Erhalt der Jahrgänge 5 und 6 an der Adolph-Diesterweg Schule Gladenbach-Weidenhausen. Keine Schließung der Förderstufe.

Begründung

Dem Standort Weidenhausen-Gladenbach droht Schließung der Förderstufe.

Das Hessische Kultusministerium lässt über das Staatliche Schulamt MR-Biedenkopf verkünden, dass im kommenden Schuljahr keine Förderstufenklasse 5 gebildet werde, wenn im März/April 2016 nicht mindestens 28 Anmeldungen für das Schuljahr 2016 vorlägen. Das Staatliche Schulamt Marburg-Biedenkopf und der zuständige Schuldezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf weisen darauf hin, dass es sich bei dem Vorgang um einen Verwaltungsakt handele, der zunächst nur den kommenden Jg.5 beträfe. Die Entscheidungshoheit läge ohnehin nicht in Marburg, sondern in Wiesbaden; wenn überhaupt müsse man sich direkt an das HKM-Wiesbaden wenden. Wir befürchten, dass durch diesen „Verwaltungsakt“ langfristig die Tür zur Schließung des Förderstufenstandortes Weidenhausen geöffnet ist Wir fordern das HKM, das Staatliche Schulamt Marburg-Biedenkopf sowie den Landkreis Marburg Biedenkopf mit dieser Petition dazu auf, den Förderstufenstandort Weidenhausen langfristig im Schulentwicklungsplan zu sichern.

Weidenhausen kann auf viele Jahre erfolgreicher Arbeit am Schulstandort mit Grund- und Förderstufe zurückblicken; lange war für den Ausbau der Grundschule zum Schulstandort mit Förderstufe gekämpft worden. Generationen von Schülerinnen und Schülern haben die 6jährige Schule besucht. Weidenhausen ist ein wachsendes Dorf mit funktionierender Infrastruktur. Neue Bauplätze werden ausgewiesen und in den kommenden Jahren ist mit steigenden Einwohner- und Schülerzahlen zu rechnen. Die Schülerzahlen für den neuen Jg.5 im Schuljahr 2016 stellen keine langfristige Tendenz dar - sie sind vielmehr ein isoliertes Ereignis. Dennoch ist zu befürchten, dass die endgültige Schließung der Förderstufe droht, wenn im kommenden Jahr kein neuer Jg.5 mit einer Klasse zugelassen wird. Weidenhausen hätte dann nur noch eine vierjährige Grundschule.

Die Konsequenzen wären auch für die Grundschule deutlich spürbar. Eine Verkürzung des Ganztagsangebotes wäre nur eine Folge. Die 5. und 6.Klässler würden fehlen. Patenprojekte, jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaften, eine gemeinsame Schülervertretung, Theater- und Sportveranstaltungen zwischen Grund- und Förderstufenschülern wären nicht mehr möglich. Die neuen 5.Klässler müssten jeden Morgen mit dem Bus nach Hartenrod oder Gladenbach gefahren werden, anstatt den gesunden Fußweg zu ihrer gewohnten Schule anzutreten. Auch unter pädagogischen Gesichtspunkten ist das nicht nachvollziehbar. Der Kreis hat erst kürzlich in eine neue Caféteria und in weitere bauliche Maßnahmen investiert - wie kurzsichtig, wenn jetzt langfristig mit einer Reduzierung der Schülerzahlen um 1/3 gespielt wird.

Auch rein finanziell ist die Entscheidung schwer nachvollziehbar. Warum ist es günstiger, zwei Klassen mit 14, bzw. 15 Schülern zu bilden als eine mit 28? Wäre die Unterrichtsstunde pro Schüler dann nicht sogar teurer? Müssten bei einer Schließung nicht 28 Kindern täglich mit dem Bus in einen Ort gefahren werden mit dem Anspruch auf eine Busfahrkarte? Geht es nur um die 12 Unterrichtsstunden, die bei einer Fachleistungsdifferenzierung im Jg.6 anstehen und sind die teurer als die Busfahrkarten? Geht es nicht vielmehr darum, die umsichgreifenden Zentralisierungsbestrebungen der hessischen Landesregierung jetzt auch für die Schulen durchzusetzen?

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift. Wir wollen Antworten aus Wiesbaden und durch diese Petition den Dialog mit dem HKM erzwingen.

Die Teilerzahl von 28 darf nicht zum Argument der Schließung unserer Förderstufe werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Stefan Düppers und Andree Heuser aus Gladenbach
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Neuigkeiten

Pro

Um den Standort Weidenhausen für Familien attraktiv zu halten muß die Förderstufe erhalten bleiben.

Contra

Schüler/innen der 5 und 6 Klasse ist ein etwas größerer Schulweg zumutbar.