Petition addressed to:
Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, Eingabenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft
Die Grundschule Am Baakenhafen leidet bereits jetzt unter massivem Platzmangel.
Für das Schuljahr 2025/26 mussten mehreren Vorschulkindern aus dem Stadtteil Absagen erteilt werden, weil es keine ausreichenden Räumlichkeiten gibt.
Trotz dieser bekannten Engpässe soll im Erdgeschoss derselben Schule ein öffentlich zugängliches „Infocenter zur Stadtentwicklung“ der HafenCity Hamburg GmbH entstehen, auf rund 250 Quadratmetern, die dringend für Unterricht, Betreuung oder Freizeitangebote der Schüler:innen benötigt würden.
Reason
Diese Entscheidung ist aus mehreren Gründen nicht vertretbar:
Fehlende Unterrichts- und Betreuungsfläche:
Jeder Quadratmeter wird für den Schulbetrieb gebraucht – ob für Klassenräume, Differenzierungsräume, Förderunterricht oder Ganztagsbetreuung. Die wachsende Zahl von Familien in der HafenCity verlangt eine vorausschauende Bildungsplanung, keine Flächenreduzierung zugunsten von Öffentlichkeitsarbeit. Im Quartier Baakenhafen werden laufend weitere Wohngebäude fertiggestellt, was den Bedarf an Schul- und Betreuungsplätzen weiter erhöhen wird.
Sicherheits- und Aufsichtsrisiken:
Auch wenn das Infocenter einen separaten Eingang erhält, liegt dieser unmittelbar neben dem Zugang zum Schulhof. Damit bewegen sich künftig Besucher:innen und Schüler:innen im selben Außenbereich, was die Aufsicht erschwert und das Sicherheitsgefühl der Kinder, Eltern und Lehrkräfte beeinträchtigen kann. Ein öffentlicher Publikumsverkehr im direkten Umfeld eines Grundschulzugangs steht im Widerspruch zu modernen Kinderschutz- und Sicherheitskonzepten. Schon jetzt ist die Abholsituation an der Grundschule Am Baakenhafen eng und unübersichtlich. Wenn künftig direkt daneben Besucher:innen eines Infocenters ein- und ausgehen, entstehen zusätzliche Risiken für die Kinder – genau dort, wo eigentlich Sicherheit und Übersicht Priortät haben sollten.
Falsche Prioritätensetzung:
Ein Schulgebäude ist kein Ort für touristische oder repräsentative Nutzungen.
Bildung und Kinderschutz müssen Vorrang haben – insbesondere in einem Stadtteil, der ohnehin unter einer Unterversorgung mit Schuplätzen leidet.
Wir fordern die Verantwortlichen auf, diese Planung zu überdenken:
Wenn die Realität zeigt, dass eine Schule jeden verfügbaren Raum benötigt, ist es politisch wie pädagogisch geboten, die Prioritäten zugunsten der Kinder neu zu setzen!
Mein Kind wied selbst dort hingehen