Die Lindenallee soll 2018 grunderneuert werden. Die jetzt bekannt gewordene Planung zerstört den Charakter der Allee. Der Baumbestand kann größtenteils erhalten und zu einer echten Allee ergänzt werden. Die Planung muss überarbeitet werden! Das ist möglich und spart sogar Kosten. 7 konkrete Vorschläge:

Begründung

Am 18.07.17, fand eine Bürgerinformation der Gemeinde Fredersdorf zum geplanten Neubau der Lindenallee statt. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Entwurfsplanung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie ist weit vorangetrieben und die Gemeinde verfolgt einen ehrgeizigen Zeitplan. Die abschließende Beschlussfassung der Gemeindevertreter wird am 5.10. stattfinden, die Ausschusssitzung des Bauausschusses ca. 14 Tage vorher. Der Ausbau soll im kommenden Jahr erfolgen.

Die Lindenallee ist eine wichtige Verkehrsstraße in Fredersdorf – Vogelsdorf. Das alte und das neue Rathaus orientieren sich zu dieser Straße. Sie wird deshalb mehr als andere Straßen unser Dorf repräsentieren. Wir sollten uns alle für die Ausgestaltung interessieren.

Die Grundideen der Planung sind richtig. Die Straße soll beidseitig einen ausreichend breiten Fußweg erhalten, der es langsam fahrenden Radfahrern ermöglicht, den Fußweg mitzubenutzen. Also kein Radwegezwang für schnelle Radler. Diese Grundannahme gilt in der Fachwelt erfüllt, wenn ein 2 m breiter Fußweg gebaut wird. Die erforderliche Straßenbreite ist mit 6 m geplant. Weiterhin soll der Autoverkehr am Rasen gehindert werden. Das Regenwasserproblem der Lindenallee muss gelöst werden. Das erfolgt künftig unterirdisch durch ein Regenwasserkanalsystem.

Eine wichtige Grundidee ist den Planern abhanden gekommen: Die L I N D E N A L L E E heißt nicht nur so, sie hatte bis vor wenigen Jahren einen raumbildenden alten beidseitigen Baumbestand.

Von den noch vorhandenen 16 Linden sind nach Expertenbeurteilung 14 oder 15 zu halten. Mit einfachen Baumpflegemaßnahmen kann erreicht werden, dass die Bäume keine Risiken für die Anwohner darstellen. Die vorliegende Planung sieht die Fällung von 8 dieser Linden vor. Die Gemeinde beurteilt den Gesundheitszustand viel schlechter und wird voraussichtlich kaum einen Baum erhalten.

Die Bilanz der vorliegenden Planung ist verheerend. Es sind laut vorläufiger Ausgleichsbilanz für Baumfällungen und Versiegelungen 33 Bäume zu pflanzen. Die Planung sieht insgesamt nur 23 Bäume vor, und das in weiten Teilen nur einseitig. Das ist einer Allee unwürdig!

Die auf halber Strecke geplante Verkehrsinsel wird das Rasen auf der Straße an den entscheidenden Querungen nicht unterbinden (Ulmenstraße/Verdrießstraße und vor dem Bahnübergang).

Wir fordern eine Änderung der Planung und die Einbeziehung der Dorfbewohner. Die vorgeschlagenen Änderungen sind kostenneutral, voraussichtlich sogar preiswerter.

  1. Der nutzlose Grünstreifen auf der Ostseite zwischen Bahnhofstraße und Verdrießstraße wird durch ein leichtes Auslenken der Fahrbahn der Westseite zugeschlagen. Damit ist an dieser Seite der Erhalt bzw. die Neupflanzung von Bäumen möglich.

  2. Einfahrten sind grundsätzlich so zu planen, dass die Bäume erhalten werden, u.U. ist die Einfahrt zu verziehen. Neupflanzungen sind so anzuordnen, dass beidseitig ein geschlossener Grünzug entsteht.

  3. Die geplante Verkehrsinsel ist aus der Planung zu streichen. Sie ist teuer und an der geplanten Stelle nutzlos. Eine Verlangsamung des Verkehrs ist vor allem an der Kreuzung Ulmenstraße / Verdrießstraße und vor der Schranke erforderlich. Vor der Schranke ist ein fester Blitzer sinnvoll, an der Ulmenstraße ist ein Fußgängerüberweg sinnvoll. Hierzu ist eine Verkehrszählung erforderlich. Die Gemeinde sagte das für Anfang September zu. Das muss kontrolliert werden.

  4. Die Gemeinde fordert – zu Recht – von den Anwohnern die Rückgabe von überbauten Flurstücken der Gemeinde zugunsten des Straßenausbaus. Gleiches Recht für alle – auch sie muss ihre vorgelagerten Flurstücke am Rathaus der Straße zur Verfügung stellen. Dann kann der Fußweg gerade geführt werden und die Baumpflanzungen fortgesetzt werden.

  5. Die Autostellplätze an der Straße werden erst verteilt, wenn für die Bäume ein Alleerhythmus gefunden ist. Das kann zum Verschieben von Stellplätzen führen. Es werden dadurch nicht weniger.

  6. Zum Schutz der Allee und des alten Baumbestandes werden partielle Einschnürungen der Gehwege zugelassen. Dafür ist eine Mindestbreite von 1,20 m erforderlich und die kann realisiert werden.

  7. Der Baumbestand einer Lindenallee wird durch Linden gebildet. Wir schlagen Silberlinden vor. Diese wachsen schlank auf und bilden unten keinen Austrieb. Sie sind dadurch relativ pflegearm.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen führen dazu, dass die Lindenallee nach dem Ausbau eine ausgeglichene Umweltbilanz vorweisen kann und damit in vieler Hinsicht ein Beispielprojekt sein wird.

Bitte unterstützen Sie unser Anliegen mit Ihrer Unterschrift für eine Lindenallee mit Linden!!!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Corinna Fliegner aus Petershagen
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  • Heute um 19 Uhr findet in der Begegnungsstätte in der Waldstraße die Gemeindevertreterversammlung statt. Dort wird über den Ausbau der Lindenallee beschlossen. Für den Bürgermeister ist die Sache klar, es bleiben nur 3 Bäume stehen und auch nur, wenn es in den Bauablauf passt.
    38 kleine, möglichst kleinwüchsige Lindchen verkauft er als Erfolg.
    Das sehen wir anders.
    Es gibt wie bei jeder Gemeindevertretersitzung die Anfragen an den Bürgermeister. Jeder kann fragen - kann man ja mal machen - oder?

  • openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeindevertretung eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/lindenallee-mit-linden

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete, schriftliche Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich zu 100% aus Spenden.

Pro

Unter diesem Link finden Sie weitere Informationen zu den Planungen, Gesprächsprotokolle, etc. https://www.hidrive.strato.com/share/3as76dlajz

Contra

Die Petitionsvorschläge wurden von der Verwaltung geprüft und konnten teilweise aufgenommen und die Planung entsprechend überarbeitet werden. Fazit: Von den 19 vorhandenen Bäumen werden 15 gefällt und 4 erhalten, insgesamt 29 Neupflanzungen sind vorgesehen. Der Baumbestand erhöht sich somit zukünftig auf insgesamt 33 Bäume. Das sind 14 Bäume mehr als jetzt vorhanden. Alle Infos unter: https://ratsinfo-online.de/fredersdorf-vogelsdorf-bi/vo020.asp?VOLFDNR=2168