Für den Verbraucher ist der Milchpreis nicht durchschaubar: die Information, welcher Literpreis für die Milch im Supermarktregal an den Erzeuger gezahlt wurde , fehlt komplett. Auch die Herkunft der Milch, die die jeweilige Molkerei verarbeitet, ist selten ausgewiesen. Der Milchmarkt reguliert sich fast ausschliesslich aus dem Endverkaufspreis. Auch Etiketten wie "Bio" usw. weisen den tatsächlich gezahlten Preis an den Erzeuger nicht aus. Damit kann der Verbraucher nicht durch gezieltes Einkaufen die Molkereien unterstützen, die faire Preise zahlen.

Begründung

Ich glaube nicht, dass durch weitere Subventionen an unsere Bauern das Problem des niedrigen Literpreises gelöst werden kann. Eine gesetzliche Festschreibung eines Mindestpreises halte ich für problematisch. Die Pflicht, den jeweils gezahlten Literpreis an den Erzeuger einzudrucken (das kann z.B. zusammen mit dem MHD tagesaktuell eingedruckt werden) würde dem Verbraucher selbst ein machtvolles und dauerhaftes Regulativ für einen fairen Milchpreis in die Hand geben. Ich glaube, dass eine große Zahl von Verbrauchern gezielt zu Milch greifen wird, bei der nachweislich ein fairer Preis an den Erzeuger gezahlt wurde. Viele Menschen, die sich für einen fairen Erzeugerpreis stark machen möchten, können nicht selbst zum Bauern gehen, und dort einkaufen. Auf die Leistungen der Molkereien wie Pasteurisieren, Haltbar machen usw. möchten viele nicht verzichten. Bei entsprechender Nachfrage nach Milch, für die faire Preise an die Erzeuger gezahlt wurden, besteht für die Molkereien ein entsprechender Anreiz, auf billige Massenproduktion zu verzichten. Durch den Herkunftsnachweis kann die heimische bzw. regionale Landwirtschaft gezielt unterstützt werden. Gerade die kleinen Landwirtschaftlichen Betriebe prägen das Bild unser Landschaft nachhaltig. Grüne Wiesen, Felder, Weiden: ich möchte auf diese Kulturlandschaften, die von unseren Bauern geprägt und gepflegt werden, nicht verzichten. Ich möchte Massentierhaltung und Überproduktion aus der Not heraus - weil ein Liter Milch so wenig Ertrag bringt- nicht unterstützen. Ich möchte als Verbraucher die Möglichkeit haben, durch meine gezielte Nachfrage das Angebot in diesem Sinne zu beeinflussen. Deshalb soll der Bundestag ein Gesetz beschliessen, das die Molkereien verpflichtet, den an den Erzeuger gezahlten Preis und die Herkunft der Milch auf der Verkaufspackung auszuweisen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Claudia Hafner-Chvojka aus Neuhausen auf den Fildern
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Bitte definieren Sie "fair". Jeder Kaufmann kalkuliert seine Preise, indem er Beschaffungskosten + seinen gewünschten Gewinn auf den Einkaufspreis aufschlägt. Da die Kosten natürlich individuell sind, kann auch ein fairer Preis nur individuell sein. Diese Kosten (Lager, Beschaffung, Abschreibungen, Steuern, Personalkosten usw.) + Gewinn müssen natürlich mit aufgeführt werden. Selbstverständlich getrennt nach Großhändler und Supermarkt. Ansonsten ist die Hausfrau mit abgebrochener Hauptschule und ohne Ausbildung nicht in der Lage den Endpreises zu beurteilen!