Es ist falsch weiter an der Kultur zu sparen. Wir Wittener Bürger, Kulturaktive, Fördervereine, Künstler, Kulturpolitiker, Ratsfraktionen, Veranstalter und kulturell Interessierte fordern einen gemeinsamen Widerstand gegen den von der GPA geplanten Kulturabbau, der möglichst alle Parteien, Verwaltungen, Gruppen, Vereine und Initiativen umfassen soll. Wir fordern: O Anerkennung der geleisteten Einsparungen! O STOPP weiterer Zuschussreduzierung im Kulturbereich! O Kurzfristig mindestens ein Ausgleich für Inflationsrate und Tariferhöhungen. O Erhöhung der Finanzierung der Freien Szene! O Nach 2018 eine stabile und ausreichende Finanzierung des Kulturforums mit ca.6 Mill.€.

Begründung

Gegenwärtig fordert die GemeindePrüfAnstalt (GPA) von der Stadt Witten, den Zuschuss an die AöR Kulturforum weiter massiv zu senken. Dabei ist die Situation dramatisch. Das Kulturforum selbst beschreibt die Lage Ende 2016 so: Es ist festzuhalten, dass inzwischen die Spielräume für Sparmaßnahmen im Kulturforum bis an die Grenzen ausgereizt worden sind. 1. Die Zuschussreduzierung von 700 Tsd. € bedeuten bis 2018 etwa 12% Verlust gegenüber 2012. 2. Von 2012 – 2017 belaufen sich die Inflationsraten und Lohnerhöhungen zusammen auf ca. 11% Wertverlust. 3. Es arbeitet ca. 25% Personal weniger bei gleichzeitiger Ausweitung der Aufgaben, seit 1999 sogar – 40 %. 4. Das Kulturforum bewirtschaftet zudem zahlreiche Immobilien, die in anderen Städten von der Kommune getragen werden. Somit bleiben weitere fast 18% weniger für die Kultur. Jede weitere Kosteneinsparung ginge wieder zu Lasten des Personals, des Angebots der Institute und der Kultur generell. Es droht Kulturabbau, eine Spirale nach unten würde in Gang gesetzt, das Angebot würde immer weniger, schlechter und immer dünner. Der Präsident des Deutschen Bundestags, Norbert Lammert, schrieb dazu: " In Witten werden ...bisher nicht einmal drei Prozent des städtischen Haushalts für kulturelle Zwecke verwandt. Ich kenne die finanziellen Nöte der Ruhrgebietskommunen, weiß aber auch, dass öffentliche Haushalte nicht über die Kulturetats saniert werden können." Und im selben Zeitraum schreibt der damalige Beauftragte für Kunst und Medien der Bundesregierung Bernd Neumann wörtlich: „Mit Kürzungen bei der Kultur kann man jedoch keine Haushalte sanieren...Das, was kurzfristig eingespart wird, steht in keinem Verhältnis zu dem langfristigen Schaden, der droht, wenn die Wurzeln der kulturellen Vielfalt unseres Landes dauerhaft beschädigt werden,...“ Wir Wittener brauchen ein Mindestmaß an städtischem Kulturangebot. Weniger geht nicht mehr, das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Kultur muss weiter finanziert werden. Wir haben in Witten außerdem in den letzten Jahren neue Wege und Initiativen im Kulturbereich durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Freier Szene, Kulturpolitik und dem Kulturforum auf den Weg gebracht, vor allem in der Kulturplattform. So gibt es jetzt einen Kulturbeirat und neue Förderrichtlinien. Zur Zeit wird ein masterplan-kultur für die nächsten Jahre mit allen Beteiligten diskutiert. Diese hoffnungsvollen und konstruktiven Wege der Gemeinsamkeit würden durch einen Kulturabbau gefährdet und obsolet.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kerstin Glathe aus Witten
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Pro

Es geht um die Förderung der Kultur. Wer die Kultur fördert, fördert gleichzeitig die Verständigung zwischen Menschen. Die Kultur muss frei sein und auch Menschen mit wenig Einkommen zugänglich bleiben, dafür braucht es öffentliche Förderung! Wer diese Petition missbraucht, um ausländerfeindliche Propaganda zu verbreiten, hat nicht verstanden, was Kultur bedeutet!

Contra

Leider fehlen der Stadt Witten nur wenige tausend Bürger, um sich Großstadt zu nennen. Und Witten als Großstadt würde das Land verpflichten, Stadt Witten höher zu bezuschussen, als es jetzt der Fall ist. Die fehlenden Bürger die Stadt reicher machen würden, befinden sich unter den nicht gemeldeten Studenten, die an Gebühren für ihr Radio und Fernseher sparen und ihren Wohnsitz anderorts, z.B bei ihren Eltern behalten. Dies zuerst anzugehen, würde auch Mittel für eine Kulturförderung ergeben. Hinzu käme eine notwendige Senkung der Grundsteuer für Gebäude, die auch von Mietern getragen w