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Bild zur Petition mit dem Thema: Mindestpflegepersonalbesetzung in deutschen Krankenhäusern Mindestpflegepersonalbesetzung in deutschen Krankenhäusern
Erfolg
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Bundestag
  • Region: Saarland mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Der Petition wurde entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Erfolg
  • 52.401 Unterstützende
    Sammelziel erreicht

Mindestpflegepersonalbesetzung in deutschen Krankenhäusern

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass den Krankenhäusern genügend Geld zur Verfügung gestellt wird, um ausreichend Pflegepersonal zu bezahlen. Damit dieses Geld nicht für andere Zwecke verbraucht wird, möge der Bundestag eine gesetzliche Mindestbesetzung für den stationären Pflegebereich beschließen.

Begründung:

Ergänzung der Petition:

Wir brauchen solide Kennzahlen, aus denen hervorgeht, wie hoch der Pflegebedarf von Patienten oder bestimmten Fallgruppen ist. Aufgrund von verlässlichen Berechnungsmethoden und validierten Erkenntnissen muss eine qualifizierte Mindestbesetzung mit examinierten Pflegekräften in der stationären Pflege festgelegt werden. Hier verweise ich u.a. auf das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. www.dip.de/ Eine reine Mindestbesetzung zu definieren, ohne die Unterschiede der Pflegeintensität der Patienten zu berücksichtigen, würde sehr wahrscheinlich nur zu einer Festschreibung eines unteren Limits führen, so wie es jetzt schon vielfach in Kliniken praktiziert wird.

Langtext der Petition: Durch die heutige Finanzierung der Krankenhäuser über die DRGs sieht die personelle Ausstattung der Krankenhäuser so aus: Es wird nach wirtschaftlichen Gegebenheiten beschlossen, dass für bestimmte gegenfinanzierte Leistungen nur eine bestimmte Anzahl von Pflegekräften finanziert werden kann. Ob diese Zahl stimmt oder einfach nur willkürlich festgesetzt worden ist, lässt sich nicht kontrollieren. Da die Gruppe der Pflegekräfte die größte Gruppe der Beschäftigten in Krankenhäusern darstellt, hat es den Anschein, dass in dieser Gruppe immer weiter Personal eingespart werden kann. Dies ist ein Abwärtstrend, der seit Abschaffung der Pflegepersonalregelung (PPR) kontinuierlich fortgesetzt wird. Die Arbeit ist heute schon nicht mehr zu schaffen und trotzdem werden immer weiter Pflegestellen abgebaut. In den meisten Kliniken sind die Zusatzstellen aus dem Pflegestellen-Förderprogramm von 2009 längst wieder abgebaut bzw. wurden erst gar nicht genutzt. Durch eine gesetzliche Mindestpersonalregelung könnte gewährleistet sein, dass immer ausreichend Personal für eine gute Patientenversorgung zur Verfügung steht. Ausreichend Pflegepersonal sorgt nachweislich für eine geringere Sterblichkeit, weniger Hygienemängel und kürzere Liegedauer der Patienten. Eine Pflegekraft betreut in Deutschland bis zu 15 Patienten. In Skandinavien z.B. betreut eine Pflegekraft nur 4-6 Patienten. Bundesweit fehlen mehr als 70.000 Pflegepersonen. Nur durch eine bessere finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser und die dadurch eintretende Verbesserung der Arbeitsbedingungen könnten diese besetzt werden. Dieses Personal könnte somit auch ohne eigene Gesundheitsgefährdung bis zur Regelaltersgrenze im Berufsleben bleiben. Somit würden mit einer gesetzlichen Mindestpersonalregelung wiederum die Krankenkassen und Rentenkassen entlastet.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Saarbrücken, 29.10.2013 (aktiv bis 28.04.2014)


Neuigkeiten

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, unsere Petition wurde zumindest als Material dem Gesundheistminister übergeben, zwei Gespräch mit Staatssekratät Laumann haben stattgefunden. Nun hat ver.di hat eine Bundestagspetition für mehr Personal im Krankenhaus ...

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Debatte zur Petition

PRO: Grundsätzlich ist es absolut richtig die Problematik in dieser Form zur Diskussion zu bringen. Die Petition wird eine Auseinandersetzung über die mangelhafte personelle Besetzung der Pflege in Gang bringen. Differenziete Zahlen für eine Mindestbesetzung ...

PRO: Es gibt zahlreiche gute Argumente und eine sehr dezidierte Übersicht über die Diskussionsstände zu dem Thema bei Verbänden und aus der Wissenschaft, da zu diesem Thema im Juni eine Anhörung im Bundestag stattfand. Die Dokumente und Stellungnahmen sind ...

CONTRA: Petition Bürgerversicherung und Volksentscheid und es ist Geld da für öffentliche Trägerschaften. Ansonsten können solche Petitionen mit der Forderung kleiner Kinder verglichen werden, die ein Bonbon aus der leider leeren Dose haben wollen...

CONTRA: Dann unterschreiben sie doch die Petition für die Bürgerversicherung. Alle oder keiner. Leider tut die Privatversicherungs-Lobby inkl. Bundeskanzlerin alles dafür, dass dieses 2-Klassensystem erhalten bleibt.

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