Region: Bayern

Landesstellenplanung der ELKB überarbeiten – Ortsgemeinden stärken

Petition richtet sich an
Synodalinnen und Synodale der Evangelischen Landeskirche in Bayern

2.151 Unterschriften

43 %
5.000 für Sammelziel

2.151 Unterschriften

43 %
5.000 für Sammelziel
  1. Gestartet 17.02.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Synodalinnen und Synodale der Evangelischen Landeskirche in Bayern

Die Landesstellenplanung der ELKB sieht massive Kürzungen im Gemeindedienst und die Auflösung von Ortsgemeinden vor. Wir fordern die Synodalen auf, die Beschlüsse zu überarbeiten und die Ortsgemeinden wieder ins Zentrum kirchlichen Handelns zu stellen.

Quelle: https://landessynode.bayern-evangelisch.de/herbsttagung-2025-698.php

Begründung

Die Landesstellenplanung der ELKB sieht massive Kürzungen im Gemeindedienst und die Auflösung von Ortsgemeinden vor. Was viele Gemeinden seit Jahren befürchten, ist nun Realität geworden. Schritt für Schritt wurden die Ortsgemeinden zugunsten übergeordneter und regionaler Strukturen geschwächt.

Mit den jüngsten Beschlüssen wird dieser Weg konsequent fortgesetzt:

  • Ortsgemeinden werden faktisch aufgelöst und in Regionalgemeinden überführt.
  • Das Stellenkontingent der Dekanatsbezirke – und damit der Gemeinden vor Ort – soll um 25 % gekürzt werden.
  • Jede vierte Pfarrstelle im Gemeindedienst entfällt.

Gleichzeitig bleiben Dekanatsstellen vollständig erhalten. Zwar werden Dekanatsbezirke zusammengelegt, doch der Gemeindeanteil der Dekaninnen und Dekane entfällt ersatzlos. Auch dies bedeutet eine weitere Schwächung der Nähe zur kirchlichen Basis. Wir halten diese Entwicklung für einen folgenschweren Irrtum.

Kirche lebt nicht in Strukturen, sondern in Beziehungen.
Sie lebt dort, wo Menschen einander begegnen, wo sie getauft, begleitet, getröstet und beerdigt werden. Sie lebt in den Ortsgemeinden – nahe bei den Menschen, mitten im Alltag.
Strukturelle Reformen mögen notwendig sein. Doch sie dürfen nicht auf Kosten von Nähe, Verlässlichkeit und Beziehung gehen. Was unsere Kirche braucht, ist für uns kein Mehr an Zentralisierung, sondern Machtabbau, Dezentralisierung und Vertrauen in die Arbeit der Kirchengemeinden.
Mit dieser Petition wollen wir den eingeschlagenen Kurs stoppen – und einen neuen eröffnen. Wir fordern, die Beschlüsse zur Landesstellenplanung zu überarbeiten und ein zukunftsfähiges Konzept für unsere Landeskirche zu entwickeln, in dem die Bedeutung der Ortsgemeinde wieder richtungsweisend ist.

Denn die Ortsgemeinde ist die Basis der evangelischen Kirche.
Wenn Sie diese Überzeugung teilen, bitten wir Sie: Unterzeichnen Sie diese Petition.

Im Namen des Gemeindebundes Bayern
Dr. Gerhard Schoenauer

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gemeindebund Bayern, Nürnberg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 17.02.2026
Sammlung endet: 16.08.2026
Region: Bayern
Kategorie: Soziales

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Neuigkeiten

  • Liebe Schwestern und Brüder,

    vielen Dank, dass Sie die Petition „Landesstellenplan der ELKB überarbeiten – Ortsgemeinden stärken“ unterschrieben haben. Über 2100 Unterschriften sind es schon. Bitte werben Sie weiter.

    In den Kommentaren wird mehrfach nachgefragt, was denn unser Konzept für eine zukunftsfähige Kirche sei. Wir haben solch ein Konzept erarbeitet und geben es Ihnen zur Kenntnis.

    Herzliche Grüße

    Im Namen des Gemeindebundes Bayern
    Dr. Gerhard Schoenauer
    1.Vorsitzender

  • Liebe Schwestern und Brüder,

    Sie haben unsere Petition an die Synodalinnen und Synodalen „Landesstellenplan der ELKB überarbeiten – Ortsgemeinden stärken“ unterschrieben. Herzlichen Dank! In der vergangenen Woche haben wir die Petition mit ihren Unterschriften und eine Zusammenfassung Ihrer Kommentare auf der Landesynode in Bayreuth verteilt. Wir haben eine große Offenheit für unser Anliegen erfahren und einige der Mitglieder der Synode haben auch unterschrieben.

    Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir über 1800 Unterschriften. Um unser Ziel, 5000 Unterschriften zu erreichen, bitten wir Sie weiter für diese Petition zu werben. Wenn jede und jeder von Ihnen noch zwei Personen dafür gewinnen könnte, haben wir unser Ziel erreicht.

    Ich danke Ihnen für Ihr Engagement für die Ortsgemeinden und für unsere Kirche.

    Herzliche Grüße
    Dr. Gerhard Schoenauer
    1. Vorsitzender des Gemeindebundes Bayern

Ich unterstütze die Petition. Gerade in Zeiten permanenter Verände-rungen braucht es einen Ruhepol, in dem nicht dauernd "ein frischer Wind weht", resp. in dem es durch alle Ritzen zieht und man nicht mehr weiß, wohin man sich noch setzen soll, ohne zu frieren. Irgend- wann wechselt man sonst auch als Stammgast das Lokal - zumal wenn der Wirt dauernd unterwegs sein muss, um alle "Zweigstellen" zu versorgen. "Im Schoß der Kirche" - das war wohl einmal vor langer Zeit....

Die Stimme für das Ortsgemeindeprinzip ist wichtig und sollte von Syn.&LKR ernstgenommen werden. Dazu müssen die Argumente differenziert(er) und realistisch(er) sein: - Kirche ändert sich (Austritte & Nachwuchs) - lebendige, flächendeckende Kirche ist in den bisherigen Zuschnitten nicht mehr möglich - Bayerns Sonderweg (vgl. EKD) bestärkt Ortsgemeinde im Regionenzuschnitt. - Ortsgemeindeprinzip sollte bestärkt werden. Am Gemeindezuschnitt aus "Volkskirchenzeiten" festzuhalten ist jedoch fatal

Warum Menschen unterschreiben

Kirche lebt für mich in der Gemeinschaft vor Ort. Deshalb sind die vor-Ort-Gemeinden in Ihrer gewachsenen Struktur möglichst zu erhalten. Ehrenamtlicher Einsatz soll höchste Wertschätzung erhalten.

Die Basis ist die Kirche und die wird von Dekan an aufwärts nicht befragt, sondern ignoriert. Über die Gemeinde werden Entscheidungen getroffen ohne mit den Menschen gesprochen zu haben. Man zerbricht sich nur den Kopf, wie Kosten gespart werden können und nicht wie man mit dem Evangelium wieder mehr Leute erreicht. Einfach nur traurig!

Gerade in kleinen Ortsgemeinden ist die physische Präsenz einer Kirche weit mehr als nur ein religiöser Ort. Sie ist ein zentraler Anker im sozialen Gefüge, ein Raum der Begegnung, des Austauschs und des Zusammenhalts. Hier kommen Menschen zusammen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.
Kirchen vor Ort leisten einen wichtigen Beitrag für Gemeinschaft, Identität und gegenseitige Unterstützung. Sie sind oft die letzten verbliebenen Orte, an denen echtes Miteinander stattfindet – jenseits von Konsum und digitaler Distanz.
Eine weitere Ausdünnung der kirchlichen Präsenz würde gerade ländliche Regionen empfindlich treffen. Deshalb ist es aus meiner Sicht entscheidend, die Ortsgemeinden zu stärken statt sie strukturell weiter zu schwächen.

Zitate von Bonhoeffer und Hüsch treffen den Kern. Kirche entsteht durch persönliche Beziehung des Einzelnen zu Gott. Und wir haben einzuladen und den Grund unseres Glaubens zu bezeugen. Was daraus entsteht, geschieht durch Gottes Geist.

Wir brauchen mehr Pfarrpersonal, das Zeit hat und dem die Möglichkeit gegeben wird, in der eigenen Gemeinde Gemeindearbeit zu leisten und für die Menschen da zu sein.
Ein Stellenabbau wirkt einer guten Geneindearbeit deutlich entgegen und schwächt die Gemeindenerhaltung enorm.

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37 %
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96 Tage verbleibend
100 %
4.426 Unterschriften
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