• Von: Oliver Bettzieche mehr
  • An: Stadtrat, Staatsregierung
  • Region: München mehr
    Kategorie: Sport mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 16.117 Unterstützer
    3.371 in München
    Sammlung abgeschlossen

München Oberschleißheim: Regatta ohne Regatta? Nein danke!

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English petition | Pétition en français

Der Stadtrat der Landeshauptstadt München hat sich zwar am 2. Dezember 2015 in Teilen zur Olympia-Regattaanlage München in Oberschleißheim bekannt, gleichzeitig aber die Prüfung zweier Alternativen in Auftrag gegeben, die den Erhalt einer der beliebtesten, fairsten und meist genutzten Regattastrecken der Welt gefährdet. Diese beiden Alternativen schließen die Ausrichtung von nationalen und internationalen Regatten explizit aus.

Wir fordern daher den Stadtrat der Landeshauptstadt München und den Freistaat Bayern auf:
1. sich zu dem Erbe der Olympischen Spiele von 1972 zu bekennen
2. die bisherige, vorbildlich nachhaltige Nutzung der Regattaanlage zu würdigen und
3. sie weiter in einem finanziell angemessenen Rahmen gleichermaßen als Standort für nationale und internationale Ruder- und Kanurennsportregatten und als Trainingsterrain für Ruderer und Kanuten, als Erholungsort für Naturliebhaber und Spaziergänger und als Sportstätte für all die anderen Sportarten wie Radsport, Laufsport, Triathlon, Beachvolleyball, Beachsoccer, Inline-Skating und viele mehr zu erhalten, die hier eine offizielle oder auch inoffizielle Heimat gefunden haben.

Unterschreibt bitte unsere Petition und stärkt der Anlage und den auf der Anlage tätigen, ehrenamtlich geführten Regatta- und Sportvereinen den Rücken! Gemeinsam können wir überzeugen, dass eine Regattaanlage ohne Regatta einfach keinen Sinn macht. Wir leiten alle Unterschriften am Ende der Saison an den Stadtrat der Landeshauptstadt München und die bayerische Staatsregierung weiter.

Begründung:

Die Regattaanlage wurde Ende der 1960er Jahre anlässlich der XX. Olympischen Sommerspiele in München 1972 optimal geplant. Der Aufwand damals war immens und man entschied sich wegen der Nähe zur Stadt und der nacholympischen Nutzung für diesen idealen Standort. Besonders beachtet wurde, dass sich die Architektur harmonisch in die Landschaft des Dachauer Mooses integriert – heute ein weiträumiges Landschaftsschutzgebiet. Die Anlage ist im Besitz der Landeshauptstadt München, die die Bauten der Olympischen Spiele von 1972 übernommen hat. Verwaltet wird sie zurzeit von der Olympiapark München GmbH.

Auf der Strecke gab es 1972 im Rudern und im Kanurennsport Gold, Silber und Bronzemedaillen für Deutschland. Die Tribünen waren auf eine gigantische Zahl von 25.000 Plätzen ausgelegt. 1973 wurde der Architekt der Anlage mit dem Großen Preis des Bundes Deutscher Architekten ausgezeichnet.

In den Folgejahren wurde die Anlage zu einer der meist genutzten Regattastrecken weltweit und ist auch heute noch ein hervorragendes, aber in die Jahre gekommenes Beispiel für die Nachhaltigkeit der Bauten von 1972. 1981 und 2007 fanden dort Ruder-Weltmeisterschaften statt, 1994 die Junioren-Ruder-Weltmeisterschaft, 1998 die World Rowing Masters Regatta, von 1997 bis 2012 Ruder-Weltcups und zudem regelmäßig Deutsche Meisterschaften im Rudern und Kanurennsport.

Neben den Kernsportarten Rudern und Kanurennsport finden hier aber inzwischen weitere Sportarten wie Triathlon, Hindernis- und Langstreckenläufe, Langstreckenschwimmen, Inline-Skating und viele andere eine Heimat. Seit einigen Jahren wird die Anlage zudem durch eine Beachvolleyball- und Beachsoccer-Anlage ergänzt. Nationalmannschaften von Neuseeland und China bis Frankreich und Großbritannien haben sich hier in verschiedensten Sportarten auf Wettkämpfe vorbereitet.

Überall auf der Welt kennen und schätzen Sportlerinnen und Sportler die Anlage wegen ihrer idealen, fairen Bedingungen. Münchener und Besucher aus dem Umland schätzen das einzigartige Flair, das die Anlage mit den Ruderinnen, Kanutinnen, Ruderern und Kanuten auf der Strecke inmitten der wunderbaren Landschaft vermittelt. Rennradfahrer und Triathleten, Inline-Skater und andere Bewegungsfanatiker trainieren hier im Einklang neben den Kernsportarten.

In Deutschland gibt es nur fünf weitere Regattaanlagen, auf denen große internationale Regatten ausgetragen werden. In ganz Süddeutschland gibt es überhaupt nur diese einzige Anlage.

Die Anlage muss saniert werden, um die Infrastruktur einerseits barrierefrei und umweltbewusster zu machen, und andererseits den modernen Sicherheitsstandards zu genügen. Das 2,3 km lange Regattabecken selbst ist heute wie 1972 in einem tadellosen Zustand und jeder Ruderer oder Kanute kommt gerne nach München und trainiert und kämpft in dem einzigartig klaren, blauen Münchener Wasser.

Wir wollen keine Luxussanierung, wir wollen eine Möglichkeit, die Regattaanlage auch weiter erfolgreich als Anlage für Regatten zu nutzen und Sportlerinnen und Sportlern aus anderen Disziplinen die Möglichkeit geben, die Anlage wie bisher auch mit zu nutzen. Mehr nicht. Nach einigen Jahren ohne exakte Zielvorgabe ist es nun höchste Zeit, dass sich die Landeshauptstadt und der Freistaat eindeutig zu dieser Anlage bekennen und Taten folgen lassen, indem sie ein sinnvolles und modernes Sanierungskonzept beschließen, das den Charakter der Anlage als Regattastrecke ausreichend berücksichtigt.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Planegg, 28.04.2016 (aktiv bis 27.10.2016)


Neuigkeiten

München – 5. Dezember 2016. Am 12. Dezember 2016 ist es soweit: Regatta München e.V. ist beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr zu Gast, das in Bayern für den Sport zuständig ist, und übergibt die im Rahmen der Petition „München ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Ohne geeignete Strecke sind internationale und national bedeutende Wettkämpfe in Süddeutschland nicht möglich. Ist die Strecke einmal weg oder unbrauchbar, wird keine Neue mehr gebaut werden.

PRO: Sportstätte von zahlreichen Ruder-, Kanu und Drachenbootvereinen.

CONTRA: Flüchtling kommen sicherlich gerne nach Deutschland, wenn die Unterkunft irgendwie sichergestellt wird - die gut gebildeten Fachkräfte, die Deutschland will, die freuen sich sicher darüber --- Kultur und Sport brauchen die ja sicher nicht, daher ist es ...

CONTRA: Das Geld wird für den Unterhalt der Flüchtlinge dringend gebraucht, was ja wohl im Sinne der Humanität und Menschenrechte wichtiger ist.

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

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