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Bild zur Petition mit dem Thema: Mehr Personal für Kitas in Falkensee Mehr Personal für Kitas in Falkensee
  • Von: Diana Bogdan (Elterninitiative „Mehr Personal ... mehr
  • An: Bürgermeister
  • Region: Falkensee mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 1.260 Unterstützer
    1.025 in Falkensee
    Quorum für Falkensee (690) erreicht.

Mehr Personal für Kitas in Falkensee

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Die Elterninitiative „Mehr Personal für Kitas in Falkensee und Brandenburg“ (www.facebook.com/KitasFalkenseeBrandenburg) fordert die weitere Verbesserung der Qualität in den Kitas durch mehr Personal. Dies soll die Bildungschancen für die Kinder verbessern, indem sich die Erzieher/innen auf ihre Hauptaufgabe – die pädagogische Arbeit – konzentrieren können.

Die Elterninitiative fordert von der Stadt Falkensee:

• Die Stelle der Kita-Leitung muss bei der Berechnung des Personalbedarfs aus der pädagogischen Arbeit komplett herausgenommen werden. Die Kita-Leitung sollte sich voll der Personalführung und der Verwaltungsarbeit widmen können. Momentan stellt die Stadt Falkensee fünf Stunden pro Woche für Verwaltungsarbeiten zur Verfügung, was definitiv nicht ausreicht. Die auf die Kita-Leitung entfallenden Stunden für pädagogische Arbeit sollten dementsprechend durch Einstellung einer zusätzlichen Fachkraft ausgeglichen werden.

• Der/die Stellvertreter/in der Kita-Leitung muss bei der Berechnung des Personalbedarfs mit nur 50 Prozent für die pädagogische Arbeit berücksichtigt werden. Die Kita-Vertretung ist bisher voll in der Gruppe eingeplant. Die Erledigung der Aufgaben einer stellvertretenden Kita-Leitung erfolgt überwiegend während der Betreuung der Kinder. Die uneingeschränkte Beaufsichtigung der Kinder ist so nicht mehr möglich. Die bei der stellvertretenden Kita-Leitung gekürzten Stunden für pädagogische Arbeit sollten dementsprechend ebenfalls durch Einstellung einer zusätzlichen Fachkraft ausgeglichen werden.

• Mehr Personal bei längeren Öffnungszeiten: Momentan hat eine Kita, die 12 Stunden geöffnet hat, die gleiche Personalkapazität, wie eine Kita, die nur 9 Stunden geöffnet hat. Kitas mit einer längeren Öffnungszeit sollten für diese Mehrstunden zusätzliches Personal bereitgestellt bekommen.

Begründung:

Als Träger der Kindertagesbetreuung hat die Stadt Falkensee nicht nur den Rechtsanspruch auf einen Krippen- oder Kitaplatz zu gewährleisten, sondern auch eine qualitativ gute Betreuung für die jüngsten Bewohner der Stadt.

Die Kinder sollen in der Kita Bildung und individuelle Förderung erfahren. Es darf nicht nur der Anspruch sein, die Aufsicht und Versorgung sicher zu stellen, bis die Eltern sie wieder abholen.

Im Kindesalter werden die Weichen für sichere Bindungen gestellt (Bindungstheorie). Hier genügt es nicht, dass ein ungewohnter oder sogar völlig fremder Springer eingesetzt wird, um auf die Kinder aufzupassen.

Der von der Landesregierung festgelegte sogenannte Betreuungsschlüssel besagt, wie viele Kinder einer bestimmten Altersgruppe von einer einzelnen Erzieherin betreut werden sollen. Darauf basiert die Anzahl der Erzieher/innen, auf die eine Kita Anspruch hat.1 Leider sieht die Realität anders aus: Bei einem Betreuungsschlüssel von 1:12 für Kinder ab drei Jahren sind deutlich mehr als zwölf Kinder in einer Gruppe.

Beim Betreuungsschlüssel werden zwar Fehlzeiten wie Urlaub, Fortbildung und Krankheit bereits geringfügig fest einkalkuliert. Doch das reicht überwiegend nicht aus. Denn Erzieher/innen haben bis zu 30 Tage Urlaub im Jahr, werden auch mal krank oder müssen ihre eigenen erkrankten Kinder zuhause versorgen. Regelmäßig können Erzieherinnen ihr Recht auf Fortbildung im Rahmen des Bildungsurlaubs nicht ausreichend wahrnehmen, da sie sonst um die Betreuung ihrer Kita-Schützlinge fürchten müssten. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass etwa in einer Kita bereits zwei Erzieher/innen im Urlaub sind und dann plötzlich weitere Kolleg/innen für mehrere Tage oder sogar langfristig erkranken. Dann wird es eng.

Hier kann die Stadt Falkensee einwirken: Dem Träger obliegt die Verantwortung, die Tätigkeiten von Kita-Leitung und Stellvertretung zu definieren. Die Stadt entscheidet also, wie viele Wochenarbeitsstunden für Verwaltungsarbeiten, Personalführung und Elternkommunikation zur Verfügung gestellt werden. Eine Leitung muss ihre Tätigkeit voll wahrnehmen können.

Eine stellvertretende Kita-Leitung deckt nicht nur die Urlaubs- und Krankheitsvertretung der Leitung ab. Auch unter der Woche muss er/sie die eigene Arbeit in der Gruppe ständig unterbrechen, da die Kita-Leitung aufgrund von Terminen und zusätzlichen Aufgaben nicht durchgehend vor Ort sein kann.

Der Früh- und Spätdienst ist in der Regel personell nur für wenige Kinder konzipiert, d.h. nur ein/e Erzieher/in kümmert sich bereichs- und gruppenübergreifend um die dann anwesenden Kinder. Der Alltag sieht aber inzwischen so aus, dass immer mehr Kinder in den Randzeiten (vor acht Uhr und nach fünfzehn Uhr) betreut werden müssen, weshalb die längeren Öffnungszeiten unerlässlich sind. In diesen Randzeiten werden dringend mehr Erzieher/innen benötigt, um auch diese inzwischen stark gestiegene Nachfrage zu befriedigen.

Eine Kita, die eine zwölfstündige Betreuung anbietet, benötigt mehr Personal, als eine Kita, die neun bis zehn Stunden geöffnet ist. Als Kommune können Sie sich gegenüber der Landesregierung dafür einsetzen, dass die Betreuungszeiten auch bei der Berechnung des Personalbedarfs berücksichtigt werden.

Das Budget für die frühkindliche Bildung der Kinder unserer Stadt – sowie des Landes Brandenburg – sollte endlich erhöht werden. Finanziell kann das eine Stadt wie Falkensee gut stemmen, insbesondere da sie schuldenfrei ist.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, um unseren Forderungen gegenüber der Stadt Falkensee mehr Gewicht zu verleihen. – Vielen Dank!


1) 2) Quelle: Artikel „Mehr Erzieher für Kitas gefordert – Elterninitiative in Falkensee gegründet“ von Ute Jahnke, erschienen im Brandenburger Wochenblatt („BRAWO“) am 9.4.2017 auf Seite 5

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Falkensee, 18.05.2017 (aktiv bis 17.08.2017)


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Debatte zur Petition

PRO: Die Stadt schiebt das Problem von einem zum anderen. Ein Prgnosemodell über den Bedarf scheint es nicht zu geben, geschweige denn, ein Kostenmodell.

CONTRA: Ich habe den zu lang geratenen Petitionstext nur überflogen, aber ich habe dabei keine Angabe gefunden wie viel Geld die Eltern denn, zur Erfüllung Ihrer Wunschforderungen, in Form von höheren Gebühren beitragen. Einfach nur die Kohle der Gemeinschaft ...

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