Links von der nördlichen Einfahrt nach Bichl, auf dem ehemaligen alten Fußballplatz, wird der Bau eines Supermarktes „Netto“ geplant.

Einige Bilder dazu unter www.bichl.de/html/Supermarktinfo.html

Die Verkaufsfläche soll 1200 qm umfassen, dazu 75 Parkplätze (der vergrößerte Parkplatz des Edeka in Benediktbeuern hat nur 70 Parkplätze!) und ein bis zu sechs Meter hoher beleuchteter Werbeturm. Das gesamte Areal umfasst 5200 qm (das entspricht ¾ der Fläche eines großen Fußballfeldes). Die Planungen sind schon sehr weit fortgeschritten.

Im Ort gibt es sowohl eine große Bäckerei, als auch eine Metzgerei, die beide erst kürzlich in einen Ausbau ihrer Betriebsstätten investiert haben. Weiter gibt es einen Getränkemarkt mit Lieferservice, sowie einen Obst- und Gemüsehändler, der zweimal wöchentlich frisches Gemüse auf dem Dorfplatz anbietet. Im näheren Umkreis ist Bichl mit zahlreichen Supermärkten versorgt: Benediktbeuern: Edeka (1km) demnächst Erweiterung auf 1200 qm Verkaufsfläche Kochel: Aldi (800qm), Penny, Edeka Penzberg: Lidl, Aldi, Edeka, Norma, Rewe, Penny Bad Heilbrunn: Tengelmann sowie einige nicht näher aufgeführte kleinere Verkaufsstätten.

Wir denken, dass der jetzt geplante große Supermarktbau (außerhalb des Ortes) nicht von der Mehrheit der Bichler gewünscht wird. Um dies zu zeigen, brauchen wir die Unterstützung möglichst vieler Bichler!

Die Änderung des Flächennutzungsplans in ein Sondergebiet „Lebensmittelmarkt“, sowie der Bebauungsplan liegen derzeit aus. Bürger haben die Möglichkeit, hierzu bis Freitag, 24.1.14 ihre Einwände zu äußern. Sie haben hier die Möglichkeit, den Widerspruch mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen!

Je mehr Unterschriften, desto mehr Gewicht wird der Widerspruch in der Gemeinde haben, um den geplanten Bau nochmals zu überdenken!

Die öffentliche Übergabe des Widerspruchs samt den Unterschriften findet am Freitag, den 24.1. um 15.00 Uhr vor dem Bichler Rathaus statt. Alle sind dazu herzlich eingeladen!

Im Anschluss der Wortlaut des Widerspruchs:

An die Gemeinde Bichl, Bichl, 17.01.2014
vertreten durch Herrn Bürgermeister Benedikt Pössenbacher, alle Mitglieder des Gemeinderats

Widerspruch

Widerspruch gegen den Flächennutzungsplan, Sondergebiet „Lebensmittelmarkt“, 1. Änderung für die Fl. Nr. 1189 Gmkg Bichl, Fertigstellungsdatum Vorentwurf vom 05.11.2013, im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gem. §3, Abs. 1 BauGB

I. Vorwort zur Planung einer Supermarkt- Nahversorgung im Ort Bichl: In der Bürgerbefragung von 2012 stimmten 62% der abgegebenen Stimmen für einen Supermarkt im Ort. Die genaue Lage, sowie genaue Größe des Gebäudes war zum damaligen Zeitpunkt nicht bekannt und eine spätere Aufklärung der Bürger erfolgte hierzu recht spät im Oktober 2013. Das ganze Vorhaben wurde nun durch die geplante Größenerweiterung und die dazu notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes in ein Sondergebiet, sowie der ganz konkreten Baupläne nochmals ins Gespräch gebracht. Zudem änderten sich in diesen nun mittlerweile fast zwei Jahren nach der Befragung einige Voraussetzungen, die den tatsächlichen Bedarf betreffen. In Penzberg wurde ein weiterer großer Supermarkt am gut erreichbaren Stadtrand errichtet und Edeka in Benediktbeuern hat mit einem Erweiterungsbau begonnen. Rundherum ist Bichl mit Supermärkten und Discountern jeglicher Couleur gut eingedeckt. Grundsätzlich wäre die Frage nach dem tatsächlichen Einkaufsbedarf unserer Ansicht nach zu differenzieren, denn es sind Lebensmittel des täglichen Bedarfs ja durchaus im Dorf zu erwerben. Eine noch größere Produktvielfalt ist sicherlich begrüßenswert. Dem schließt sich u. E. die Frage nach dem passenden Angebot für Bichl an. Alternativen zu einem so großen Supermarkt gibt es und müssten nochmals kritisch beurteilt werden. Beispiele könnten ein Dorfladen im Ort, Aufstockung des Sortiments bestehender Läden (Bäcker, Metzger, Getränkemarkt) oder ein Einkaufshol- oder -bringdienst sein.

Begründung

(jetzt die Fortsetzung des Widerspruchs): Zu folgendem geplanten Projekt nun den sog. „Bürgerwillen“ (siehe Befragung) als grundsätzliche Motivation dieses Bauprojekts zu bezeichnen, erscheint uns hiermit als nicht ganz schlüssig. Wir haben indes größte Bedenken vor einem Eingriff in die Natur und das harmonische Erscheinungsbild des Ortes. Das Ortsbild wird mit einem solchen gigantischen Vorbau in der geplanten Größenordnung empfindlich gestört. Der Ort selbst wird am Rand zu einem Gewerbegebiet mit entsprechender Optik degradiert, der Charakter des Ortes massiv verändert. Bichl wird dadurch von Gewerbeeinheiten umgeben – es entsteht ein Gewerbering um Bichl. Die Nahversorgung sehen wir nicht gewährleistet, denn die Entfernungen zum geplanten Markt sind für einen großen Teil der Bürger erheblich und für gebrechliche Menschen (ohne Auto) überhaupt nicht zu bewältigen. Nach dem Landesentwicklungsprogramm in Bayern vom September 2013 ist auf eine „ausreichende flächendeckende Warenversorgung, insbesondere aber auf eine wohnortnahe Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs“ (3.2.) hinzuwirken. Die Verbrauchernähe und Erreichbarkeit stehen dabei im Vordergrund. Die Innenentwicklung ist vor der Außenentwicklung, auch zur Vermeidung von Zersiedelung vorrangig zu beachten (3.2./3.3.). Wir sehen dabei die Möglichkeiten im Dorf noch nicht voll ausgeschöpft. Die Staatsregierung und die kommunalen Verbände drängen darauf, den Flächenverbrauch in Bayern zu verringern, besonders wenn kein dringender Bedarf vorhanden ist. Die Größe der geplanten Fläche (inkl. Stellplatzanlage) ist viel zu groß dimensioniert- viel zu viel Boden würde unwiederbringlich versiegelt werden und entspräche keiner ökologischen und Zukunft gerichteten Anforderung und Weitsicht. Ein großer Bodenanteil wird für immer zerstört werden in der Ungewissheit, dass der Sinn des Bauvorhabens erfüllt werden wird. Wenn nämlich der Investor lt. eigener Aussage mit 80% Einkäufern von außerhalb rechnet, bedeutet das für Bichl, dass der eigene Bedarf mit einer erheblich kleineren Gebäudeeinheit (möglichst im Ort selbst) gedeckt werden könnte und bei Ausbleiben der Kunden ein baldiger Ruin des Supermarkts zu befürchten ist. Der weitere Nutzen des Gebäudes ist dann fraglich. Die vor kurzem realisierte Verkehrsberuhigung des Ortes wird bewusst rückgängig gemacht, da vermehrt (gewollte) Einkäufer von außerhalb den Ort passieren. Auch ein häufigeres Anfahren von Lastwägen von der Bundesstraße ist zu befürchten – es kann auf den großzügigen Parkflächen bequem rangiert werden. Fazit: Wir lehnen einen Supermarkt am Ortsrand von Bichl aus ästhetischen, wertebezogenen und praktischen Gründen ab und widersprechen der Ausweisung eines Sondergebiets „Lebensmittelmarkt“ nach § 11 BauNVO. Auch das Landratsamt und die Regierung von Oberbayern erheben aus ihrer ortsnahen fachlichen Perspektive, bzw. in ihrer landesplanerischen Beurteilung Einwände. Die Lage und die Größe des Supermarkts, sowie eine Alternative dazu, sollte hiermit nochmals überdacht und den Bürgern mit allen Fakten vorgelegt werden.

II. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung werden folgende Bedenken und Mängel hinsichtlich des der Änderung des Flächennutzungsplanes in ein Sondergebiet „Lebensmittelmarkt“ vorgebracht:

  1. Forderung eines Raumordungsverfahrens oder eines kommunalen Flächenmanagements, um den realen Versorgungsbedarf zu ermitteln. (Landesentwicklungsprogramm 3.2. [B])
  2. Unmittelbare Anbindung an die Ortschaft ist nicht vorhanden – das ursprüngliche Ziel der zentralen Nahversorgung im Ort ist nicht erreicht.
  3. Die Lage für die 1. Flächennutzungsplanänderung ist falsch, es muss ein anderer Ort gesucht werden. Weitere alternative Standorte müssen zu den bereits geprüften im Verfahren untersucht und aufgezeigt werden.
  4. Der Supermarkt befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Hochbichl. Dieser historische Ort darf nicht in seiner Besonderheit beeinträchtigt werden.
  5. Der Hochwasserschutz ist nicht genügend berücksichtigt. Entsprechende Untersuchungen und Gutachten sind im Verfahren zu erbringen.
  6. Nachdem das unmittelbare Umfeld des Planungsbereichs als Mischgebiet ausgewiesen ist, sind für betroffene Eigentümer finanzielle Nachteile zu erwarten, da abwehrende Ansprüche aus dem Sondergebiet zu erwarten sind und die Bebauung eingeschränkt ist.
  7. Nachteile befürchten auch die Eigentümer umliegender landwirtschaftlicher Flächen, die Störungen in ihrem Arbeitsbereich erwarten.
  8. Das Verkehrsaufkommen im Ort wird sich wieder wesentlich erhöhen
  9. Bei tatsächlich eingetretener Kündigung des Betreibers fehlen Perspektiven für die zukünftige Nutzungsmöglichkeit und eine Bauruine ist zu befürchten.

Wir bitten die vorgenannten Punkte zu prüfen und in die Festsetzung des Flächennutzungsplans mitaufzunehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, eine Gruppe von Bichlern aus Bichl
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Nach einigen Wirren und Flächenkauf durch die Gemeinde, da der Supermarkt auf dem alten Platz nicht verwirklicht werden konnte, soll nun der Netto Supermarkt direkt angrenzend an die letzten Häuser Bichls verwirklicht werden.
    Die Gegenargumente haben sich deshalb nicht geändert, und es hat sich neuer Widerstand geregt.
    Alles in allem haben wir jetzt die Chance, in einem Bürgerbehren erneut abzustimmen.
    BITTE NUTZEN SIE DIE CHANCE!
    Wir brauchen jede Stimme!

    Der Netto würde nochmals größer als vor 2 Jahren. Inzwischen soll er definitiv 1200qm umfassen (Edeka Benediktbeuern: 1000qm).
    Zusätzlich hat sich jetzt auch die Neuerung ergeben, dass in bester Dorfmittenlage ein Laden mit 100qm uns in näherer Zukunft zur Verfügung stehen wird, falls wir es wollen und schaffen, dort eine echte Nahversorgung mit günstigen Produkten und regionaler Ware (?) auf die Beine zu stellen.

    Wollen wir also wirklich einen Discounter am Dorfrand?

    unsere Argumente zusammengefasst:

    Hohe Verkehrs- und Lärmbelästigung
    Dauerhafte Verunstaltung der Dorfansicht
    Ortsrandlage: Zu Fuß schlecht erreichbar
    Überdimensioniert für die Nahversorgung von Bichl
    Überversorgung mit Lebensmittelmärkten in der Region

    Liebe Bichler,
    BITTE GEHEN SIE ZUR WAHL!
    Wir brauchen jede Stimme!
    auch Briefwahl ist möglich und kann auch online beantragt werden über die Seite der Gemeinde

    Mit freundlichen Grüßen und Wünschen
    Ingrid Busch-Merz

  • Liebe Unterstützer unserer Online Petition,
    heute wende ich mich ein letztes Mal an Sie:
    Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Nur zusammen konnten wir so weit kommen!
    Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist denkbar knapp ausgefallen:
    gegen den Supermarkt stimmten 620 Bichler (49,01 Prozent)
    für den Supermarkt stimmten 645 Bichler (50,99 Prozent),
    die Wahlbeteiligung lag bei 76,31 Prozent.
    Wir haben unser Ziel leider knapp verfehlt. Trotzdem ist es ein Riesenerfolg.
    Vielen Dank nochmals an Sie alle.
    Morgen, am Mittwoch, den 4.6.14 treffen wir uns um 19.30 Uhr im Bayr.Löwen in Bichl, um ein abschließendes Resümee zu ziehen.
    Herzliche Einladung hierzu!
    Mit freundlichen Grüßen
    für die Initiatoren des Bürgerbegehrens Ingrid Busch-Merz

Pro

Hauptsache man hat mal wieder was wo man dagegen sein kann. Es werden gemütliche NEINSAGERTREFFEN abgehalten, vielleicht gewinnt man neue Bekannte und man darf sich als Frau oder Hr WICHTIG fühlen. Keiner von euch Wichtigen denkt an die älteren Leute, die vermutlich sehr froh über einen Nahversorger sind. Keiner denkt daran, dass so ein Betrieb Gewerbesteuer und Arbeitsplätze bringt. Fahrt ihr zum Einkauf in die Nachbargemeinden , haltet dort euere NEINSAGERQUASSELABENDE ab und lasst Bichl einen Lebensmittelmarkt. Zum Dorf gehört ein Nahversorger, Tante Emma gibsts nicht mehr !

Contra

Zuerst wurde un Bichl eine Bürgerbefragung durchgeführt, die eindeutig für den Supermarkt ausfiel. Nun kurz vor Baubeginn fällt es ein paar Wichtigmacher, nicht einmal alles Bichler Bürger ein, dagegen zu sein. Seit wann können Auswärtige auch für Bichler Angelegenheiten abstimmen? Alle oder zum Teil der Wichtigmacher haben auch selbst gebaut und auch wertvolle Fläche versiegelt, "aber das ist ja ganz was anderes."Ich glaube nicht das es den organisierten Neinsagern allein um den Naturschutz und den Erhalt der Wiesen geht.Nein Sie wollen ganz einfach einmal wieder im Mittelpunkt stehen.