneipp drauf ist aber kein Kneipp drin. Man sollte die Vorschläge der Werbeagentur abwarten und das Riesenrad zurückstellen. Denn eine modern umgesetzte Kneipp-Therapie wird Alte und Junge nach Bad Wörishofen bringen. Es könnte sein, dass die Fachleute der Werbeagentur empfehlen, das Riesenrat -sollte es zeitnah errichtet werden- als kontraproduktiv für eine Kurstadt sehen und empfehlen, es deshalb sofort zu entfernen! Leider macht der Bürgermeister den zweiten Schritt vor dem ersten!
Bad Wörishofen ist eine Kneippstadt und nicht der verlängerte Arm des Skyline Parks. Das Kurorchester wurde abgeschafft. Sebastianeum und Kneippianum weggegeben. Die 5 Säulen von Kneipp sollten im Mittelpunkt stehen. Und dazu braucht es auf keinen Fall Champagnerbar mit Riesenrad. Bad Wörishofen wäre ohne Sebastian Kneipp ein unbedeutendes Dorf geblieben. Es ist unglaublich wie man sich seit Jahren zeigt.
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Ich bin der Meinung, dass das Geld für viel wichtigere Projekte verwendent werden könnte. Wenn die Familie Löwenthal schon Geld zur Verfügung hat, könnte sie es auch mal denjenigen zugute kommen lassen, die in Bad Wörishofen täglich auf Flaschen sammeln angewiesen sind. Das wäre auf jedenfall sinnvoller als ein Rieserad, dass einfach nicht Dorf hingehört.