Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass alle Subventionen und Steuern mit klimaschädlicher Wirkung identifiziert und behutsam abgeschafft werden. Darüber hinaus möge der Deutsche Bundestag prüfen, wie derzeit gültige Steuern durch eine Umgestaltung zur Erreichung der UN-Klimaziele beitragen können.

Reason

Klimaschädliche Steuern und Subventionen verteuern den Klimaschutz. Sie senken sowohl die Effizienz, als auch die Effektivität des Klimaschutzes. Dies steigert Klimafolgekosten und belastet ökonomische und ökologisch-soziale Lebensbedingungen jüngerer und künftiger Generationen. Fehlgeleitete Investitionen belasten öffentliche Haushalte und somit letztlich Steuerzahlende.

Ein konsistentes Klimaschutzgesetz sorgt für eindeutige Anreize, die ausschließlich Klimafreundlichkeit belohnen. Klimaschädlichkeit hingegen kann nicht belohnt werden, sondern sollte an einigen Stellen verteuert werden. So würde es für alle Akteure und Akteurinnen eindeutig ökonomisch vorteilhaft werden, wenn diese ihre Aktivitäten klimafreundlich ausrichten.

Die Identifikation von klimaschädlichen Steuern und Subventionen muss Sektorenübergreifend erfolgen, da die Treibhausgasemissionen in ihrer Summe und in allen Sektoren schnell reduziert werden müssen, um sowohl nationale Klimaschutzziele, als auch die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Ziele, erreichen zu können.

Beispiele für klimaschädliche Subventionen:

  • Die intensive Landwirtschaft bekommt EU-weit die höchsten Subventionen. Landwirtschaftliche Großbetriebe haben einen enorm hohen CO2-Fußabdruck – insbesondere in der Fleisch- und Milchproduktion.
  • Der sehr klimaschädliche Flugverkehr wird stark subventioniert und durch die Energiesteuerbefreiung des Kerosins und die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge begünstigt.
  • Durch die Subventionierung von Diesel gehen dem Staat jährlich rund acht Milliarden Euro an Energiesteuer verloren.
  • Dienstwagen genießen steuerliche Bevorteilungen. Das Bundesumweltamt schätzt die Begünstigungen auf mindestens 3,1 Milliarden Euro pro Jahr.
  • Von 2011 bis 2017 hat der Bund für Steinkohlesubventionen über acht Milliarden Euro ausgegeben

Beispiele für eine klimapositive Umgestaltung von Steuern:

  • Die Mehrwertsteuer könnte ein Hebel für mehr Nachhaltigkeit sein, indem beispielsweise ökologisch erzeugte und klimafreundlichere Lebensmittel mit einem deutlich niedrigeren Steuersatz belegt werden. Eine weitere Stellschraube wäre, die Mehrwertsteuer für Reparaturen zu senken und so die Ressourcen und das Klima zu schonen.
Thank you for your support, Kilian Rüfer from Darmstadt
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Why people sign

  • 5 h. ago

    Für die Rettung der Welt bedarf es großer Ideen.

  • Fabian Pacher Arnschwang

    16 h. ago

    Weil ich lebe auf diesem Planeten.

  • 20 h. ago

    Die Klimakatastrophe muss schnell gestoppt werden, bevor die irreversiblen Wendepunkte (Methangas aus Permafrostböden, erliegen des Golfstroms etc.) überschritten werden. Schon jetzt ist der Jetstream gemindert erwärmt sich die Arktisregion noch viel schneller als der Rest der Welt. Hört endlich auf die Profis aus der Wissenschaft statt auf die Profiteure der Klimazerstörung. Es gibt keinen Planeten B

  • 23 h. ago

    Weil es höchste Zeit ist für eine ökologische Steuerreform und diese weltweit von führenden Volkswirten und Wirtschaftswissenschaftlern gefordert wird.

  • 1 day ago

    es passiert bisher viel zu wenig

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