Petition richtet sich an:
Stadt Bochum
Liebe Hiltroper,
wie ihr sicherlich gehört habt, plant die Stadt, eine weitere Freifläche unseres schönen Stadtteils an der Dietrich-Benking-Straße zu bebauen, was die Verkehrssituation noch mehr belasten würde.
Nachdem das Gewerbegebiet mit Picard, Hasenkamp, der neue Lidl und Co. den Verkehr schon an die maximale Belastungsgrenze bringen, darf es nicht sein, dass weitere Flächen versiegelt werden, sodass man das grüne Hiltrop fast gar nicht mehr erkennt.
Hiltrop ist so lebenswert, weil es so ist, wie es ist. Wenn es sich zu stark verändert, wird das für die Menschen im Ort hier nicht mehr so schön bleiben.
Ich verstehe den Punkt der Wohnungsnot, aber hier hätte man viele Möglichkeiten gehabt, neuen Wohnraum zu schaffen. Den riesen "Karton" von Picard weglassen und dort Wohnraum schaffen, oder alternativ am Gewerbepark Gerthe Süd. Flächen gab es genug, aber die Einnahmen aus der Gewerbesteuer waren wohl zu verlockend, sodass man jetzt das Neubaugebiet in eine völlig unpassende Ecke platzieren möchte, weiter Freiflächen reduziert und die Verkehrsbelastung erhöht.
Lasst uns gegenüber der Stadt mit dieser Petition ein Zeichen setzen, dass wir Hiltroper unsere Felderlandschaft erhalten wollen!
Begründung
Naturschutz ist existentiell für unsere Zukunft - von Beton und Asphalt können wir nicht leben. Eine lebenswerte Stadt benötigt Grünflachen. Die Stadt Bochum präsentiert sich als umweltfreundliche Schwammstadt in den Medien, agiert aber bei der Abholzung von Bäumen und Ausweisung von immer mehr Neubaugebieten auf Brachen, Waldstücken und Feldern nur im Interesse der Immobilien- und Bauwirtschaft. Wer das Klima schützen und auch noch in 10 Jahren die Sommer überleben will, muss mehr Grünflächen in der Stadt schaffen. Das Narrativ vom "dringend benötigten Wohnraum" ist ein Luxusproblem. Wir verbrauchen immer mehr Wohnfläche pro Kopf, die Bevölkerung im Ruhrgebiet ist aber seit Mitte des 20. Jh. geschrumpft. Was wir benötigen, ist Natur, die sich ohne den Eingriff des Menschen entwickeln kann und dem Menschen damit zu viel dringender benötigten Lebensgrundlage verhilft - und das vor Ort! Neu gepflanzte Bäume benötigen Jahrzehnte, um die Menge CO2 zu kompensieren und O2 zu produzieren, sie sind kein Ersatz für ältere Bäume. Ältere Bäume müssen daher im Sinne der Sicherheit und des Naturschutzes gepflegt werden.