Mehrweg statt Einweg: Unterstützung für Gastronom*n und Kommunen in Brandenburg & Berlin

Petition richtet sich an:
Brandenburger Landtag und Berliner Abgeordnetenhaus

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Petition richtet sich an: Brandenburger Landtag und Berliner Abgeordnetenhaus

Brandenburger Landtag und Landesregierung sollen Kommunen und Gastronom*n unterstützen, Einweg-Verpackungen in der Gastronomie stark zu reduzieren und durch existierende Mehrweg-Systeme zu ersetzen. Berliner Abgeordnetenhaus und Senat sollen dies Berlin-weit fördern.

Denn Einweg-Verpackungen verursachen großen Aufwand bei der Entsorgung - und verbrauchen enorm viel Ressourcen bei der Herstellung. 

Das Anbieten von Mehrweg-Systemen in der Gastronomie ist schon seit 2023 durch das bundesweite Verpackungsgesetz (§§ 33 und 34 VerpackG) vorgeschrieben. Funktionierende Mehrweg-Systeme existieren längst bundesweit, sind jedoch zu wenig bekannt. 

Ein effektives Hilfsmittel zur Mehrweg-Förderung ist eine Verpackungssteuer auf Einweg-Verpackungen. 

Die Stadt Potsdam hat eine solche kommunale Steuer aktuell eingeführt. Statt hier nun aber die Stadt und die Gastronom*n zu unterstützen, spricht der Vorsitzende des Bürokratieabbau-Ausschusses des Brandenburger Landtags aktuell eine Warnung aus: Sollten andere Städte ebenfalls eine Einweg-Verpackungssteuer einführen, würde der Landtag dies mittels Landesgesetz verhindern. Dies wäre ein deutlicher Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung.

Wir fordern den Brandenburger Landtag, die Brandenburger Landesregierung, das Berliner Abgeordnetenhaus und den Berliner Senat auf, sich durch Unterstützung von Mehrweg-Verpackungen klar für einen nachhaltigeren Konsum einzusetzen: 

  • Kommunale Selbstverwaltung respektieren, so lange keine landesweite Lösung existiert: Keine Landesgesetze gegen kommunale Einweg-Verpackungs-Steuern anwenden. 
  • Die Entwicklung möglichst einfacher Regelungen für Mehrwegsysteme und Einweg-Steuern unterstützen.
  • Umgehend landesweite Steuer auf Gastro-Einweg-Verpackungen einführen. 
  • Anbieter-neutrale Informationen und Unterstützung zu Mehrweg-Alternativen durch landesweite Informations-Kampagnen für Gastronom*n und Konsument*n verbreiten. 

Begründung

Wir alle können täglich auf den Straßen, in Parks und in Feld und Wald sehen, wie Gastro-Einweg-Verpackungen unserer Umwelt schaden: Kaffeebecher, Pizzakartons, Alufolien, ...:

  • Müll, der rumliegt und Tiere, Boden, Wasser und Menschen schädigt.
  • Müll, der auf Deponien oder bei der Verbrennung die Umwelt schädigt.
  • Müll dessen Entsorgung Millionen kostet. 

Ein Recycling der meisten Gastro-Einwegverpackungen ist kaum möglich, denn die Materialien sind nicht sortenrein (z.B. beschichtet oder vermischt) und/oder viel zu verschmutzt. 

Weniger gut sichtbar als der Müll in der Umwelt sind die Schäden bei der Herstellung von Einwegverpackungen: Lebensräume in aller Welt werden zerstört für ökologisch fast wertlose Zellstoff-Plantagen, die niemanden satt machen. Der Zellstoff wächst in Monaten - und wird in Minuten zum Abfall. Er kann meist nicht verwendet werden, weil die Pappen und Papiere beschichtet und verschmutzt sind. 

Aluminium wird ebenfalls grotesk verschwendet: Ein Stoff, den man mit riesigem Aufwand aus der Erde holt, dafür teils Lebensräume zerstört und mit enorm viel Energie reinigt. Ein Stoff, aus dem man immerhin Flugzeuge, Fahrräder und andere langlebige Sachen machen könnte - den man jedoch weit unter Wert verscherbelt: Als Verpackung dient das Alu nur ein paar Augenblicke als Schutz für die Hände - und wandert dann versifft in die Restmülltonne. 

Mit dieser unfassbaren Verschwendung muss endlich Schluss sein.
Nachhaltigkeit darf keine Worthülse mehr sein, die wir unserer Bequemlichkeit und unserem Unwillen gegen sinnvolle Veränderungen opfern. 

Mehrweg-Systeme mit flexiblen Rückgabe-Möglichkeiten existieren und funktionieren. Sie sind hygienisch, teils schon bundesweit verbreitet, und für Gastronom*n und Konsument*n kein großer Zusatzaufwand. Teils ist sogar eine Reinigung durch den Anbieter möglich. Die Kosten sind überschaubar - auch vor dem Hintergrund eingesparter Anschaffungskosten für die Einwegverpackungen.

Die Metropolregion Brandenburg-Berlin muss selbstverständlich eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn es darum geht, die Gastronomie Richtung Zukunft zu unterstützen. Möglichkeiten der indirekten Förderung durch Einweg-Steuern und durch Informationen für Gastronom*n und Konsument*n müssen effektiv genutzt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Rolf Schröder, Berlin
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.10.2026
Sammlung endet: 10.04.2027
Region: Brandenburg
Kategorie: Umwelt

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