• Von: Dr. Elisabeth Esch, Arbeitskreis Elternbeiräte ... mehr
  • An: Herrn Kultusminister Andreas Stoch, MdL (SPD)
  • Region: Landkreis Ludwigsburg
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.214 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Kultusminister Stoch: Die Leseklassen im Landkreis Ludwigsburg müssen erhalten bleiben!

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Achtung: Aktuelle Entwicklungen unter dem Link Neuigkeiten

Die seit 2001 bestehenden neun Leseklassen für Schüler mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) an öffentlichen Grundschulen im Landkreis Ludwigsburg müssen erhalten bleiben, dürfen nicht wie geplant 2013 geschlossen werden!

Begründung:

Die Leseklassen im Landkreis Ludwigsburg stellen seit mehr als 10 Jahren eine besonders gelungene Form der Förderung von lese- und schreibschwachen Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 2 dar. Diese Leseklassen bestehen an neun Schulen im Landkreis:

Grundschule Weimarer Weg Bietigheim-Bissingen
Konrad-Kocher-Schule Ditzingen
Wunnensteinschule Großbottwar
Silcherschule Kornwestheim
Schlößlesfeldschule Ludwigsburg
Grundschule Marbach
Markgröningen (formal Landern-Grundschule, in den letzten Jahren tatsächlich an der Ludwig-Heyd-Schule GHWRS)
Bartenbergschule Vaihingen/Enz-Kleinglattbach
Grundschule Walheim

Die Kinder werden für 12 Wochen aus ihren Stammklassen herausgenommen und in den Leseklassen im kleinen Kreis von maximal 10-12 Schülern nach einem extra auf sie zugeschnittenen Konzept gefördert. Eine Individualisierung ist auf Grund der niedrigen Schülerzahl gut möglich: Auch das Fach Mathematik wird voll unterrichtet. Diese Sonderförderung soll den Kindern ermöglichen, im Anschluss mit den Lesefähigkeiten durchschnittlicher Zweitklässler mitzuhalten. Bei rund 75 % der Kinder gelingt das auch. Die Schüler merken schnell, dass sie es schaffen können, ihre Schwächen zu überwinden, und entwickeln neues Selbstbewusstsein.

Kurz vor Beginn der Sommerferien wurden die Leseklassen vom Staatlichen Schulamt Ludwigsburg aufgelöst. Der Grund: Lehrermangel.

Das erfolgreiche und von Eltern, Lehrern und Politikern aller Parteien hochgelobte Fördermodell soll kurzfristig durch ein anderes Konzept ersetzt werden. Wir halten es schlichtweg für unseriös, in der Kürze der Zeit ein neues Förderkonzept an den Grundschulen einzuführen, das ein gleichwertiger Ersatz für die Leseklassen sein soll, da zunächst entsprechende Fortbildungen der Lehrkräfte in den Grundschulen notwendig sind.

Durch den kurzfristigen Wegfall der Leseklassen entsteht im kommenden Schuljahr eine Lücke in der Förderung. Auch die Kinder, die im Schuljahr 2013/14 Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben haben, haben ein Recht auf Förderung und dürfen nicht dem Spardiktat zum Opfer fallen.

Wir wollen ein Stück Chancengleichheit erhalten. In der Grundschule wird das Fundament für die weitere Schullaufbahn und Berufslaufbahn, für das ganze Leben gelegt. Defizite, die hier nicht behoben werden, werden die betroffenen Kinder ihr Leben lang belasten.

Der personelle Engpass in Lehrerkreisen darf keine Rechtfertigung sein für die Streichung der Leseklassen. Es ist Aufgabe der Landespolitik die personelle Infrastruktur so zu gestalten, dass das Bildungssystem nicht störanfällig ist.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern vom Kultusminister der Landes Baden-Württemberg, Andreas Stoch MdL, und dem Staatlichen Schulamt Ludwigsburg, die Leseklassen in ihrer bisherigen Form zu erhalten bzw. zumindest deren Weiterführung so lange zu gewährleisten, bis ein anderes Förderkonzept an allen Grundschulen im Schulamtsbezirk Ludwigsburg verlässlich implementiert ist und für die betroffenen Kinder und Familien eine nachweislich gleichwertig qualifizierte Förderung garantiert.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Steinheim an der Murr, 05.09.2013 (aktiv bis 04.03.2014)


Neuigkeiten

Liebe Unterzeichner/innen, wie in der Presse zu lesen war, hat das Staatliche Schulamt Ludwigsburg ein Ersatzkonzept für die LRS-Förderung entwickelt, das in den nächsten Monaten an den Schulen implementiert werden soll. Das Konzept wurde auch dem ...

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Debatte zur Petition

PRO: Notwendigkeit zum Handeln ist gegeben, Begründung: Ergebnisse der VERA-Studie. Ein Beispiel daraus: Etwa 40 % der Viertklässler der Probegruppe konnten nach der Studie verschiedene Verbformen und persönliche Fürwörter noch nicht richtig verwenden. Der ...

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