Wir fordern ein klares Bekenntnis der Redaktion von radioeins vom RBB zu wissenschaftlichen Fakten. Wir fordern, dass die Redaktion sich von Menschen, die den Klimawandel leugnet, distanziert - und somit auch von dem Kommentar "Rekordtemperaturen- untrügliches Zeichen für den Klimawandel?" von Ulrike Bieritz.

Begründung

Im Kommentar bei radioeins hat Ulrike Bieritz am 07.08.2018 sämtliche wissenschaftliche Fakten über den Klimawandel geleugnet, sich über die Ernteausfälle lustig gemacht ("bei Bauern gehört Jammern zum genetischen Code") und empfohlen, wir sollten lieber alle froh sein, unsere Sommerkleider tragen zu können. Sie tut das kurz nachdem eine neue Studie zu den Kipp-Punkten im Klimasystem erschienen ist, die vor den verheerenden Folgen der menschengemachten Erderwärmung warnt (www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-forscher-warnen-vor-entstehung-einer-heisszeit-a-1221915.html).

Ulrike Bieritz stellt diese Wissenschaft in Frage ("Das Wetter ändert sich doch ständig") und reiht sich damit ein in eine Reihe von Klimawandel-Leugner*innen rund um Beatrix von Storch (AfD).

Indem radioeins diese Position zur besten Sendezeit am Morgen verbreitet, bringen sie die Leugnung des menschengemachten Klimawandels zu den Berliner*innen auf den Frühstückstisch. Angesichts der Menschen, die jetzt schon unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden und der konkreten Gefahr, die uns allen droht, ist das nicht nur faktisch falsch, sondern leider auch brandgefährlich.

Guter Journalismus muss sich an Fakten halten. Es ist eine Meinung, zu sagen: Ich finde nicht, dass wir etwas tun müssen, um den Klimawandel aufzuhalten. Diese Meinung können Menschen haben und können sie öffentlich vertreten. Es ist aber keine Meinung, zu sagen: Naturgesetze gibt es nicht. Das sind "alternative Fakten" im Style von Donald Trump und der AfD.

Der RBB als öffentlich-rechtlicher Sender darf nicht zulassen, dass der öffentliche Diskurs derartig vergiftet wird. Es braucht ein klares Statement der Redaktion von radioeins zu Qualitätsjournalismus, es braucht eine Distanzierung von Ulrike Bieritz und eine Erklärung für die Hörer*innen, die beim Frühstück nicht angelogen werden möchten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Robin Herbst aus Berlin
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Warum Menschen unterschreiben

  • vor 3 Tagen

    Freie Medien sind ein unverzichtbaren Bestandteil jeder freiheitlichen Demokratie und dienen dazu die Oeffentlichkeit zu informieren. Die Klimakatastrophe, die sich gerade auf allen Teilen der Welt zeigt, zu verharmlosen ist fahrlaessig und die Oeffentlichkeit erwartet mehr von Journalisten. Wissenschaftler sind sich EINIG, dass Menschen das Klima veraendert haben, weiter veraendern und dass wir schnellstmoeglich Fossile Energietraeger STOPPEN muessen- fuer ein gutes Zusammenleben auf diesem Planeten. Wissenschaftler sind sich einig: hier eine Uebersicht einiger (US) Institutionen angefangen bei NASA: <a class="theme-link-variant-1" href="https://climate.nasa.gov/scientific-consensus/" rel="nofollow" target="_blank">climate.nasa.gov/scientific-consensus/</a> Klimawandel macht Wetterextreme HAEUFIGER. Das laesst sich eindeutig mit Statistiken belegen. Ich erwarte mehr von Radio1.

  • vor 3 Tagen

    weil ich nicht bereit bin, Rundfunkgebühren für fake news zu zahlen....

  • Oliver Gosciniak Schmallenberg

    vor 4 Tagen

    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk sollte sich an die Wahrheit halten, anstett die Hörer für dumm zu verkaufen!

  • vor 4 Tagen

    Ich habe über die sozialen Medien von diesem Radiobeitrag gehört und fand es komisch das am gleichen Tag von anderen Mitarbeitern des RBB ein Video auf tagesschau.de gezeigt wurde, in welchem über die ausgetrockneten Flussbetten und die Dürre gesprochen wurde und in welchem darauf hingewiesen wurde, dass es sich um Auswirkungen des menschengemachten Klimawandel handeln könnte. Somit kann ich nicht verstehen, warum Frau Bieritz hier den eigenen Kollegen widerspricht und die Tatsachen leugnet.

  • vor 4 Tagen

    Der Klimawandel ist die größte Katastrophe, vor der die Menschheit steht.

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