Landwirtschaft braucht Fairness

Petition richtet sich an
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und die Bundesregierung

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20.000 für Sammelziel

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Petition richtet sich an: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und die Bundesregierung

Wir fordern Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dazu auf, sich entschlossen dafür einzusetzen, dass die Zahlung fairer, kostendeckender Preise entlang der gesamten Lieferkette von allen Handelspartnern sichergestellt werden muss. Faire Preise bedeuten, dass sie die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und so existenzsichernde Einkommen und Investitionen ermöglichen. Die Zahlung von unfairen Preisen muss als unfaire Handelspraktik in die UTP-Richtlinie aufgenommen werden.

Begründung

Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland, Europa und weltweit müssen von ihrer Arbeit leben können! Doch unfaire Handelspraktiken und Preise gefährden die Zukunft der Landwirtschaft. Ob Getreide- und Milchbäuerinnen und -bauern in Deutschland oder Kakao- und Kaffeeproduzentinnen und -produzenten in Ghana und Brasilien – viele von ihnen können nicht von ihrer Arbeit leben. Sie können nicht in ihre Betriebe investieren, um nachhaltiger, produktiver und damit zukunftsfähig zu wirtschaften. Sie können Menschen, die auf ihren Höfen arbeiten, keine existenzsichernden Löhne zahlen.

Unfaire Preise gefährden Existenzen entlang lokaler und globaler Lieferketten.
Dieses Marktversagen darf nicht länger hingenommen werden. Es braucht einen gesetzlichen Rahmen, der Landwirtinnen und Landwirten faire Preise zusichert, welche die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken. Mit der in diesem Jahr anstehenden Reform der europäischen Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (Unfair Trading Practices Regulation) besteht jetzt die Chance, ein wirksames Sicherheitsnetz für Bäuerinnen und Bauern zu schaffen – in Europa und weltweit. 

Damit Landwirtschaft wieder Zukunft hat!
Nur mit fairen Einkommen lassen sich Höfe und Farmen zukunftsfest aufstellen. Die Landwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen: Klimawandel, Verlust der Biodiversität und steigende Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit erfordern hohe Investitionen – in Produktivitätssteigerung, ökologischen Landbau und Agrarökologie. Bleiben Veränderungen aus, setzt sich das Höfesterben ungebremst fort. In Deutschland hat sich die Zahl der Höfe innerhalb einer Generation halbiert! Und der Trend hält an. Damit verlieren wir das Rückgrat der Landwirtschaft – hierzulande wie weltweit.

Faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind eine Investition in die Zukunft: Sie sichern Vielfalt und Resilienz der Landwirtschaft und verringern das Risiko für Angebotsrückgänge und unsichere Lieferketten.

Dies ist ein gemeinsamer Appell von:

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL)
  • Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V.
  • Christliche Initiative Romero e.V. (CIR)
  • Deutsche Umwelthilfe e.V.
  • Fairtrade Deutschland e.V.
  • FEMNET e.V.
  • Forum Fairer Handel e.V.
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
  • INKOTA-netzwerk e.V.
  • Katholische Landvolkbewegung Deutschland
  • Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V.
  • Oxfam Deutschland e.V.
  • Weltladen-Dachverband e.V.

Die Initiatorinnen und Initiatoren dieses Appells distanzieren sich deutlich von Hass, Gewalt, Rassismus und Diskriminierung und setzen sich gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz ein.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Fairtrade Deutschland, Köln
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.03.2026
Sammlung endet: 17.09.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Landwirtschaft

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Warum Menschen unterschreiben

Ich halte Vielfalt in allen Lebensbereichen für überlebensnotwendig; die Konzentration der Marktmacht auf immer weniger "Player" steht dazu in krassem Widerspruch. Die Vielfalt der landwirtschaftlichen - der bäuerlichen - Betriebe weltweit muß unter allen Umständen erhalten und gefördert werden.

Konzerne diktieren weltweit die Preise. Die Produzenten verarmen Stop mit diesen !@#$!

Fairness in Produktion und Handel kann weltweit nachhaltig zur Existenzsicherheit kleiner landwirtschaftlicher Betriebe beitragen und ist darüber hinaus eine wirksame Möglichkeit ein friedliches Miteinander zu stärken.

Preise, die nicht die Kosten einer nachhaltigen Erzeugung von Lebensmittelrohstoffen decken, wie auch die Kosten für die Herstellung von Lebensmitteln in regionalen Wertschöpfungsketten, gefährden den Fortbestand landwirtschaftlicher und handwerklicher Betriebe. Nachweislich tragen insbesondere kleinere Betriebe zur Versorgungssicherheit im Bereich der Ernährung und zur Resilienz von Regionen bei. Fairness für landwirtschaftliche Betriebe sowie entlang der Wertschöpfungskette ist die Basis für die Sicherung der Ernährung. Die fortschreitenden Konzentrationsprozesse unter dem Vorwand der Effizienzsteigerung (der sachgerecht zu prüfen ist) führen weg von der notwendigen Vielfalt der Wirtschaftsakteure.

Farmers deserve a living wage, dignity, and opportunities to thrive

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