Keine Medienbildung ohne Medienzentren! - LMZ & Medienzentren in BW müssen erhalten bleiben!

Petition richtet sich an:
Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschuss)

1.884 Unterschriften

8 %
1.686 von 22.000 für Quorum in Baden-Württemberg Baden-Württemberg

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  1. Gestartet 01.09.2026
  2. Sammlung noch 5 Wochen
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Petition richtet sich an: Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschuss)

Das Landesmedienzentrum und regionale Medienzentren erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln!

Baden-Württemberg braucht eine starke, verlässliche und flächendeckende Medienbildung.
Schulen und Lehrkräfte stehen vor enormen Herausforderungen: Künstliche Intelligenz verändert Lernen und Lehren, soziale Medien prägen die Lebenswelt junger Menschen, Desinformation stellt demokratische Bildung vor neue Aufgaben und digitale Technologien entwickeln sich mit hoher Geschwindigkeit.

Doch Medienbildung betrifft nicht nur Schulen und junge Menschen...
Kinder, Jugendliche, Eltern, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren müssen gleichermaßen in die Lage versetzt werden, digitale Medien sicher, kritisch und selbstbestimmt zu nutzen.
Gerade deshalb braucht Baden-Württemberg kompetente Ansprechpartner, verlässliche Strukturen und fachkundige Unterstützung.

Wir appellieren daher an die Landesregierung und den Landtag von Baden-Württemberg:

Erhalten Sie das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg - trotz der derzeitigen Negativschlagzeilen - als eigenständige und leistungsfähige Einrichtung und sichern Sie die Zukunft der Stadt- und Kreismedienzentren als flächendeckende regionale Infrastruktur.
Notwendige Reformen und eine konsequente Aufarbeitung festgestellter Missstände unterstützen wir ausdrücklich!

Aufklärung, Transparenz und Reformen sind notwendig.
Die Auflösung gewachsener Strukturen ist es nicht!

Begründung

Medienbildung stärken. Strukturen erhalten. Zukunft gestalten.
Medienbildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Digitale Kompetenzen sind heute in nahezu allen Lebensbereichen unverzichtbar. Kinder und Jugendliche müssen lernen, Informationen kritisch zu bewerten, soziale Medien verantwortungsvoll zu nutzen und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu reflektieren. Eltern benötigen Unterstützung bei der Begleitung ihrer Kinder in der digitalen Welt. Erwachsene stehen vor den Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt. Auch Seniorinnen und Senioren müssen digitale Angebote sicher nutzen, Desinformation erkennen und sich vor Betrug schützen können. Medienbildung stärkt Bildung, gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und demokratische Resilienz. Sie betrifft daher alle Generationen und ist eine zentrale Zukunftsaufgabe.

Bewährte Strukturen sichern:
Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) und die Stadt- und Kreismedienzentren bilden seit vielen Jahren eine wichtige Infrastruktur für Medienbildung und Digitalisierung.
Das LMZ bündelt Fachwissen, entwickelt landesweite Angebote und unterstützt Schulen und Bildungseinrichtungen. Die Medienzentren sorgen für die Umsetzung vor Ort, beraten Schulen und Lehrkräfte und schaffen die Verbindung zwischen landesweiten Entwicklungen und regionalen Anforderungen.
Die Kombination aus zentraler Fachkompetenz und regionaler Präsenz ist eine besondere Stärke des Landes und sollte erhalten und weiterentwickelt werden.
Reformen ja, aber mit Augenmaß.

Die bekannt gewordenen Missstände müssen vollständig und transparent aufgearbeitet werden. Fehler müssen benannt, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontroll- sowie Aufsichtsstrukturen verbessert werden.
Notwendige Reformen dürfen jedoch nicht dazu führen, funktionierende Medienbildungsstrukturen vorschnell aufzugeben. Im Mittelpunkt sollte die Frage stehen, welche Unterstützung Schulen, Familien und Bürgerinnen und Bürger künftig benötigen. Reformen sollten vorhandene Stärken nutzen, Schwächen beseitigen und die Medienbildungslandschaft langfristig zukunftsfähig machen.

Fachwissen erhalten
Die Beschäftigten des Landesmedienzentrums sowie der Stadt- und Kreismedienzentren verfügen über langjährig aufgebaute Expertise in Medienpädagogik, digitaler Bildung, Technik und schulischer Unterstützung.
Dieses Wissen ist für Schulen und Bildungseinrichtungen von erheblichem Wert. Eine Neuordnung darf deshalb nicht dazu führen, dass gewachsene Fachkompetenz verloren geht. Die Mitarbeitenden sollten aktiv in Reformprozesse einbezogen werden, damit ihre Erfahrungen zur Weiterentwicklung der Strukturen genutzt werden können.

Regionale Medienzentren sichern Bildungsgerechtigkeit
Die Stadt- und Kreismedienzentren gewährleisten eine wohnortnahe Unterstützung für Schulen und Lehrkräfte. Würde die verbindliche Grundlage dieser Struktur entfallen, könnten Umfang und Qualität der Angebote künftig zunehmend von kommunalen Haushaltslagen und regionalen Prioritäten abhängen.
Dadurch bestünde die Gefahr einer ungleichen Entwicklung zwischen den Regionen. Medienbildung darf jedoch nicht vom Wohnort abhängen. Eine flächendeckende Infrastruktur ist deshalb auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlichen Teilhabe.

Unsere Forderungen
Wir setzen uns ein für:

  • den Erhalt des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg als eigenständige und leistungsfähige Einrichtung,
  • die langfristige Sicherung der Stadt- und Kreismedienzentren als flächendeckende regionale Infrastruktur,
  • den Erhalt und die Weiterentwicklung vorhandener Fachkompetenz,
  • die Sicherung der beruflichen Perspektiven der Beschäftigten,
  • eine verbindliche gesetzliche Grundlage für die regionale Medienzentrenstruktur,
  • die vollständige und transparente Aufarbeitung festgestellter Missstände,
  • klare Verantwortlichkeiten und wirksame Kontrollmechanismen,
  • die Beteiligung der Beschäftigten an Reformprozessen,
  • die Einbindung von Schulen, Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern, Schulträgern und weiteren Betroffenen,
  • eine transparente Folgenabschätzung vor grundlegenden Strukturveränderungen,
  • die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Medienbildungsangebote im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

Unser Appell
Die Zukunft der Medienzentren ist mehr als eine Organisationsfrage. Es geht darum, wie Baden-Württemberg seine Bürgerinnen und Bürger in einer digitalen Gesellschaft unterstützt.
Wir appellieren an Landesregierung und Landtag: Erhalten Sie bewährte Strukturen, reformieren Sie notwendige Bereiche und sichern Sie Fachwissen sowie regionale Kompetenz. Medienbildung braucht qualifizierte Menschen, verlässliche Unterstützung und starke Strukturen vor Ort. Für Mitarbeiter/innen.
Für Kinder und Jugendliche. Für Familien. Für Schulen und Lehrkräfte. Für Erwachsene und Seniorinnen und Senioren. Für eine starke und zukunftsfähige Medienbildung in Baden-Württemberg.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Aktionsbündnis Medienbildung Baden-Württemberg, Stuttgart
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 01.09.2026
Sammlung endet: 30.11.2026
Region: Baden-Württemberg
Kategorie: Bildung

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An den Kreis- und Stadtmedienzentren sitzt das medienpädagogische Fachwissen. Damit unterstützen sie uns schulnah - sowohl räumlich als auch personell. Hier entstehen neue Ideen und werden schnell zu uns in den Schulalltag gebracht. Das LMZ als zentrale Einheit unterstützt das mit zentralen Dienstleistungen wie SESAM und PaedML. Es sorgt für das flächendeckende Ausrollen erfolgreicher regionaler Initiativen und muss als Unterstützungssystem erhalten bleiben.

Das vermischt hier zwei Dinge, die getrennt gesehen werden müssen. Das LMZ als Landesbehörde, in dem fragwürdig gewirtschaftet wurde und nicht sauber gearbeitet wurde. Alle Aufgaben können auch an das ZSL/IBBW/LFK usw. Dann die Kreismedienzentren, aus denen die Innovationen der digitalen Bildung kommen, wo die medienpädagogische Expertise sitzt und wo vor Ort Schulen eng und nachhaltig betreut werden. Diese Aufgaben kann sonst niemand auffangen.

Warum Menschen unterschreiben

Für die Kinder!!

II

Die Petition ist mir wichtig um zu zeigen, dass nicht immer an den falschen Stellen (oft unsere Kinder) gespart werden darf!

Wir haben 2 Kinder und über das Stadtmedienzentrum iPads leihen können, während der Pandemie für Homeschooling und nach der Pandemie für digitalen Unterricht in der Schule

Es ist wichtig diesen Ort der Begegnung und des Austausches weiterzuführen! Zugang zu Büchern, etc. ist in der heutige. ZEIT dringender den je!!!!

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