Region: Bavaria
Education

Mehr Personal in Schulen und Kitas in Bayern

Petition is directed to
Bayerischer Landtag
2,138 supporters 2,078 in Bavaria

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  1. Launched May 2023
  2. Collection finished
  3. Submission on the 18 Jun 2024
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Wir fordern eine verlässliche und qualitativ hochwertige Bildung für unsere Kinder: Diese beginnt mit ausreichend und qualitativ gut ausgebildetem Personal! 
Wir stellen bewusst keine konkreten Forderungen, da dies nicht unsere Aufgabe und Kompetenz ist. Dafür sind die Landesregierungen zuständig, in deren fachliche und rechtliche Kompetenz das Schul- und Bildungswesen liegt. Wir fordern daher die Landesregierung auf, endlich nachhaltig tätig zu werden.
Alle bisherigen Maßnahmen erscheinen eher hilflos und mit der Hoffnung verknüpft, dass sich aufgrund der guten Einstellungschancen alles von allein regeln wird. Die bisherigen kurzfristigen und auch langfristigen Maßnahmen führen allesamt nur zu einer Reduzierung der Qualität in der Bildung. Die Betreuungssituation ist katastrophal. Dies können wir nicht mehr hinnehmen. Unsere Kinder sind die Zukunft unseres Landes und sollen gut gebildete, verantwortungsvolle und auch zufriedene Menschen werden.

Reason

Seit Jahren gibt es Bestrebungen, die Qualität der Bildung zu verbessern.
Aber: In der Praxis sieht es doch ganz anders aus:
Die Kinderbetreuung in Bayern ist extrem schlecht: Es fehlt an der absoluten Basis - einer verlässlichen Kinderbetreuung im Alltag. Es gibt kein Personal mehr! Der Personalmangel in Schulen und Kitas hat ein Niveau erreicht, dass die einfache Grundbildung bei Kindern und Jugendlichen nicht mehr gewährleistet ist.
Je nachdem, welche Studien man zugrunde legt, variieren die Zahler der Bedarfs- und Mangelprognosen. Fakt ist, es fehlen bereits jetzt tausende Erzieher und Lehrkräfte. Es ist nicht absehbar, dass dies weniger wird, u.a. aufgrund von hohen Pensionierungsraten, geburtenstarken Jahrgängen und hohen Migrationszahlen. Auch der geplante Ausbau der Ganztagesbetreuung und der Neubau von weiteren Einrichtungen führt zu einer Steigerung des Personalbedarfs.
Die statistischen Zahlen der unbesetzten Stellen spiegeln die Realität nicht wieder. Krankheitsausfälle etc. sind statistisch nicht ermittelbar, führen aber zum letztendlichen Kollaps der Situation.
Kitas:
Viele Einrichtungen haben mit Schließzeitkürzungen, ganzen Schließtagen und Gruppenschließungen zu kämpfen. Das verbleibende Personal kann keine individuelle Förderung mehr leisten. Nicht einmal mehr die Grundversorgung vormittags kann geleistet werden. Förderangebote fallen weg. Dies geht an die Grenze zur Beeinträchtigung des Kindeswohls.
Schulen:
An den Schulen fehlt ebenfalls Personal. Es gibt viele Klassen ohne eigene Klassenleitung. Im Schuljahr 22/23 wurde an den Grundschulen eine gesetzlich vorgeschriebene Unterrichtsstunde gestrichen. Es gibt keine mobilen Reserven, so dass bei jeder Krankheit, Fortbildung etc. der Unterricht entfällt. In den weiterführenden Schulen sind viele Stellen unbesetzt, so dass auch hier der Unterricht flächendeckend entfällt. Im Lehrplan des folgenden Jahres wird dieses Wissen aber vorausgesetzt. Es wird den Eltern zugemutet dieses Wissen zu vermitteln, ohne Rücksicht darauf, dass viele Eltern dazu gar keine Möglichkeit haben. Vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien haben keine Chance.
Viele Betroffene leiden; teilweise werden sie zu rechtswidrigem Handeln gezwungen:
Die Kinder, die noch nachhaltig unter den Folgen der Corona Pandemie leiden, bekommen keine verlässliche und qualitativ hochwertige Grundförderung und Bildung. Es fehlt bereits an der Möglichkeit frühzeitig die Sprache und einfache Grundregeln zu erlernen. Die fehlenden Grundkenntnisse lassen sich auch i.d.R. nicht mehr nachholen. Die Kinder leiden auch psychisch, denn durchgehend bekommen sie das Gefühl vermittelt, nicht erwünscht zu sein.
Die Eltern selbst können nicht mehr verlässlich einer Berufstätigkeit nachgehen oder z.B. Sprachkurse besuchen. Es kommt zu organisatorischer Überlastung und Frustration. Es gibt finanzielle Einschränkungen und Probleme mit dem Arbeitgeber etc. Eltern mit kleinen Kindern bekommen keine Jobchancen, weil sie zu unzuverlässig sind. Es gibt für Eltern keine rechtliche Möglichkeit sich bei einem Betreuungsausfall bezahlt frei zu nehmen. Sie müssen - teilweise auch vom Jugendamt so beraten - sich rechtswidrig selbst oder ihr Kind krank melden, um das eigene Kind betreuen zu können. Auch HomeOffice kann die Probleme nicht lösen, da man die Arbeitsleistung auch da erbringen muss.
Die Einrichtungsleitungen müssen, statt sich mit der tatsächlichen Förderung der Kinder, nur noch mit organisatorischen Aufgaben beschäftigen. Sie werden u.a. gezwungen jeden Tag Kinder in andere Gruppen zu verteilen, Schließzeiten zu organisieren, Eltern über Ausfälle unterrichten. Sie müssen rechtswidrig Gruppengrößen erhöhen und den Personalschlüssel erhöhen. Sie müssen Aufsichtspflichtverstöße in Kauf nehmen, haften dafür und müssen noch den Unmut der Eltern aushalten.
Erzieher und Lehrer können nicht mehr der gewünschten Tätigkeit nachgehen Die Berufe werden mit der Vorstellung gewählt sinnvolle Arbeit mit Kindern leisten zu können. Sie werden durch den Personalmangel zu reinen "Aufbewahrern". Sie werden gezwungen die rechtlichen Grenzen der Aufsichtspflicht zu überschreiten und an die Belastungsgrenze getrieben. Es folgt eine Abwärtsspirale: Je mehr Personal fehlt, umso weniger Möglichkeiten bestehen, den Beruf nach seiner Vorstellung sinnvoll gestalten zu können. Es kommt zu Unmut und Überlastung. Darauf folgen weitere Erkrankungen, Stundenreduzierung, Frühverrentung /-pensionierung. Der nächsten Generation kann keine Freude am Beruf vermittelt werden. Jeder Praktikant erlebt nur noch einen gestressten, unbefriedigenden Alltag an der Belastungsgrenze und ergreift - verständlicherweise - einen anderen Beruf.
Die Folgen für die Gesamtwirtschaft sind erheblich. Arbeitgeber müssen einen erhöhten Ausfall ihrer Belegschaft hinnehmen.
Die gesellschaftliche Schere geht immer weiter auseinander. Gerade Kinder aus sozial schwachen Familien haben keine Chance mehr auf gleiche Bildung.

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News

Not yet a PRO argument.

Lehrer haben 3 Monate Jahresurlaub. Wer sonst noch? Lehrerinnen werden vom ersten Tag der festgestellten Schwangerschaft vom Dienst freigestellt. Wer noch hat so ein Privileg? Lehrer arbeiten wesentlich weniger als der Durchschnitt der Bevölkerung. Es muß von den derzeitigen Lehrern mehr Leistung verlangt werden. Nicht mehr Lehrer, mehr Leistung von den beamteten Lehrern, dann passt es wieder!

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