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Petition addressed to: Hochschule Magdeburg-Stendal
Hochschule Magdeburg-Stendal (h2) – Standort Magdeburg
Diese Petition bezieht sich zunächst auf den Standort Magdeburg, da die betreffenden Konflikte und Flächen dort aktuell konkret sichtbar sind.
Das Problem
Die Hochschule setzt regelmäßig Personal-, Reinigungs- und Sachressourcen ein, um Sticker, Flyer, Wandgestaltungen und spontane Botschaften studentischer Mitgestaltung zu entfernen.
Gleichzeitig fehlen offizielle und niedrigschwellige Möglichkeiten, bei denen Studierende Projekte, Ideen, Meinungen, Veranstaltungen und kreative Beiträge sichtbar machen und einbringen können.
Bestehende Forschung zu Lernräumen und Zugehörigkeit zeigt, dass flexible, informelle und sozial nutzbare Hochschulräume neben dem Lernen und Austausch zusätzlich auch dieIdentifikation mit der Hochschule und das Wohlbefinden von Studierenden fördern (vgl. Möllering et al. 2025, Savrana et al. 2025, Beckers et al. 2016).
Eine Hochschule sollte deshalb nicht nur ein Ort des Lernens sein, sondern auch ein Ort, den Studierende aktiv mitgestalten können.
Studentische Forderungen für den Standort Magdeburg
1. Verbindliche Gestaltungsflächen schaffen
Die Hochschule soll offizielle, sichtbare und niedrigschwellige Flächen für studentische Ausdrucksformen in stark genutzten Bereichen (z. B. Flure, Aufenthaltszonen und Pausenbereiche) bereitstellen.
- Mögliche Formate:
- Freigegebene Wandflächen für studentische Gestaltung
- Freigegebene Bereiche in Sanitäranlagen für Sticker, Botschaften oder kreative Beiträge
- Abwischbare Tafelflächen
- Pinnboards und Anschlagbretter
- Wechselrahmen für Plakate und Mitteilungen
- Flächen für Kunst-, Foto- und Kreativprojekte
- Sichtbare Bereiche für Fachschaften, Hochschulgruppen und studentische Initiativen
- Weitere gemeinsam entwickelte Formate studentischer Mitgestaltung
2. Übergangsregelung bis zur Umsetzung
Bis solche Flächen etabliert sind, soll für betroffene Bereiche eine Aushandlung im Dialog mit den Studierendenräten, dem Facility Management und der Hochschulleitung erfolgen, sofern Sicherheit, Funktion und Ordnungspflichten nicht beeinträchtigt werden.
3. Hausordnung modernisieren
Die Hausordnung soll um Regelungen ergänzt werden, die studentische Mitgestaltung auf ausgewiesenen Flächen ausdrücklich erlauben und verbindlich regeln.Hierzu sollen geeignete Wandflächen und andere definierte Bereiche als legale Gestaltungsflächen ausgewiesen werden können.
4. Ressourceneffizienz prüfen
Die Hochschule soll prüfen und transparent machen, ob dauerhaft eingerichtete Gestaltungsflächen kostengünstiger, konfliktärmer und ressourcenschonender sind als wiederholte Entfernung, Kontrolle und Ahndung von Gestaltungen.Die Ergebnisse sollen der Studierendenschaft sowie den Fachschaftsräten vorgestellt werden.
Rechtliche Grundlagen
- § 4 Abs. 2 HSG LSA: Die Hochschule sichert die Grundrechte, insbesondere die Meinungsfreiheit und weitere verfassungsrechtlich geschützte Rechte.
- § 59 Abs. 4 HSG LSA: Studierende dürfen Hochschuleinrichtungen für die hochschulpolitische Willensbildung nutzen, soweit die Aufgaben der Hochschule nicht beeinträchtigt werden.
Warum diese Forderung?
Die aktuelle Hausordnung der h2 untersagt das Besprühen, Bemalen, Beschriften, Verschmutzen, Beschädigen oder Missbrauchen von Flächen, Wänden und Ausstattungsgegenständen. Zudem benötigen Plakate, Transparente und Wandzeitungen außerhalb ausgewiesener Bereiche eine Genehmigung der Hochschulleitung.
Unsere Position ist nicht, diese Regelungen zu ignorieren. Wir fordern bessere und zeitgemäße Regelungen.Statt einer dauerhaften Entfernung studentischer Ausdrucksformen sollen offizielle Gestaltungsflächen geschaffen werden, auf denen Mitgestaltung ausdrücklich erlaubt, sichtbar und geregelt möglich ist.
Klare Standards für Mitgestaltungsflächen
Gestaltungen auf offiziellen Flächen dürfen insbesondere nicht:
- Brandschutzzeichen, Fluchtwege, Sicherheitshinweise oder Notausgänge verdecken
- Rassistische, sexistische, antisemitische, queerfeindliche oder sonst menschenwürdeverletzende Inhalte enthalten
- Dauerhafte Beschädigungen verursachen
Meint: physische bzw. tatsächliche Schäden
Meint nicht: Aufkleber, Sticker, Marker Stift, Kreidestifte oder Graffiti.
- Sicherheit, Ordnung oder den Hochschulbetrieb beeinträchtigen
Organisation
- Klare Zuständigkeiten für die jeweiligen Flächen
- Regelmäßige Abstimmung mit StuRa und Fachschaftsräten
- Gemeinsame Evaluation und Weiterentwicklung
- Überprüfung und gegebenenfalls Neugestaltung mindestens einmal pro Semester
Reason
Für eine lebendige und vielfältige Hochschule
Eine Hochschule, die ihren Studierenden echte Gestaltungsspielräume einräumt, stärkt Beteiligung,
Gemeinschaft und demokratische Kultur. Sie macht die Vielfalt ihrer Studierenden sichtbar und schafft Räume für Austausch, Kreativität und Engagement. Studierende sind keine passiven Nutzer*innen der Hochschule, sondern aktive Mitglieder und Mitgestalter*innen ihrer Lernumgebung.
(weiterführende) Literatur
Beckers, R., van der Voordt, T., Dewulf, G. P. M. R. (2016). Learning space preferences of higher education students. Building and Environment, 104. S. 243 – 252.
Möllering, N., Hoppe, M. (2025). Der Campus als partizipativer Gestaltungsprozess- Erarbeitung von nachhaltigen Entwürfen für den Hochschulcampus. In: Leal Filho, W. (Hrsg.). Innovative Ansätze für die Nachhaltigkeitslehre und Forschung in der Hochschulbildung. Theorie und Praxis der Nachhaltigkeit. Springer Spektrum: Berlin, Heidelberg. S. 353 – 365.
Pattloch, A. (2010). „Studieren in der Lounge“ – Wie StudentInnen Ihre Hochschule gestalten würden. Eine geschlechterdifferenzierende Exploration. In: Schriftenreihe GuTZ, 2. S. 1 – 26.
Savrana, A., Lavena, R., Renneberg, H., Weinlicha, W. (2025). Studentische Partizipation am Beispiel des kreativen Service-Learnings am Urban Diversity Education Campus der Pädagogischen Hochschule Wien. Zwischen Raumgestalt und Raumgestaltung, Raumbezeichnung und Raumverwaltung. In: Pädagogische Horizonte, 9(1). S.141 – 164.
Petition details
Petition started:
06/18/2026
Collection ends:
12/17/2026
Region:
Magdeburg
Topic:
Welfare
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Why people sign
Als Alumni für Industrial und Engineering Design weiß ich, wie wichtig Räume für die eigene Kreativität sind. Egal ob intro- oder extrovertiert, jeder nutzt Räume anders. Deshalb ist eine Vielfalt an verschiedenen Raumkonzepten so wichtig.
Mehr Entfaltungsmöglichkeiten bedeuten mehr Raum für neue Ideen und bessere Ergebnisse.
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Ich studiere an der ovgu und bin super gerne in meiner Freizeit künstlerisch aktiv. Mein Studium hat aber nichts mit Kunst zu tun und deshalb habe ich nicht wirklich einen Zugang zu Kunstmaterialien. Ich würde aber super gerne in meiner Freizeit, ab und zu, ohne Verpflichtungen, ohne in einem Kurs fest eingeschrieben zu sein, die Möglichkeit haben Kunst zu machen.
Gleichzeitig fände ich es auch cool wenn meine Kunst einen Mehrwert hat und für Projekte o.Ä. genutzt werden kann.