• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 61 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Lärmschutz - Reduzierung von durch Freizeit- oder Verkehrslärm verursachten Gefahren für das Gehör mittels Schallpegelbegrenzungen

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Mit der Petition wird gefordert, durch Freizeit- oder Verkehrslärm verursachte Gefahren für das Gehör durch Schallpegelbegrenzungen zu reduzieren.

Begründung:

Bundesärztekammer Hörschädigungen bei Kindern nehmen zu Köln (ots) - Kinder und Jugendliche leiden immer häufiger unter Hörschäden. Ursache hierfür sei vor allem die Zunahme von Freizeitlärm, erklärte der Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) in Tübingen auf dem 24. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Köln. So halten sich Jugendliche heute extrem lang in Diskotheken auf: Während Anfang der 80er Jahre ein Besuch im Schnitt 2,5 Stunden dauerte, erstreckt er sich heute fast über fünf Stunden. Die Lärmpegel, denen die Jugendlichen dabei ausgesetzt sind, liegen mit teilweise bis zu 110 Dezibel weit im gehörschädigenden Bereich, der bereits bei 85 Dezibel einsetzt. "Bei den gegebenen Musikhörgewohnheiten der 15jährigen ist nach zehn Jahren bei ca. zehn Prozent der Jugendlichen ein musikbedingter mittlerer Hörverlust von zehn Dezibel zu erwarten", warnte ein Vertreter vom Umweltbundesamt in Berlin. Andere Arten von Freizeitlärm können ebenfalls zu Hörschäden führen, wie Spielzeugpistolen, die oft einen Pegel von mehr als 135 Dezibel bei einem Meter Entfernung erreichen, und Knackfrösche, die ans Ohr gehalten werden und dort ebenfalls um die 135 Dezibel erzeugen. Auch die Gefahr von Silvesterböllern (120 Dezibel bei acht Metern Entfernung) sollte nicht unterschätzt werden: Während einer Untersuchung von 424 jungen Männern zu Beginn ihres Wehrdienstes stellten Ärzte kürzlich bei der Hälfte von ihnen Symptome eines Knalltraumas fest (Tinnitus und Vertäubung). Bei 73 Prozent der Betroffenen wurde dieses durch Silvesterböller verursacht. Um Hörschäden durch Freizeitlärm bei Kindern und Jugendlichen zu vermeiden, fordern Bundesärztekammer und Umweltbundesamt vorgeschriebene Pegelbegrenzungen: In Diskotheken sollte der Dauerschallpegel - bezogen auf den lautesten Bereich des Veranstaltungsortes - auf 95 Dezibel begrenzt werden. Für tragbare und andere Geräte mit Kopfhörern dürfte die Lautstärke nicht mehr als 90 Dezibel betragen und für lärmerzeugendes Spielzeug sowie andere Geräte mit Ohrhörern bei Kindern unter 14 Jahren nicht mehr als 80 Dezibel. Nicht immer wird ein Hörverlust jedoch durch hohe Dezibel-Werte hervorgerufen. Auch Verkehrslärm insbesondere Autohupen sind viel zu laut. 7m Entfernung 115 Dezibel

24.06.2016 (aktiv bis 09.08.2016)


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