Mietergärten bewahren statt befahren!

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, Wohnungsgenossenschaft Halle-Süd e.G.

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238 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet 15.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, Wohnungsgenossenschaft Halle-Süd e.G.

Petition zum Erhalt der Grünflächen hinter dem Wohngebiet - Für den Schutz von Flora, Fauna, Funga und Lebensqualität

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Sorge beobachten wir die geplante Umgestaltung beziehungsweise Bebauung der Grünflächen hinter unseren Häusern zu Parkplätzen. Bei den betroffenen Flächen handelt es sich um historische Gärten, die bereits seit den 1940er Jahren bestehen und somit nicht nur einen ökologischen, sondern auch einen kulturellen und geschichtlichen Wert besitzen. Die betroffenen Flächen sind nicht nur ein Bestandteil des örtlichen Ökosystems, sondern auch ein Rückzugsort für Tiere, Pflanzen, Pilze und den dort lebenden Mietern.

Bereits heute sind diese Grünflächen ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, Insekten, und Kleintiere, etc. Besonders in Zeiten des Klimawandels sind Grünflächen unverzichtbar, da sie zur Verbesserung der Luftqualität beitragen, Hitze reduzieren und Regenwasser aufnehmen können.

Zusätzlich dienen die Flächen vielen Anwohnerinnen und Anwohnern als Ort der Ruhe, Erholung und Naturverbundenheit. Sie bieten Kindern Platz zum Spielen, Kennenlernen und Wertschätzen von Natur sowie und ermöglichen Begegnungen der Mieter im Freien. Der grüne Innenhof ist für viele Menschen ein wichtiger Rückzugsort vom stressigen Stadtalltag und Begegnungspunkt für gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten. Vogelgesang, Pflanzen und gewachsene Natur tragen erheblich zum Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner bei und die geknüpften sozialen Kontakte schützen vor Vereinsamung in der Anonymität der Stadt.

Viele Mieterinnen und Mieter schätzen die bestehenden Mietergärten und den grünen Innenhof. Einige sind gerade wegen dieser naturnahen Wohnsituation hierher gezogen. Bereits vorhandene Loggien auf der Gartenseite bieten zudem zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien. Ein Balkon kann einen gewachsenen Naturraum und die direkte Nähe zu den Mitmietern jedoch nicht ersetzen.

Weitere Aspekte:

Durch eine Bebauung und weitere Versiegelung würden:

  • wichtige Lebensräume für Tiere, und Pflanzen und Pilzen zerstört,
  • die Artenvielfalt weiter eingeschränkt,
  • Grün- und Erholungsflächen verloren gehen,
  • zusätzliche Belastungen durch Verkehr, Lärm und Versiegelung entstehen,
  • die sommerliche Hitzeentwicklung im Wohngebiet weiter verstärkt werden,
  • wertvolle Rückzugsorte für Vögel, Igel, und Insekten etc. verloren gehen,
  • die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner nachhaltig beeinträchtigt werden.

Besonders kritisch sehen wir, dass bereits Grünflächen in der Umgebung verloren gegangen sind. Weitere Eingriffe würden das ökologische Gleichgewicht innerhalb der Stadt zusätzlich schwächen.

Die fortschreitende Versiegelung von Grünflächen in Städten gilt bereits heute als großes Umweltproblem. Asphaltierte und bebaute Flächen speichern Wärme, wodurch sich Städte im Sommer zunehmend aufheizen. Gleichzeitig kann Regenwasser schlechter versickern, was Überschwemmungen und Schäden bei Starkregen begünstigt. Grünflächen hingegen wirken wie natürliche Klimaanlagen, verbessern die Luftqualität und tragen maßgeblich zum Wohlbefinden der Menschen bei.

Viele Städte haben bereits erkannt, wie wichtig Entsiegelung und Renaturierung sind. Ehemalige Beton- und Asphaltflächen wurden begrünt, wodurch Temperaturen gesenkt, neue Lebensräume geschaffen und die Aufenthaltsqualität verbessert werden konnten.

Auch renaturierte Fluss- und Grünanlagen wirken sich positiv auf Stadtklima und Biodiversität aus. Wo Natur wieder Raum bekommt, profitieren Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen. Es ist daher nicht nachvollziehbar, bestehende Grünflächen zu zerstören, während andernorts aktiv natürliche Flächen wiederhergestellt werden.

Darüber hinaus kritisieren wir, dass viele Anwohnerinnen und Anwohner bisher nicht ausreichend in die Planungen einbezogen wurden. Gerade bei einem derart weitreichenden Eingriff in gewachsene Natur- und Gemeinschaftsflächen sollte ein transparenter Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern selbstverständlich s
ein.

Ebenso stellt sich die Frage der sozialen Gerechtigkeit: Neue Parkplätze und versiegelte Flächen kommen nicht automatisch allen Bewohnerinnen und Bewohnern zugute, während gleichzeitig ein wertvoller Naturraum für sämtliche Mieterinnen und Mieter verloren geht.

Wir fordern daher:

1. Den vollständigen Erhalt der Grünflächen hinter dem Wohngebiet.

2. Die langfristige Sicherung der Flächen als Natur- und Erholungsraum.

3. Die Prüfung umweltfreundlicher Alternativen ohne weitere Flächenversiegelung.

4. Die stärkere Berücksichtigung von Umwelt- und Artenschutz bei zukünftigen Planungen.

Wir bitten die zuständigen Stellen eindringlich, die geplanten Maßnahmen zu überdenken und die Grünflächen dauerhaft zu erhalten.

Kontakt:

Initiative „Pro Baum“
c/o Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA)
Große Klausstraße 11
06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 – 2002746

E-Mail: aha_halle@yahoo.de

Internet: https://www.web-conzept-mn.de/

Begründung

Naturflächen sind keine ungenutzten Flächen - sie sind lebenswichtige Bestandteile unserer Umwelt und unserer Lebensqualität.

Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie ein Zeichen für Umwelt-, Klima- und Artenschutz sowie für den Erhalt von Lebensqualität.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Mietergärten bewahren statt befahren., Halle (Saale)
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.06.2026
Sammlung endet: 14.12.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Umwelt

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