Region: Nürnberg
Construction

Kleingartenanlage Grimmstraße in Nürnberg darf kein Bauland werden

Petition is directed to
Oberbürgermeister Ulrich Maly
938 Supporters 715 in Nürnberg
Collection finished
  1. Launched November 2018
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Die Stadt Nürnberg möchte in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 13.12.2018 die Auflösung der Kleingartenkolonie in der Grimmstraße behandeln. Es ist davon auszugehen, dass diese Fläche anschließend als Bauland ausgewiesen wird. Dies zum einen, weil die Stadt Nürnberg auf der Suche nach einer Ausgleichsfläche für den Investor ist, der ursprünglich auf dem Platnersberg beabsichtigte, eine AquaKita (Kindertagesstätte mit Wasserbecken) zu errichten.

Zum anderen, weil besagter Investor bereits vor Jahren Planungen für einen alternativen Standort auf der Fläche der Kleingartenanlage unternommen hat. Mit diesem Aufruf soll verhindert werden, dass die Kleingartenanlage aufgelöst wird. Auch soll unterbunden werden, dass diese Fläche Bauland wird. Alle bis 05.12.2018 eingehenden Unterschriften sollen bereits dem Stadtplanungsausschuss vorgelegt werden. Die Petition läuft jedoch weiter.

Reason

1. Keine Mehrbelastung durch den Verkehr

Die Verkehrsdichte in der schmalen Grimmstraße ist bereits durch das Bringen und Abholen der Schüler der Grimmschule enorm. Dazu kommt die zunehmende Belastung durch die fehlenden Parkplätze für die gewerblichen Nutzer in der Erlenstegenstraße. Dies stellt schon seit Jahren ein großes Gefährdungspotenial für die Grundschüler auf Ihrem Schulweg dar. Bisher konnte hierzu trotz vielfältiger Bemühungen noch keine Lösung gefunden werden. Es herrschen wochentags zum Teil chaotische Zustände rund um die Grimmschule. Eine zusätzliche Verkehrsbelastung ist undenkbar.

2. Keine Versiegelung von Grünflächen

Eine Auflösung der Kleingärten und eine Umwidmung dieser im Bebauungsplan für Kleingärten vorgesehenen Fläche in Bauland hat zwangsläufig eine großflächige Versiegelung, den Verlust von Stadtgrün und eine Veränderung des Mikroklimas zur Folge. Derzeit stellt die private Unterhaltung und Pflege der Grünflächen durch die Pächter der Kleingartenanlage eine optimale Lösung dar, da kostenfrei eine wertvolle Grünfläche im städtischen Raum erhalten wird.

Zudem hat sich der Stadtrat in den Haushaltsberatungen für 2019 im November 2018 für eine Ausweitung der Grünflächen in der Stadt ausgesprochen und formuliert, einer weiteren Versiegelung von Flächen entgegenwirken zu wollen. Eine Umwidmung der Kleingartenfläche in Bauland würde dieses Ziel konterkarieren.

3. Derzeitige Realisierung einer Kindertagesstätte an der Sibeliusstraße - weitere Flächen nötig?

Aktuell wird in der Sibeliusstraße bereits eine Kindertagesstätte realisiert. Zusätzlich stehen die Räume in dem Containerbau in der Grimmstraße 8 und in den Räumlichkeiten der Tagesstätte in der Eichendorffstraße zur Verfügung. Damit dürfte ein städtischer Bedarf, weitere gemeinnützige Bauten in der Grimmstraße zu errichten, nicht gegeben sein.

4. Keine weitere Nachverdichtung

Eine Verdichtung der Bebauung wurde bereits durch den Bau der Kindertagesstätte auf dem Gelände der Grimmschule entlang der Sibeliusstraße erreicht. Viele Einfamilienhäuser wichen im Stadtteil in den letzten Jahren dem Bau von Mehrfamilienhäusern. Eine weitere Verdichtung durch die Auflassung der Kleingärten und die Umwidmung in Bauland würde zwar kommerziellen Bauinvestoren sehr zugute kommen, die Grünflächen wären aber für immer verloren.

5. Kleingartenanlage soll bleiben

Die Kleingartensiedlung ist in der Grimmstraße seit vielen Jahrzehnten prägendes Element. Die Gärten werden zum Teil bereits über Generationen genutzt und gepflegt. Sie unterstreichen die städtebauliche Vielfalt in unserm Stadtteil und sollen deswegen erhalten bleiben.

Thank you for your support, Barbara Schieder from Nürnberg
Question to the initiator

News

Die Belegenheit von Kleingärten zwischen Schule und Wohnbebauung ist für alle Anlieger ebenso erfreulich wie in Nürnberg einzig. Eine derartige Grünfläche für eine kurzfristige finanzielle Ersparnis einem Investor zu überlassen, der bereits Mögeldorf mit seiner Kita verunziert und gegen den wegen seines Verhaltens in einer ehemaligen Kita laut Zeitung staatsanwaltliche Ermittlungen laufen, ist unsäglich! Ein Mehrbedarf an Kitaplätzen wurde vom Investor selbst noch 2015 in der Zeitung bestritten! Und jetzt treibt er die Stadt Nürnberg gegen die Kleingärtner vor sich her. So nicht!

No CONTRA argument yet.

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