Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Rat der Stadt Mönchengladbach, NEW AG
Zusammenfassung
Wir fordern eine bürgernahe und klimagerechte Nachbesserung der städtebaulichen und verkehrstechnischen Planung rund um den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), insbesondere an der Hindenburgstraße und Humboldtstraße. Konkret fordern wir Be- und Entladezonen, einen sicheren Fußgängerüberweg, ein exklusives Anwohnerparkkonzept, die Umpositionierung der Bus-Ladestation sowie eine klima- und anwohnerfreundliche Nutzung der Fläche am „Haus Westland“ – inklusive der Wiederherstellung von Flächen für die lokale Außengastronomie.
Forderungen
Um das Viertel zukunftsfähig, wirtschaftlich stabil und lebenswert zu gestalten, fordern wir die Stadtverwaltung auf:
- Einrichtung von Kurzzeithalte- und Ladezonen: Ausweisung von Flächen (z. B. eingeschränktes Halteverbot „frei für Be- und Entladen“) für eine zumutbare Logistik.
- Sichere Querungshilfe: Einrichtung eines Zebrastreifens an der Kreuzung Humboldtstraße/Hindenburgstraße.
- Exklusives Bewohnerparken: Einrichtung von dedizierten Anwohnerparkplätzen, die durch ein technisches Zugangssystem (z. B. Schranke mit Zugangskarte) gesichert sind und ausschließlich der direkten Nachbarschaft zur Verfügung stehen.
- Umpositionierung der Bus-Ladestation: Verlegung der Station an einen geeigneteren Ort, der den Verkehrsfluss auf der Humboldtstraße nicht blockiert und die Sichtbarkeit des ansässigen Gewerbes nicht gefährdet.
- Grünanlage, überdachtes Anwohnerparken und Außengastronomie statt Massivbebauung: Nutzung des Areals anstelle des „Haus Westland“ für die Menschen vor Ort. Die Fläche soll in eine schattenspendende Grünanlage zur aktiven Klimaverbesserung umgewandelt werden. Mit einer Zufahrt von der Humboldtstraße aus soll ein abgetrennter Parkbereich entstehen, der ausschließlich Anwohnern (mit Zugangskarte) vorbehalten ist. Um den Hitzeschutz im Quartier weiter zu maximieren, sollen diese Stellplätze überdacht und mit einer klimafreundlichen Dachbegrünung ausgestattet werden. Gleichzeitig muss an der Angrenzung zum Gehweg der Humboldtstraße eine Fläche ausgewiesen werden, damit die dortige Gastronomie (insbesondere die Humboldt Schänke) wieder einen Außenbereich betreiben kann.
Begründung
Der aktuelle Zustand und die künftigen Planungen rund um den ZOB beeinträchtigen die Lebensqualität, die Sicherheit und das lokale Gewerbe massiv:
- Fehlende Ladezonen und Parkplatzmangel: Für Anlieger ist es unmöglich geworden, schwere Einkäufe oder Möbel in zumutbarer Nähe zur Haustür auszuladen – eine unüberwindbare Barriere für Menschen, die körperlichen Belastungsgrenzen unterliegen. Zudem finden Anwohner kaum noch Parkplätze, da Flächen oft durch Dritte blockiert werden. Für ansässige Betriebe ist die fehlende Lieferzone existenzbedrohend.
- Verlust von Aufenthaltsqualität und Außengastronomie: Durch die bisherigen Umbaumaßnahmen sind bereits wichtige Orte der Begegnung weggefallen. So ist beispielsweise der gesamte Außengastronomie-Bereich der alteingesessenen „Humboldt Schänke“ dem Umbau zum Opfer gefallen. Dies schadet nicht nur dem Betrieb wirtschaftlich, sondern nimmt der Straße auch ihr belebtes, nachbarschaftliches Flair.
- Gefährdung von Fußgängern: Durch den Wegfall des Fußgängerüberwegs an der Ecke Humboldtstraße/Hindenburgstraße entstehen gefährliche Verkehrssituationen oder unzumutbare Umwege.
- Wirtschaftliche Nachteile durch Bus-Ladestation: Die aktuell ungenutzte Bus-Ladestation auf der ohnehin zu engen Humboldtstraße nimmt unverhältnismäßig viel Raum ein. Sobald dort Busse halten, wird den ansässigen Lokalen buchstäblich die Sichtbarkeit und Präsenz genommen.
- Betonwüste und Hitzestau: Der Aufenthalt am ZOB ist bei warmem Wetter bereits jetzt kaum erträglich. Eine geplante massive Nachverdichtung auf dem Areal des heutigen „Haus Westland“ würde dieses Mikroklima weiter verschlechtern und den Charakter einer reinen Betonwüste zementieren.
So wie der Bahnhofsvorplatz momentan aussieht, ist er nicht sonderlich ansehnlich. Mehr Grün und mehr Pflanzen bitte!