Landwirtschaft braucht Fairness

Petition richtet sich an
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und die Bundesregierung

456 Unterschriften

2 %
20.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet 04.03.2026
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Petition richtet sich an: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und die Bundesregierung

Wir fordern Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dazu auf, sich entschlossen dafür einzusetzen, dass die Zahlung fairer, kostendeckender Preise entlang der gesamten Lieferkette von allen Handelspartnern sichergestellt werden muss. Faire Preise bedeuten, dass sie die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und so existenzsichernde Einkommen und Investitionen ermöglichen. Die Zahlung von unfairen Preisen muss als unfaire Handelspraktik in die UTP-Richtlinie aufgenommen werden.

Begründung

Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland, Europa und weltweit müssen von ihrer Arbeit leben können! Doch unfaire Handelspraktiken und Preise gefährden die Zukunft der Landwirtschaft. Ob Getreide- und Milchbäuerinnen und -bauern in Deutschland oder Kakao- und Kaffeeproduzentinnen und -produzenten in Ghana und Brasilien – viele von ihnen können nicht von ihrer Arbeit leben. Sie können nicht in ihre Betriebe investieren, um nachhaltiger, produktiver und damit zukunftsfähig zu wirtschaften. Sie können Menschen, die auf ihren Höfen arbeiten, keine existenzsichernden Löhne zahlen.

Unfaire Preise gefährden Existenzen entlang lokaler und globaler Lieferketten.
Dieses Marktversagen darf nicht länger hingenommen werden. Es braucht einen gesetzlichen Rahmen, der Landwirtinnen und Landwirten faire Preise zusichert, welche die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken. Mit der in diesem Jahr anstehenden Reform der europäischen Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken (Unfair Trading Practices Regulation) besteht jetzt die Chance, ein wirksames Sicherheitsnetz für Bäuerinnen und Bauern zu schaffen – in Europa und weltweit. 

Damit Landwirtschaft wieder Zukunft hat!
Nur mit fairen Einkommen lassen sich Höfe und Farmen zukunftsfest aufstellen. Die Landwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen: Klimawandel, Verlust der Biodiversität und steigende Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit erfordern hohe Investitionen – in Produktivitätssteigerung, ökologischen Landbau und Agrarökologie. Bleiben Veränderungen aus, setzt sich das Höfesterben ungebremst fort. In Deutschland hat sich die Zahl der Höfe innerhalb einer Generation halbiert! Und der Trend hält an. Damit verlieren wir das Rückgrat der Landwirtschaft – hierzulande wie weltweit.

Faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind eine Investition in die Zukunft: Sie sichern Vielfalt und Resilienz der Landwirtschaft und verringern das Risiko für Angebotsrückgänge und unsichere Lieferketten.

Dies ist ein gemeinsamer Appell von:

  • Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL)
  • Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V.
  • Christliche Initiative Romero e.V. (CIR)
  • Deutsche Umwelthilfe e.V.
  • Fairtrade Deutschland e.V.
  • FEMNET e.V.
  • Forum Fairer Handel e.V.
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
  • INKOTA-netzwerk e.V.
  • Katholische Landvolkbewegung Deutschland
  • Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V.
  • Oxfam Deutschland e.V.
  • Weltladen-Dachverband e.V.

Die Initiatorinnen und Initiatoren dieses Appells distanzieren sich deutlich von Hass, Gewalt, Rassismus und Diskriminierung und setzen sich gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Toleranz ein.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Fairtrade Deutschland, Köln
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.03.2026
Sammlung endet: 17.09.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Landwirtschaft

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Warum Menschen unterschreiben

Die Äcker und Weiden der Welt ernähren uns alle. Wir müssen Sorge dafür tragen, die natürlichen Grundlagen weltweit zu erhalten und allen Menschen die in der Landwirtschaft arbeiten ein faires Einkommen zu sichern.

Weil ich schon lange im Fairen Handel arbeite und mitbekomme, wie Farmer:innen in den Ursprungsländern vom konventionellen Handel ausgebeutet werden.

Habe selbst lange in der Landwirtschaft gearbeitet und bin der Meinung, dass Nahrungsmittelproduzent*innen von ihrer Arbeit leben können sollten, ohne Natur, Tiere und sich selbst auszubeuten.

Herr Rainer (CSU) steht für eine Agrarwirtschaft die eine sehr stark agrarindustielle Ausrichtung hat. Sein Parteichef Herr Söder fördert mit seinen Auftritten im Netz auch immer wieder die Fleischindustrie.
Beide machen rückwärts-gewandte Politik, die der notwendigen Transformation in der Landwirtschaft , der Ernährungsindustrie und der Kreislaufwirtschaft diametral entgegen steht. Diese Politik fördert keine Familienbetriebe und fairen Preise (national und international) sondern weist die Zukunft in eine von Konzernstrukturen (Technik und Kapital) orientierte Entwicklung.
Darunter werden nicht nur die bäuerlichen Familienbetriebe in Europa leiden sondern insbesondere die Familienbetriebe im globalen Süden.

Fairer Handel ist wesentlich!

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