In der Westminsterstraße in Mülheim an der Ruhr werden seit 12 Jahren die Mülltonnen von der MEG direkt vor den einzelnen Häusern geleert. Ab dem 14. April soll sich das ändern ...

Um die Tonnen zu leeren fahren die Müllfahrzeuge rückwärts in die Sackgassen rein und vorwärts wieder raus. Nun will die Stadt und die Berufsgenossenschaft festgestellt haben, dass die Müllfahrzeuge rein rechtlich eine Mindestbreite der Straße von 3,50 Metern benötigen, um dort einfahren zu dürfen. Außerdem ist der MEG nach 12 Jahren eingefallen, dass das Rückwärtsfahren der Müllwagen gesetzlich gar nicht zulässig sei, da bei Unfällen Fahrer und Unternehmen haften müssten.

Kurzerhand hat daraufhin die Stadt Mülheim beschlossen Müllsammelplätze einzurichten, wo jeder Anwohner zu den Leerungszeiten seine Tonne hinzubringen hat. Mit der Einrichtung der Plätze wurde bereits begonnen. Die Anwohner wurden per Brief darüber informiert.

Die Anwohner der Westminsterstraße fordern, dass die MEG wie gewohnt die Mülleimer vor den Häusern leert und es keine Einrichtung von Sammelplätzen gibt. Es besteht die Möglichkeit, dass die MEG kleinere Fahrzeuge einsetzt oder die MEG-Mitarbeiter selbst die Tonnen zu den breiteren Straßen transportieren.

Aktueller Artikel in der WAZ: www.derwesten.de/staedte/muelheim/muelheimer-anwohner-aergern-sich-ueber-neue-abfallplanung-id9143708.html

Auch in anderen Städten wird auf Kosten der Anwohner gespart: www.lz.de/home/nachrichten_aus_lippe/lage/lage/3476009_Der_lange_Weg_wird_zur_Last.html

www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/tonnen-problem-lastet-auf-senioren-id888104.html

www.fr-online.de/frankfurt/frankfurt-nieder-erlenbach-muellentsorgung-grollen-wegen-tonnenrollen,1472798,24940528.html

Bildquelle: Jan Rio Krause / pixelio.de

Begründung

Es ist den Anwohnern nicht zumutbar die Mülltonnen durch die ganze Wohnanlage, teilweise über 100 Meter, zu Sammelplätzen zu schleppen. Es entsteht eine ungeheure Lärmbelästigung wenn sich hier 2 Mal wöchentlich über 100 Mülltonnen auf Hin- und Rückweg in Bewegung setzen. Und das zu den verschiedensten Uhrzeiten. Jetzt ist das Getöse schon schlimm genug, wenn die Nachbarn ihre Tonne an den Straßenrand zerren. Das ist gerne mitten in der um 23:00 oder morgens früh um 5:30.

Die direkten Anwohner an den Sammelplätzen werden massiv von Lärm und Gestank belästigt. Sie können weder die Fenster offen lassen, noch ihren Garten genießen. Von dem Anblick mal ganz zu schweigen.

Ältere und kranke Anwohner sind körperlich gar nicht in der Lage, die Tonnen so weit zu schleppen. Auch Schwangere oder Rückenkranke können wohl kaum die vollen Tonnen soweit schieben.

Wie soll die Aktion im Winter bei Schnee und Eis aussehen? Die Straßen werden hier nur in einem kleinen Streifen für Fußgänger geräumt.

Anwohner haben die Straßen nachgemessen ... einige sind 2 cm (!!!) zu schmal, andere 20 cm. Die Fehlplanung haben nicht die Anwohner zu verschulden, sondern die Stadt. Und warum soll plötzlich etwas, das 12 Jahre gut geklappt hat, nun geändert werden?

Wir bitten jeden um Unterstützung, damit diese unzumutbare Änderung nicht in Kraft tritt!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Die Petition wurde während der Bürgerversammlung am 03.04. übergeben. Eine Rückmeldung haben wir noch nicht erhalten.

  • Wir haben unser Ziel von 500 Stimmen nicht nur in kürzester Zeit erreicht, sondern um 31 weitere Stimmen sogar übertroffen!

  • Quelle Radio Mülheim:
    Die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft holt den Müll in der Westminsterstraße bis auf Weiteres direkt vor den Häusern ab. Das sei Teil einer Absprache nach einem Ortstermin, heißt es von den Grünen. Die Regelung soll solange gelten, bis die Stadt gegebenenfalls den Lösungsvorschlag von Grünen, CDU und MBI für die Müllproblematik umsetzt. Angedacht ist, die Wendehämmer der Straße im Wohnpark Witthausbusch zu vergrößern und die Straßenlaternen nach hinten zu versetzen, um mehr Platz zu schaffen. Bezirksvertretung 1 und Rat sollen in ihren nächsten Sitzungen darüber beraten.

    www.radiomuelheim.de/muelheim/lokalnachrichten/lokalnachrichten/archive/2014/04/02/article/die-muelheimer-entsorgungsgesellschaft-holt-den-muell-in-der-westminsterstrasse-bis-auf-weiteres-dir.html

    Unsere Anmerkungen:
    Ja, die MEG wird die Tonnen ab dem 14.04. von einem Fremdunternehmen vor den Häusern abholen und zu den Sammelplätzen bringen lassen. Dort werden die Tonnen geleert und wieder per Hand zurück gebracht. Die Lärmentwicklung bleibt. Das ganze könnte jetzt erst einmal ein halbes Jahr so gehen, bis der Antrag auf Umbaumaßnahmen im Herbst 2014 bearbeitet wird. Herr Vermeulen wies bei der Bürgerversammlung hin: "Wir müssen prüfen, in wie fern wir die Umbaukosten auf die Anwohner umlegen müssen." Heißt also: die Stadt verbockt den korrekten Ausbau der Straßen, die MEG stellt sich quer und die Anwohner sollen dafür auch noch zahlen. So oder so. Leben in Mülheim!

Pro

Die Sammelstellen schaffen enorme Probleme, welche von der Stadt bisher nicht genügend berücksichtigt wurden. Das Quartier wird durch das Aufstellen der Müllbehälter optisch verschandelt. Es liegt ein Verstoß zum Gestaltungshandbuch vor, welches klar fordert, dass die Müllbehälter nicht offen herumstehen dürfen. Zitat: "8.3.3 Müllstandplätze - Die Müllbehälter sollen wenn möglich in den Gebäuden oder Nebengebäuden untergebracht werden. Sie sollen keinesfalls offen vor dem Haus stehen." Zitat Ende. Darf die Stadt gegen Ihre eigenen Vorschriften verstoßen?

Contra

Noch kein CONTRA Argument.